Ausrüstungspflege und Waschtipps
Outdoorbekleidung richtig waschen und pflegen
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Outdoor-Ausrüstung waschen & pflegen: Unsere Tipps

Ausrüstungspflege Jacken und Schuhe perfekt in Schuss halten

Jetzt auch als Podcast zum Anhören: Ausrüstungspflege lohnt sich! Durch das regelmäßige Waschen & Pflegen hält die Ausrüstung länger und funktioniert besser ...

Mit diesen Tipps spart ihr Geld und leistet einen Beitrag zum Umweltschutz!

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Outdoor-Jacken möglichst gar nicht waschen? Das halten immer noch viele für richtig, ist aber der falsche Ansatz. Über die richtigen Waschmittel und -programme sowie sachgechtes Imprägnieren geht es in dieser Folge ebenso wie über das Trocknen und Aufbewahren von Jacken, Schuhen und Co. Nur bei einer Sache gibt es kein Richtig oder Falsch: Ob man Daunenschlafsäcke lieber zum Spezialisten schickt wie Testredakteur Boris Gnielka oder sie wie Testredakteur Frank Wacker in der Badewanne wäscht.

Ihr könnt die Podcast-Folge entweder gleich hier auf der Seite anhören, oder auch auf einer der gängigen Plattformen: iTunes, Spotify, Deezer, Audio now, Soundcloud, Acast, The Podcast App, Google Podcast-App auf Android-Smartphones, Lecton sowie Castbox und vielen anderen Podcast-Apps und Verzeichnissen.

Anleitung: Funktionsbekleidung waschen

Die Funktionsjacke saugt sich schon bei leichtem Nieselregen voll wie ein trockener Schwamm und fühlt sich klamm an – von wasserab­weisender Ausrüstung keine Spur mehr. Auch an den Wanderstiefeln nagt der Zahn der Zeit: Nach der ersten feuchten Wiese hängt das patsch­nasse Schuhwerk wie Blei an den ­Füßen. Kein Wunder, dass die meisten Trekker und Wan­derer Schmuddel­wetter meiden.

Doch wer seine Outdoor-Kleidung regelmäßig wäscht und imprägniert, die Wanderschuhe sauber hält und pflegt, erhält die ursprüngliche Funktion über Jahre. Außerdem verlängert sich die Lebensdauer der Ausrüstung: Starren wasser­dichte, atmungsaktive Materialien wie beispielsweise Gore-Tex, Texapore oder Dermizax über viele Monate vor Schmutz, können sie dauerhaft undicht werden. Ausgetrocknetes, ungepflegtes Leder wird unter Umständen schon innerhalb ­einer Wandersaison brüchig.

Ehe euch jetzt aber der Putzwahn packt, beachtet bitte die OUTDOOR-Pflegehinweise (unten), sonst geht der Schuss im schlimmsten Fall nach hinten los. Denn auch die falsche Pflege beeinträchtigt die Funktion und schmälert die Haltbarkeit.

Während Funktionsunterwäsche, Wandersocken und Wanderhemd schon nach einer Tagestour in die Waschmaschine kommen, wartet man bei allen anderen Bekleidungsteilen bis sie merklich müffeln oder deutliche Schmutzspuren zeigen – diese Teile gehören grundsätzlich nicht in die chemische Reinigung.

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Benjamin Hahn
Die Grundregel für Bekleidung lautet: "So oft als nötig und so selten wie möglich waschen."

Welches Waschprogramm und bei welche Temperatur?

Das steht meist im Etikett (Wannensymbol mit Zahl: 30, 40 oder 60). Spezielle Waschmittel, etwa Nikwax Techwash oder Fibertec Prowash, verlängern die Lebensdauer der Imprägnierung – wichtig bei Softshells und wasserdichten, atmungsaktiven Sachen. Bei diesen Bekleidungstypen lohnt sich auch ein extra Spülgang. Er sorgt dafür, dass sämtliche Waschmittelreste herausgewaschen wer­den und Wasser besser abperlt.

Und wie sieht es mit dem Schleudern aus?

Wasserdichte, ­atmungsaktive Funk­tionsjacken und -hosen gar nicht, Softshells nur kurz auf der niedrigsten Stufe (meist 600 Touren) anschleudern. Dazu die Waschmaschine auf Spülstopp stellen. Bei wasserdich­ter, atmungsaktiver Be­kleidung am Ende des Wasch­gangs das Programm "abpumpen" wählen, im Anschluss die Sachen über der Badewanne oder in der Dusche aufhängen.

Bei Softshells das Programm "schleudern" einstellen und war­ten, bis die Waschmaschine anfängt hochzudrehen. Nach 30 bis 60 Sekunden die Maschine abschalten und die Softshells ebenfalls in der Dusche oder über der Badewanne aufhängen. Sobald die Sachen nicht mehr tropfnass sind, kommen sie für mindestens eine Stunde in den Trockner mit dem Programm "Schontrocknen" – es sei denn, das Etikett verbietet dies. Ihr erkennt das am durchgestrichenen Quadrat mit einem Kreis in der Mitte. In allen anderen Fällen lohnt sich der Gang in den Trockner: Wärme erweckt die Imprägnierung zu neuem Leben.

Was wenn das Wasser immer noch nicht vom Außen­stoff abperlt?

Dann muss der Außenstoff ­imprägniert werden. Am effektivsten funktionieren Sprays: Fibertec Textile Guard Pro hat sich als ideal für wasserdichte, atmungsaktive Bekleidung und Softshells mit Mem­bran erwiesen, Nikwax Soft­shell Proof für alle Softshells.

Detaillierte Waschanleitungen in Tabellenform gibt es hier

Weitere Wasch-Tipps

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Hartnäckige Flecken wie Ruß oder Schmiere müssen vor der Wäsche entfernt werden. Am besten funktioniert's, indem ihr den Schmutz mit einem Lappen und etwas original Pril vorsichtig abtupft. Auf keinen Fall reiben – das drückt den Schmutz tiefer ins Gewebe.

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Vor der Wäsche alle Reiß- und Klettverschlüsse schließen. Nur so verhindert man, dass kantige Zipper und raue Kletthaken die Wäsche während des Waschgangs beschädigen. Soft­shells, Fleece- und Wollsachen sollte man auf links drehen, das schont die Außenseite.

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Wäschesäcke aus feinem Netzmaterial schützen empfindliche Bekleidungsteile wie beispielsweise Funktionsjacken oder Regenhosen vor Beschädigungen in Waschmaschine oder Trockner. Wäschesäcke sind in Drogeriemärkten ab ­zirka 5 Euro erhältlich.

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Noch einmal was zur Imprägnierung von Outdoor-Bekleidung: Am besten funk­tionieren Sprays, die man auf feuchte Kleidung aufsprüht. Über Nacht trocknen lassen, dann für 60 Minuten in den Trockner (Schongang) stecken.

Schuhe pflegen

Auch optimal gepflegte Schuhe begleiten Outdoorer über viele Jahre und bieten spürbar mehr Komfort. Außerdem sehen sie besser aus! Wie Schuhe gereinigt werden müssen und worauf es bei der Pflege von Schuhen ankommt, erfahrt ihr hier:

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Nach jedem Einsatz sollte man die Einlegesohle aus den Schuhen herausnehmen, damit auch das Innere richtig trocknen kann. Müffelnde Einlegesohlen werden mit warmem Wasser und etwas Shampoo gewaschen – oder sie kommen bei 30 Grad in die Waschmaschine. Durchgelaufene Einlegesohlen müssen dagegen sofort ersetzt werden – am besten durch spezielle Fußbetten, etwa von Sidas oder Superfeet.

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Nach jeder Tour sollte man die Schuhe sofort von Schmutz befreien, denn der macht das Leder brüchig! Als Erstes die Schnürsenkel ausfädeln und anschließend den groben Dreck mit einer festen Schuhbürste und klarem, lauwarmem Wasser abbürsten. Auch die Sohle nicht vergessen: Entfernt im Profil verkeilte Steinchen vorsichtig mit einem stumpfen Messer oder Schraubendreher – die Steine können das Sohlengummi beschädigen.

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Fühlt sich das Schuh-Leder vor der Wäsche wie trockene Haut an, muss es mit Pflegewachs behandelt werden. Zuvor sollten die Schuhe nach der Reinigung aber ein bis zwei Tage trocknen – doch keinesfalls vor der Heizung, am Feuer oder in der prallen Sonne! Sind die Wanderstiefel auch von innen feucht, stopft man sie mit Zeitungspapier aus, das nach etwa sechs Stunden gewechselt werden sollte. So lange wiederholen, bis die Schuhe ganz trocken sind.

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Saugt sich das Obermaterial der Schuhe schnell mit Wasser voll, muss es imprägniert werden. Am einfachsten geht das mit Imprägnierspray, das man in Outdoor- oder Schuhläden kaufen kann. Die Schuhe einsprühen, so lange das Obermaterial noch feucht ist! Dann dringt die Imprägnierung während des Trocknens tiefer ins Material ein. Dadurch hält ihre Wirkung länger an. Tipp: Sprays immer im Freien auftragen.

Video: Zeltpflege

Video: Schlafsack waschen

Kleine Risse oder Löcher in Bekleidung reparieren

Schon ein kleiner Riss oder ein winziges Loch in der atmungsaktiven, wasserdichten Jacke und Hose genügt, um beim nächsten Wolkenbruch baden zu ­gehen. Das muss aber nicht sein: Innerhalb einer Stunde – und mit ein wenig Geschick – könnt ihr den Schaden selbst reparieren. Wie's geht, zeigen wir hier:

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