Teil des
OD Abenteuer Irland - Wandern in Connemara Daniel Geiger

Gehkomfort für Wandern und Trekking

5 Tipps für mehr Gehkomfort beim Wandern

Ein Paar guter Wanderstiefel ist noch kein Garant für hohen Gehkomfort. Um wirklich unbeschwert auf höchstem Genusslevel zu wandern, bedarf es etwas mehr. Was genau, das erfahren Sie hier.

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Kaufberatung Wanderschuh

1. Optimal vorbereiten

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Keen
Keen Terradora

Die besten Schuhe können drücken und Blasen verursachen, wenn man sie nicht vor der Tour einläuft. Wie lange das dauert, hängt vor allem vom Schuh­ ab: Bei flachen Multifunktionsschuhen aus weichem Leder oder Mesh entfällt das Einlaufen. Anders bei leichten Wanderstiefeln: Sie sollten nur mit einigen Kilometern auf der Sohle ihren ersten großen Auftritt bekommen. Das gilt erst recht für schwere Trekkingstiefel und steigeisen­feste Bergstiefel, die erst nach zwei, drei Tagen Ein­lauf­zeit die nötige Reife für große Touren erlangen. Hier sollten Sie das Einlaufprogramm mit einer einstündigen Tour starten und sukzessive auf Tagestourniveau steigern. Überstehen Sie das ohne Blessuren, sind die Schuhe fit für ihren ersten großen Einsatz.

2. Der Socken macht's

OD Sockentest
Ben Wiesenfarth

Die richtigen Socken sind mindestens so wichtig wie das passende Schuhwerk. Völlig ungeeignet sind Modelle aus Baumwolle. Sie speichern Feuchtigkeit, anstatt sie nach außen zu leiten, wodurch die Fußhaut aufweicht und anfälliger wird für Belastungen. Blasen und Scheuerstellen sind so programmiert. Davon abgesehen, trocknen Baum­woll­socken selbst in langen Pausen nicht richtig ab und fangen rasch an zu müffeln. Besser: Socken aus einem luftig gestrickten Merinowoll-Mischgewebe, wie sie etwa Icebreaker, Smartwool, Teko oder Woolpower anbieten. Achten Sie auf festen, faltenfreien Sockensitz, und wählen Sie das Paar im Zweifel eine Nummer zu klein – dann sitzen die Socken richtig.

3. Innereien tauschen

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Superfeet
Superfeet Green

Selbst teure Wanderstiefel besitzen ab Werk oft nur unzureichende Einlegesohlen. Wer sie gegen hochwertige, individuell anpassbare Sohlen austauscht, wird begeistert sein von der enormen Komfortsteigerung. Zwar sind für ein gutes Einlagenpaar 30 bis 50 Euro fällig, aber der Betrag zahlt sich ab dem ersten Schritt aus – zumal man die Sohlen für verschiedene Schuhe nutzen kann. Wichtig: Auch bei Einlegesohlen kommt es auf Passform und persönliches Empfinden an, weshalb man um ein Anprobieren nicht herumkommt.

4. Sauber schnüren

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Benjamin Hahn
Der outdoor-Instructor erklärt, wie Sie die maximale Gehperformance aus Ihren Schuhen herausholen.

In den ersten zehn, zwanzig Minuten auf Tour spielen sich Füße und Schuhe aufeinander ein. Die Folge: Die Schnürung lockert sich etwas, der Schuh sitzt nicht mehr so fest, wie er sollte. Ziehen Sie deshalb spätestens eine halbe Stunde nach dem Loslaufen die Schnürsenkel noch einmal richtig fest – erst dann bieten die Schuhe perfekten Halt. Wer hingegen mehr Beweglichkeit im Schaft wünscht, kann bei Stiefeln mit Blockierhaken in Knöchelhöhe nur den unteren Schaft fest schnüren, den oberen hingegen problemlos locker lassen. Das empfiehlt sich vor allem auf einfachen Wegen in der Ebene sowie bergauf, da sich die Steifigkeit reduziert.

5. Pausen richtig nutzen

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Benjamin Hahn
Tested on Tour August 2016

Bei warmem Wetter oder anstrengenden Touren können Wanderstiefel die im Schuh aufgestaute Feuchtigkeit nicht mehr vollständig nach außen ableiten. Ein Groß­teil verbleibt im Socken – bei guten Socken allerdings auf deren Außenseite. Bei längeren Pausen empfiehlt es sich deshalb, die Schuhe auszuziehen, die Einlegesohlen herauszunehmen und die Socken zu lüften. Bei gutem Wetter reicht eine gute halbe Stunde, um Funktionssocken zu trocknen.

Wanderschuhe putzen und pflegen - unsere Tipps

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