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Kaufberatung Wohnmobile

Campingbus, Wohnmobil oder Caddy?

Van-Life

Campingbusse sind Alleskönner für den Urlaub und stets eine gute Option fürs Wochenende. Zudem leisten sie auch im Alltag gute Dienste. Doch welchen nehmen? – In unserer „Typberatung“ geben wir euch Tipps zum Wohnmobil-Kauf ...

Zugegeben, irgendwann wird’s auf der Isomatte hinten im Kombi unbequem. Und eine feuchte Regennacht im Zelt ist für viele eher stimmungstötend als romantisch. Ob beim Wander-Wochenende im Bayerischen Wald, dem Surf-Ausflug an die Ostsee, der Klettertour in der Sächsischen Schweiz oder während der Radtour in der Pfalz – wer im Campingbus das eigene Bett dabeihat, der genießt auch auswärts ein Heimspiel. Ist stets abfahrbereit, muss sich maximal um volle Tanks und einen Stellplatz kümmern.

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Campingbus-Special: Kaufberatung & Reisetipps
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Erste Wahl: Ein Hochdachkombi mit Klappbett

Ein sonniges Wochenende? Nichts wie weg. Dazu ist kein dickes Reisemobil nötig, das den Nachbarn die Sicht versperrt und unterwegs auffällt. Das funktioniert bereits mit einem Hochdachkombi, dem Pkw-Ableger von Lieferwagen. Die Bonsai-Busse gibt es von findigen Ausbauern oder sogar vom Autohändler um die Ecke – bestes Beispiel dafür ist der VW Caddy Beach.

Klappbett, ein wenig Stauraum, vielleicht eine einfache ausziehbare kleine Küche im Heck, als Vergrößerung des Wohnraums ein Heck- oder Dachzelt – schon verwandelt sich das unauffällige Alltagsauto in eine rollende Behausung. Wie man das mit seinem Hochdachkombi auch selbst hinbekommt, das erfahrt ihr hier:

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Sonstiges

Freizeitfahrzeuge von VW, Mercedes, Ford, Nissan oder Opel

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Andreas Becker

Es soll auf euren Outdoor-Touren aber doch etwas mehr sein? – Dann raten wir eher zum so genannten Freizeitfahrzeug. Der Begriff führt ein wenig in die Irre, denn hier geht es ebenfalls um Autos, die sich problemlos auch im Alltag einsetzen lassen. Aber eben auch an Feierabend und Wochenende. Basis sind Pkw-Varianten kompakter Transporter, vorwiegend VW T6, Mercedes Vito, Ford Transit Tourneo/Custom sowie Renault Trafic und dessen baugleiche Ableger Nissan Primastar / Opel Vivaro. Ganz neu 2019, der Opel Zafira Life:

Sonstiges

Der Klassiker dieser Kategorie ist seit mehr als 30 Jahren der VW Multivan, doch der ist in höhere Sphären abgedriftet. Das wahre Freizeitfahrzeug heißt daher VW California Beach und tritt gegen Mercedes Marco Polo Activity und Ford Euroline an. Klappsitzbank im Heck, drehbare Vordersitze, dazwischen ein Tisch, dazu eine Beleuchtung und Vorhänge zur Verdunkelung, eine zweite Batterie als Verstärkung, das sind gängige Zutaten.

Jetzt noch eine Kühlbox, je nach Modell ein Aufstelldach mit zusätzlicher Schlafgelegenheit – schon ist der automobile Alleskönner einsatzbereit. Als Familienkutsche, fahrende Einkaufstasche, Büromobil und Basisquartier für die Freizeit. So ein kleines Wohnmobil passt mit knapp zwei Meter Höhe sogar in Garage, Waschanlage und viele Parkhäuser.

Immer noch nicht genug? Spezialisten wie Buddybox, Calibox, Ququq, Vanessa und andere steuern liebevoll gefertigte Einbaumöbel bei – auch für Busvarianten bis hinunter zum einfachen Transporter-Kombi. Die Plattform fürs Freizeitvergnügen muss also kein Vermögen kosten. Zur Motorenauswahl: Mit etwa 110 kW (150 PS) sind Freizeitfahrzeuge souverän motorisiert.

Am Diesel führt beim Wohnmobil kaum ein Weg vorbei

Mit Diesel fahren durchweg auch die sogenannten Kompakt-Campingbusse. Das Basismodell entspricht den Freizeitfahrzeugen, aber es ist viel mehr drin und dran. Klassiker ist ein Grundriss mit verschiebbarer zweisitziger Klappsitzbank im Heck, drehbaren Vordersitzen sowie einer Küchen- und Schrankzeile mit Zweiflammkocher und Kühltruhe linker Hand. So tritt der Platzhirsch VW California seit 30 Jahren in vierter Generation auf, so war’s auch schon zuvor bei seinen legendären Vorgängern von Westfalia.

Die meisten anderen Fabrikate haben sich diesem praktischen Zuschnitt angepasst, jedoch wird fleißig variiert. Wirkt das Innenleben des VW California eher kühl, erinnert es beim Mercedes Marco Polo an eine schicke Lounge, ein Duell wie Golf gegen A-Klasse. Kleinere Ausbauer setzen auf ein wohnliches Innenleben mit Naturholz, verschlanken Schränke zugunsten einer dreisitzigen Bank, ersetzen die Bank durch Einzelsitze, zeigen Expeditionscharakter, bauen ein bequemes Bett mit rollbarem Lattenrost ein, vergrößern den Innenraum durch Hochdächer. Auf Messen wie dem Caravan-Salon in Düsseldorf oder der CMT in Stuttgart trifft man auf ein Dutzend und mehr Anbieter.

Wer weniger Platz benötigt und weniger Geld ausgeben will, schaut nach dem Campster von Pössl auf Citroën-Basis. Ganz anders ein weiterer Klassiker, der Ford Nugget. Vorne ist er Van mit breiter Sitzbank, hinten Reisemobil mit separater Kochnische. Wer die lange Ausführung wählt, findet sogar ein abgeteiltes Eckchen für die Toilette, die anderswo mitten im Reisemobil gleich neben der Küche benutzt werden muss. Die Welt der Kompakt-Campingbusse ist faszinierend vielfältig.

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Helmut Moling
Innenraum eines Ford Nugget Wohnmobils

Und die meisten Varianten mit geschlossenem Aufstelldach bleiben alltagsgerecht unter zwei Meter Höhe. Billig sind die Busse nicht, einVW California Coast mit mittlerer Motorisierung startet bei 60.000 Euro, aber es dürfen auch gerne 80.000 Euro und mehr sein. Eine mächtige Hürde, andererseits sind Campingbusse sehr wertstabil, das beweist der Blick in einschlägige Gebrauchtwagenportale. Obacht bei der Auswahl, Basisfahrzeug ist nicht gleich Basisfahrzeug: Zunehmend unterscheiden Transporterhersteller bei Optik und Interieur zwischen Pkw- und Nutzfahrzeug, siehe VW T6 und Mercedes Vito/V-Klasse.

Bei den gewerblichen Varianten sind die Cockpits nüchterner und funktioneller, lärmen Motoren lauter, fällt manche Tür scheppernd ins Schloss. Das muss kein großer Nachteil sein und hat bei der Bewegungsfreiheit im Bus sogar Vorteile. Die Details machen den Unterschied So flexibel und beweglich ein kompakter Campingbus auch ist, er stößt an Grenzen.

Komfort-Campingbusse von Fiat, Citroën, Peugeot, Renault

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Stefan Santifaller

Warmwasseranlage? Dusche? Ein stets bereites Doppelbett? Wer das sucht, muss in einen Komfort-Campingbus umsteigen. Sie sind häufig sogar billiger, denn als Plattform dienen überwiegend rustikale Großserien-Kastenwagen mit serienmäßigem Hochdach des Trios Fiat Ducato, Citroën Jumper und Peugeot Boxer, ergänzt durch Ford Transit und Renault Master. Bei etwa 40.000 Euro geht’s los. Doch mit rund sechs Meter Länge und Hochdach sind die Großen nichts mehr für Großstädter.

Die Aufteilungen ähneln sich: vorne eine Sitzgruppe aus einer knapp bemessenen Zweier-Sitzbank und den gedrehten Vordersitzen. Dahinter in Fahrtrichtung links der Sanitärraum und gegenüber eine knappe Küchenzeile mit einem angrenzenden Turm aus Kühl- und Kleiderschrank. Hinten schließen sich die Betten an, entweder als Doppelbett quer (spart Länge) oder zwei nebeneinander angeordnete Einzelbetten (mehr Komfort). Ein Grundriss also, wie er auch in deutlich größeren Reisemobilen gängig ist, hier auf das Maß eines größeren Transporters geschrumpft. Abweichungen von diesen Klassikern sind selten.

Ist vorn nur eine Miniatur-Sitzgruppe, fällt der Bus einen halben Meter kürzer aus. Macht sich das Bad im Heck breit, wird unter einem großen Hochdach geschlafen. Selten ist eine Längssitzbank in Wagenmitte, ebenso rar ein Stockbett im Heck. Individualhersteller entwickeln auf dieser Basis ganz persönliche Lösungen. Recht häufig taucht auf Wunsch ein Aufstelldach auf dem Hochdach auf, so wird der Grundriss, eigentlich ein Fall für zwei, zum Doppeldecker und damit familientauglich. Bei der Auswahl machen Details den Unterschied, die Möbelqualität zum Beispiel.

Die Größe der Sitzgruppe, der Zuschnitt des durchweg knappen Bads, die Nutzung von Küchenzeile und Stauraum, das Volumen von Gas- und Wasservorrat, die technische Ausstattung. Ist rundum isoliert? Das Heckbett klappbar für Sperrgut? Wie steht es mit der Qualität von Unterfederung und Matratze? Mit der Bewegungsfreiheit im Bad? Hinschauen lohnt. Auch bei den Betten, denn die leicht gewölbten Wände der Karosserie schränken die Innenbreite und damit die Liegefläche ein. Einige Anbieter verwenden daher seitliche Verbreiterungen.

Pössl Reisemobile – ein Spezialist dieses Segments

Nummer eins der Szene ist mit Pössl ein Spezialist dieses Segments. Zusammen mit den Tochtermarken Globecar, Roadcar und Clever ist ein Dickicht an Modellen in fast allen Preisklassen entstanden. Aber auch die großen Reisemobilhersteller haben sich längst auf das stark wachsende Segment gestürzt, mit Van Tourer sogar eine Händlergemeinschaft. Auch hier heben sich Manufakturen durch individuelle Lösungen ab. Dies trifft besonders auf die Campingbus-Oberklasse zu.

Die neuen Basisfahrzeuge Mercedes Sprinter, VW Crafter und MAN TGE regen die Fantasie der Hersteller an. Es ist bisher überwiegend ein Segment der Spezialisten wie CS, HRZ oder La Strada. Sie entwickeln feine Einrichtungen, hochwertige Technik und teils ausgefallene Grundrisse. Ergebnis sind Preise, die zusammen mit Extras auch sechsstellig ausfallen können. Champagner statt Sprudel – beides schmeckt bei der richtigen Gelegenheit prächtig. Und an die Isomatte im Kombi oder verregnete Zeltnächte denkt bei der Spritztour am Wochenende oder während der großen Urlaubsfahrt keiner mehr.

Typberatung: Campingbus-Kategorien + Top-Modelle

Campervans gibt es in zig Varianten: vom kompakten Hochdachkombi bis zum luxuriösen Komfort-Reisemobil. Diese vier Klassen sind ideal für Outdoor-Urlaube.

Hochdachkombi

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VW

Der passt überall hin: Mit Klappsitzbank im Heck wächst ein kompakter Hochdachkombi (VW Caddy, Citroën Berlingo, Renault Kangoo) zum Bonsai-Campingbus heran. Ins Heck passt dann noch ein kleiner Küchenauszug oder eine Kühlbox, ein Heckzelt vergrößert den Wohnraum – fertig ist die Laube. Gibt es als VW Caddy Beach sogar ab Werk für rund 25.000 €.

Freizeitfahrzeug

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Mercedes

Einst von VW als Multivan erfunden, zählt diese Fahrzeugklasse heute zu den Verkaufsschlagern. Sehr beliebt sind VW California Beach und Mercedes Marco Polo Activity. Sie bieten eine als Bett dienende Klappsitzbank und einen Tisch – ideal fürs Wochenende und den Familienalltag. Preis: ab 50.000 €, je nach Ausstattung (Aufstelldach) auch deutlich mehr.

Kompaktcamper

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Poessel

Der Klassiker unter den Campingbussen: Passt meist noch in die Garage und auf den Parkplatz, hat mit Klappsitzbank, Küche, Schrank und Aufstelldach alles an Bord, was man wirklich braucht. Den Pössl Campster gibt es schon ab rund 40.000 €, während für einen VW California Coast schon in der Basisversion deutlich über 50.000 € fällig werden.

Komfortcamper

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Hymercar

Sie wünschen ein fest eingebautes Bett? Ein Bad mit warmem Wasser und eine Dusche? Dann passt ein Komfort-Campingbus. Mit einfachem Basisfahrzeug und Serienhochdach geht’s bereits ab etwa 40.000 € los. Soll – wie beim Hymercar – ein Mercedes Sprinter drunterstecken und viel Komfort geboten werden, kostet das Vergnügen schnell 60.000 € und mehr.

Weitere Tipps:

Wohnmobil-Kaufberatung: Campingbusse: Topmodelle im Check

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Drei wertvolle Infoquellen

Buchtipp
Ihr wollt noch mehr wissen über Campingbusse, deren Bordtechnik, Grundrisse und Möbel? Der »Praxisratgeber Reisemobilkauf« steckt voll geballtem Know-kow. Erschienen im Heel-Verlag, Preis: 14,99 €.

Kaufberatung unserer promobil-Kollegen
Die ganze Welt der Reisemobile gibt es auch geballt im Promobil-Extra »Campingbusse« mit großem Katalog und den Neuheiten zum Modelljahr 2019. Erhältlich hier als E-Paper für 5,99 €

Zum Anfassen
Wer Campingbusse live erleben will, muss hin: Ende August/Anfang September zeigt die Messe Caravan-Salon in Düsseldorf die Neuheiten der nächsten Saison. Dort stehen mehr als 2000 Campingbusse, Reisemobile und Caravans. Und auf der parallel stattfindenden TourNatur-Messe können sich Outdoor-Fans auch noch live vor Ort über Neuheiten aus dem Wander- und Zelt-Segment informieren.

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Do it yourself - Auto zu Wohnmobil umbauen: Tipps zum Van Ausbau

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