Teil des
OD 2011 Tierwelt Vögel Kolibri Schwalbennymphe Public Domain (Wikipedia)

Fleißige Bestäubungshelfer: Vögel, Flughunde und Bienen

Blümchensex: Die Kunst der Bestäubung

Klarer Fall: Pflanzen werden von Bienen und Hummeln bestäubt. Aber hätten Sie gewusst, dass bis zu 40 Prozent der Urwaldbäume ohne ­Flughunde unfruchtbar wären? Drei Bestäubungsarbeiter im Porträt.

Schwalbennymphe

Schwalbennymphe (Thalurania furcata) holen sich gern Nektar aus Helikonienblüten. Auch sie beherrschen den für Kolibris typischen Rüttelflug.

Merkmale
Bei der Schwalbennymphe erreicht das Männchen zehn Zentimeter Körperlänge, das Weibchen acht. Beide sind am Rücken grün gefärbt; das Männchen trägt einen leuchtend blauen Bauch, das Weibchen einen grauen.

Vorkommen
Schwalbennymphen kommen in vielen Ländern Südamerikas vor, zum Beispiel in Venezuela, Brasilien, Argentinien und Ecuador. Sie bevorzugen subtropische und tropische, feuchte Wälder in Flach- und Bergland.

Bestäubung
Die Hauptnahrung der Kolibris ist Blütennektar. Dabei verspeisen sie auch in den Blütenkelchen lebende Insekten und decken so ihren Eiweißbedarf. Beim Nektarnaschen tragen sie den anhaftenden Pollen in die nächste Blüte weiter.

Indischer Riesenflughund

OD 2011 Basislager Tiere  Flughund 401207_R_by_S.-Thomas_pixelio.de (jpg)
© S. Thomas / PIXELIO
Tagsüber schlafen Flughunde. Nachts, wenn alle anderen schlafen, ernähren sie sich von Pflanzennektar und tragen somit die Pollen weiter.

Riesenflughunde (Pteropus giganteus) sind wie ihre Artgenossen normalerweise nachtaktiv. Selten schweben sie vor einem noch hellen Himmel.

Merkmale
Bis zu 145 Zentimetern kann die Spannweite dieser Flughunde betragen. Männchen und Weibchen unterschieden sich auf den ersten Blick nicht. Wie die Fledermäuse sind Flughunde echte Flieger, nicht nur Segler wie Gleithörnchen.

Vorkommen
Flughunde findet man in tropischen und subtropischen Gebieten – von Afrika über die Seychellen bis nach Asien und Australien. Sie leben in größeren Gruppen bis zu 200 Tieren und hängen am Tag meist schlafend von Bäumen.

Bestäubung
Flughunde haben in einigen tropischen Gebieten die Funktion von Insekten übernommen: Mit ihren langen Schnauzen tauchen sie tief in stark duftende Blüten, um den Nektar her­auszulecken. Und dann die Pollen weiterzutragen.

Westliche Honigbiene

OD 2011 Basislager Tiere Honigbiene pixelio
© Maren Beßler / PIXELIO
Wenn Bienen Nektar sammeln, bleibt feiner Blütenstaub an ihren Hinterbeinen kleben. So kommen die Pollen von Blüte zu Blüte.

Der Promi unter den Bestäubern: Europäische Honigbienen (Apis mellifera) wurden wegen ihres hohen Werts für die Imkerei weltweit verbreitet.

Merkmale
Klein, aber fleißig: Die Arbeiterinnen unter den Honigbienen werden nur bis zu 1,3 Zentimeter lang, tragen aber in aus Borsten gebildeten Körbchen große Mengen von Pollen an den Beinen. Gelb-schwarz geringelt, pelziger Oberkörper.

Vorkommen
Ursprünglich war die Honigbiene in Europa, Afrika und dem Nahen Osten zu Hause. Inzwischen weltweit verbreitet, gibt es bis zu 25 Unterarten. Seit rund 7000 Jahren werden sie gezielt gezüchtet. Ein Volk wird übrigens "der Bien" genannt.

Bestäubung
In Europa ist die Biene der wichtigste Bestäuber, mit bis zu 80 Prozent der Pflanzen. Mit ihrem Saugrüssel pumpt sie Nektar in den Magen; Pollen werden an den Hinterbeinen gesammelt und von dort auf andere Blüten übertragen.

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