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Tourenplanung für Radfahrer und Biker: Die besten Tipps für Radtouren

Fit in die Radsaison: Das sollten Sie beachten

Sie wollen mit Ihrem Bike auf weite Fahrt? Mit diesen Tipps für Ausrüstung und Tourenplanung wird die Fahrradtour garantiert zum Vergnügen.

Fahrrad checken

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Benjamin Hahn

Verbrachte Ihr Rad die letzten Monate im Winterschlaf, sollten Sie vor der ersten Tour alle lockeren Schrauben festziehen und Lenker, Vorbau und Sattelstütze per Sichtprüfung auf Risse untersuchen. Ein Bruch eines dieser Bauteile könnte einen Sturz nach sich ziehen. Spröde Mäntel sollten Sie ersetzen, ein kleines Loch im Schlauch flicken. Funktioniert das Licht? Läuft die Kette sauber? Greifen die Bremsen? Im Zweifelsfall in die Fahrradwerkstatt fahren. Gut für unterwegs: eine kleine Luftpumpe, Flickzeug und ein Multitool mit Inbus und Mini-Kettennieter.

Werkstatttips: dieses Werkzeug brauchen Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis

Regenausrüstung einpacken

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MB 8/2011: Regenjacken im MountainBIKE-Test.

Wenn es regnet, ist es zu spät. Besser, Sie checken Ihr Equipment schon vorher auf Wettertauglichkeit. Schutzbleche sind obligatorisch, wenn Sie keine Lust auf eine Schlammschlacht haben. Bei der Bekleidung haben sich Jacken und Hosen aus Gore-Tex Paclite oder Sympatex bewährt. Wichtig bei der Jacke: eine verlängerte Rückenpartie und eine Kapuze, die Sie über den Helm ziehen können. Leichte Radüberhosen können Sie bequem verstauen – sie haben ein kleines Packmaß. Um auch Ihr Gepäck trocken zu halten, sollten Sie wasserdichte Packtaschen (siehe Punkt 5) mitführen und bei Regen eine Hülle über Ihren Rucksack stülpen.

Alle Jackentests auf einen Blick

Deutschland per Bike erkunden

Sie möchten Nordseeluft schnuppern und gemütlich entlang der Küste radeln? Oder lieber zwischen blumigen Bergwiesen ­Höhenmeter sammeln? Ganz egal, wozu Sie sich am Ende entscheiden – Deutschland eignet sich mit seinem dichten Netz aus Radfernwegen bestens, um mit dem Bike auf große Tour zu gehen. Klären Sie vorab, wie die Strecken beschaffen sind – vor allem wichtig, wenn Sie Kinder im Anhänger mitnehmen möchten. Genaue Routenbeschreibungen und Details finden Sie beispielsweise auf www.adfc.de

Sie stehen auch auf lange Radtouren? Unser Schwestermagazin MountainBIKE hat dafür ein spezielles Müsli kreiert.

Pannensicher an den Start gehen

Achten Sie beim Fahrradreifen auf eine besonders robuste und durchstichfeste Decke. Zu den pannensicheren Modellen zählt beispielsweise der Marathon Plus von Schwalbe. Seine Einlage aus hochelas­tischem Kautschuk verhindert das Eindringen von Nägeln und Glassplittern. Sie können vorbeugend auch Pannenschutzmilch (auch von Schwalbe) über das Ventil in den Fahrradschlauch geben. Während der Fahrt verteilt sie sich an der Schlauchinnenseite und tritt aus, sobald ein spitzer Gegenstand den Reifen durchsticht. Dann trocknet sie fest und schließt das Loch.

MountainBIKE-Lexikon: Alle über MTB-Reifen

Das Gepäck in ­Taschen mitführen

Wer längere Zeit auf Tour gehen will, braucht große Packtaschen für den Heckträger, zum Beispiel die Back-Roller von Ortlieb (40 Liter/Paar). Sollte der Platz nicht ausreichen, können Sie noch Lowrider-­Taschen anbringen (25 Liter/Paar). Befestigt werden sie an einem Träger, der über Ösen oder mithilfe von Schellen an der Gabel fixiert wird. Variabel in der Montage und bis zu 15 Kilo belastbar ist der Tara von Tubus (www.tubus.com). Für Tagestrips reicht oft ein Rucksack, der beladen nicht mehr als acht Kilo wiegen sollte.

Alle Rucksacktests auf einen Blick

Den Fahrradanhänger fürs Baby mitnehmen

Sie wissen nicht, wohin mit dem Nachwuchs? Dann nehmen Sie ihn doch mit! Fahrradanhänger sind ideal, wenn die Kleinsten in der Familie noch nicht sicher auf eigenen Rädern fah­ren können. Zugunsten Ihres Kindes sollte der Transporter innen möglichst geräumig und weich gepols­tert sein und zudem gut federn. Das Fliegengitter halten Sie während der Fahrt stets geschlossen. Es schützt nicht nur vor Insekten, sondern auch vor aufwirbelnden Steinen. Ebenso sollte Ihr Kind immer angeschnallt sein. Sinnvoll ist auch eine seitliche Kopfstütze, die man nachrüsten kann. Tipp: ­CX-Modell von Chariot. www.chariot.de

Mit Kindern auf Tour: Die besten Tipps

Energiespeicher wieder auffüllen

Nur nicht schlapp machen! Lange Radtouren können ganz schön auslaugen, wenn Sie sich unterwegs nicht richtig versorgen. Nehmen Sie deshalb ausreichend Wasser in Trinkblasen und Flaschen mit. Am besten zwei Liter pro Person, an heißen Tagen gerne auch mehr. Gegen Heißhungerattacken helfen Bananen, fettarme Müsliriegel und Trockenobst. Dieser Proviant lässt sich nicht nur gut transportieren, er füllt aufgrund der komplexen Kohlenhydrate auch leere Energiespeicher schnell wieder auf.

Sie stehen auch auf lange Radtouren? Unser Schwestermagazin MountainBIKE hat dafür ein spezielles Müsli kreiert.

Schnell handeln bei Schmerzen

Wer lange im Sattel sitzt, stellt seinen Allerwertesten auf eine harte Probe. Nicht selten zählen wunde Stellen und offene Haut zur Bilanz eines Tourtages. Um vorzubeugen, sollten Sie eine gut gepolsterte Radhose besitzen und Gesäßcreme griffbereit halten. Spätestens beim ers­ten Ziepen ist Schmieren angesagt! Ganz Empfindliche verteilen schon vor der Tour Creme auf dem Hosenpolster oder direkt auf der Haut. Jedoch warnen einige Hersteller davor, die Mittel mit Schleimhäuten in Verbindung zu bringen: So kann es im Intimbereich zu Reizungen kommen. Frauen wählen am besten Cremes ohne Duftstoffe. Darauf achten: Salben auf Vaselinebasis bilden einen guten Schutzfilm, lassen die Haut aber schlechter atmen, Cremes auf Wasserbasis ziehen schnell ein, sind aber wenig schweißresistent. Probieren geht deshalb über Studieren.

Sie stehen auch auf lange Radtouren? Unser Schwestermagazin MountainBIKE hat dafür ein spezielles Müsli kreiert.

Auf Kurs bleiben mit Roadbooks und GPS-Geräten

Wenn Sie nicht dort fahren wollen, wo andere sich tummeln oder einfach mal neue Wege erkunden möchten, sollten Sie gut vorbereitet sein. Um auf unbekanntem Terrain nicht den Überblick zu verlieren, können detaillierte Roadbooks oder GPS-Geräte nützlich sein. Doch nicht jedes Navi beherrscht ein selbständiges Routing mit Zieleingabe, wie man es vom Autofahren kennt. Deshalb am besten bereits ausgearbeitete Touren auf das GPS-Gerät überspielen. Die gibt es zum Beispiel auf www.gpsies.com. Fahren Sie hingegen lieber nach Karte, sind Sie mit Radtourenbüchern im Maßstab 1:50 000 gut bedient. Bei ihnen kann sich auch keine Batterie leeren. Tipp: Bikeline; www.esterbauer.com

Alle GPS-Geräte-Tests im Überblick

In Schlafstuben relaxen

Die Tour war anstrengend, Ihre Beine sind schwer, und Sie wollen sich entspannen, um am nächsten Tag wieder voll durchzustarten? Kein Problem, in Deutschland gibt es mittlerweile über 5200 Unterkünfte, die ­Bikern einen ganz besonderen Service bieten. Von Abstellmöglichkeiten für das Rad über Trocken- und Waschmöglichkeiten bis hin zum Sportlerfrühstück bieten die sogenannten »Bett & Bike«-Betriebe jede Menge Komfort. Info: www.bettundbike.de

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