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Detox, Fasten und Entschlacken

Detox - Dies sollten Sie beachten, wenn Sie gesund fasten und entschlacken wollen

Viele Menschen wollen nach dem Winter den Stoffwechsel wieder ankurbeln und mit einem kleinen Detox-Programm frisch ins Jahr starten. Hier gibt's die Do's und Dont's rund ums Fasten.

Vorweg: Es ist grundsätzlich gut, wenn Sie die winterlichen Essgewohnheiten überprüfen und sich rechtzeitig zum Durchstarten im neuen Jahr einen Neustart verordnen. Auch der Entschluss, mehr für den Körper zu tun und weniger ungesunde Sachen zu essen, ist gut!

Aber: Ernsthaftes Heilfasten ist nur kerngesunden Menschen zu empfehlen, die keinerlei Belastungen ausgesetzt sind. Wenn es Ihnen nicht vergönnt ist, eine Kur oder eine Phase mit verminderter Belastung zu genießen, dann sollten Sie vom extremen Fasten absehen und sich mit einer Zeit der Enthaltung entgiften und erfrischen.

So ist es verbreitet und rundum empfehlenswert, in der Fastenzeit (oder gar darüber hinaus) auf Alkohol, Zucker, Fleisch und Milchprodukte sowie auf Genussmittel wie Kaffee, Tee oder Zigaretten oder zumindest einiges davon zu verzichten. Heute motiviert uns vielleicht weniger das Konzept der Askese und Buße, sondern das angenehme Gefühl, sich selbst etwas Gutes zu tun.

Das Schöne daran: Das tun Sie! Auch wenn Sie nicht auf alles genannte verzichten oder sich "nur" einschränken anstatt komplett zu verzichten - gesund ist Ihre Entscheidung allemal. Denn auch wenn Fleisch und Co an sich nicht ungesund sind: Nach dem Winter ist eine leichtere Ernährung sinnvoll. Und vor allem gibt es Ihnen die Gelegenheit, Ihren Konsum einmal kritisch zu prüfen.

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Karotten, Erdbeeren, Trauben und Minze: fertig ist der Traum-Smoothie.

Das bezieht sich natürlich auch auf nicht-essbare Genussmittel, zum Beispiel Fernsehen. Denn auch unser Kopf ist vollgestopft mit Dingen, die da nicht unbedingt hingehören.

Unterhalb geben wir Ihnen neben den besten Detox-Tipps fürs Mentale noch eine Reihe von Ideen, wie Sie Ihr Inneres entgiften und den Stoffwechsel ankurbeln können. Auf einen frischen Start.

Auf der nächsten Seite: Detox und Entschlacken - was ist dran?

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Fitness & Ernährung

Detox - Do's & Dont's

Do:
Tun Sie es.

Es muss ja nicht das komplette Programm sein - auch der Verzicht auf nur eine ungesunde Sache tut schon gut. Es ist sogar besser, nur ein kleines bisschen zu verzichten, das aber dafür durchzuhalten, anstatt ein ambitioniertes Rundum-Paket in Angriff zu nehmen, das sich nicht umsetzen lässt und in Enttäuschung und schlechtem Gewissen endet.

Don't:
Zu radikal sein.

Heilfasten und auf feste Nahrung verzichten ist eine Belastung für den Körper. Tun sie dies nur nach Rücksprache mit einem Arzt. Auch wenn Sie auf mehr als zum Beispiel nur Alkohol und Fleisch verzichten, ist es sinnvoll, medizinischen Rat einzuholen.

Do:
Genießen Sie es.

Wenn Sie sich Ihrer Ernährung und Gesundheit bewusst sind, erfreuen Sie sich an den Fähigkeiten Ihres Körpers, genießen Sie die Unabhängigkeit von Alkohol, seien Sie dankbar dafür, dass Sie sich frei entscheiden können, wie Sie sich ernähren wollen und achten Sie auf eine ansonsten gesunde und vielfältige Ernährung.

Don't:
Zu wenig trinken.

Das allerwichtigste am Fasten und jeglichen Detox-Maßnahmen ist, dass Sie genügend trinken. Ob Wasser, Kräutertee, Saftschorle, Brühe: Unterstützen Sie den Körper bei der Arbeit, kurbeln Sie Ihren Stoffwechsel an und trinken Sie ausreichend.

Do:
Schärfen Sie Ihr Ernährungsbewusstsein.

Wenn man auf bestimmte Dinge verzichtet, dann setzt man sich meist auch damit auseinander. Nutzen Sie dieses geschärfte Bewusstsein, um Ihre Gewohnheiten zu überprüfen und gegebenenfalls neu auszurichten. Das gilt auch für alles andere als Nahrung: Seien Sie achtsam und konsumieren sie nichts Ungesundes.

Don't:
Sieben Tage reichen.

Wer länger als eine Woche fasten möchte, sollte dies nur unter ärztlicher Aufsicht tun. Auch für kerngesunde Menschen ist ernsthaftes Fasten eine starke Belastung. Achten Sie darauf, dass Sie den Übergang sanft gestalten.

Do:
Schwung mitnehmen

Weil Sie auf Alkohol verzichten, treffen Sie sich mit Ihren Freunden zum Kochen. Weil Sie aufs Fernsehen verzichten, treiben Sie mehr Sport. Nutzen Sie diese positiven Impulse auch über die Fastenzeit hinaus!

Detox, Entschlacken, Fasten - was dran ist

Entgegen der Aussage vieler positiver Erfahrungsberichte ist die Wirksamkeit vom Heilfasten nicht wissenschaftlich belegt. Gerade beim Heilfasten hat sich aber mittlerweile die Meinung durchgesetzt, dass es unter ärztlicher Aufsicht durchaus eignet, um die Ernährungsgewohnheiten insgesamt zu überprüfen und gegebenenfalls zu ändern.

Entschlacken klingt nach Großreinemachen - ein verlockendes Konzept. Auch für den Prozess des Entschlackens oder Entgiftens gibt es allerdings keinen wissenschaftlichen Hintergrund. Der Körper ist im Grunde ständig damit beschäftigt, Stoffwechsel-Endprodukte und überflüssige Stoffe aus dem Körper hinauszubefördern. Es gibt keinen konkreten Hinweis darauf, dass dies durch Fasten oder Verzicht auf feste Nahrung befördert wird, im Gegenteil.

Dennoch ist Detox kein Hokuspokus: Denn wer auf schädliche Nahrungs- und Genussmittel wie Zucker und Alkohol verzichtet, hilft natürlich den natürlichen Entgiftungsvorgängen im Körper. Und fügt dem Körper gar nicht erst so viele Gifte (Zucker!) zu. Wer viel trinkt und den Stoffwechsel ankurbelt, hilft den natürlichen Ausleitungsprozessen des Körpers.

Zum Abnehmen sind Fasten, Entschlacken und Detox allerdings keine geegneten Mittel. Beim Fasten ("Null-Diät") schaltet der Körper in eine Art Energiesparmodus, der Jojo-Effekt ist vorprogrammiert. Detox- und Stoffwechselanregende Maßnahmen können beim gesunden Abnehmen unterstützen, werden aber allein nicht viel ausrichten.

Auf der nächsten Seite: Do's & Dont's für Fasten und Detox

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