OD-0812 Rucksacktest-Titel (jpg) Ralf Bücheler
OD-0812-Rucksacktest-Arcteryx-Kata (jpg)
OD-0812-Rucksacktest-Bach-Shield-45-ocean (jpg)
OD-0812-Rucksacktest-Deuter-Guide-40plus (jpg)
OD-0812-Rucksacktest-Fjaellraeven-Funaes (jpg)
OD-0812-Rucksacktest-Gregory-Savant (jpg) 14 Bilder

Rucksack-Test: Tourenrucksäcke mit 42 bis 54 Liter Volumen im Test

Tourenrucksäcke im Test 2012

Erst mit einem guten Tourenrucksack machen Wanderungen richtig Spaß. Neun Rucksäcke zwischen 130 und 200 Euro und einem Volumen von 42 bis 54 Liter im Test. Plus: Video und Tipps zum Rucksack anpassen.

Hinweis: Einen tagesaktuellen Preisvergleich zu den hier getesteten Rucksäcken finden Sie unten auf dieser Seite.

Kompletten Artikel kaufen
od-0815-trekkingrucksack-test-teaserbild Sarek Trekkingrucksack packen Boris
outdoor-Bestenliste: Rucksäcke
Sie erhalten den kompletten Artikel (inkl. PDF, 2 Seiten)
0,99 €
Jetzt kaufen

Verbringt man auf Mehrtagestouren etwas Zeit damit, die Ausrüstung anderer Outdoorer unter die Lupe zu nehmen, stellt man fest: Gute Wanderstiefel und eine vernünftige Funktionsjacke gehören zur Standardausstattung. Mit dem Rucksack nehmen es die meisten dagegen nicht so genau. Manche Rucksäcke haben schon fast so viele Jahre auf dem Buckel wie ihre Besitzer und zerren mit ihren schmalen Trägern an den Schultern, das unbelüftete Rückenpolster klebt am nass geschwitzten Rücken, ­einen Hüftgurt gibt es nicht. Andere stolpern gebeugt von der Last ihrer schrankgroßen Trekkingrucksäcke durch die Landschaft - und verpassen einiges entlang des Wegs, weil sie verbissen weiterkämpfen, um rechtzeitig die Hütte zu erreichen. Wieder andere starten mit hoffnungslos überladenen Tagesrucksäcken, an denen jede Menge Ausrüstung ­außen herumbaumelt. Dadurch schwanken die Daypacks bei jedem Schritt wie ein Schiff im Sturm und bringen ihren Träger aus dem Tritt. Kein Wunder, dass viele Wanderer über Nackenschmerzen oder Scheuerstellen klagen.

Dabei müsste es gar nicht so weit kommen: Dank ständiger Weiterentwicklungen tragen sich moderne Tourenrucksäcke traumhaft komfortabel, so die Erkenntnis des aktuellen outdoor-Tests von neun Modellen zwischen 130 und 200 Euro.

Tourenrucksäcke im outdoor-Test 2012
Tourenrucksäcke im outdoor-Test 2012

Das Testfeld im Praxiseinsatz

Mit einem Volumen von 42 bis 54 Liter bieten die neun Tourenrucksäcke im Test deutlich mehr Platz als klassische Wanderrucksäcke, ihre aufwendigen Tragesysteme mit stabilen Hüftgurten kommen auch mit Lasten um die 15 Kilo noch klar - was in vergangenen outdoor-Tests nicht immer der Fall war. So viel Gewicht kommt aber zusammen, wenn man mehrere Tage von Hütte zu Hütte wandert, für die gesamte Familie Lastesel spielt oder mit leichtem Gepäck übers Wochenende mit dem Zelt loszieht. Außerdem haben die getesteten Tourenrucksäcke im Vergleich zu früheren Tests abgespeckt. Die Rucksäcke wiegen im Schnitt nur 1,6 Kilo – und sind damit rund 35 Prozent leichter als die noch größeren Trekkingrucksäcke. Das leichteste Modell im Feld, der Fjällräven Funas 45, bringt ­sogar nur 1320 Gramm auf die Waage. Auch lassen die neun getesteten Tourenrucksäcke durch ihre weniger steifen Tragesysteme und kleineren Packsäcke mehr Bewegungsfreiheit zu als ihre großen Brüder. Alles in allem spart das Kraft, und man kommt mit diesen Rucksäcken entspannter ans Ziel.

Trotzt der insgesamt sehr überzeugenden Leistung des Testfelds hat jeder der neun Tourenrucksäcke mehr oder weniger ausgeprägte Stärken - das zeigt der mehrtägige Praxistest im Donautal. Rund um Stetten am Kalten Markt herrschen ideale Bedingungen: Auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb wechseln schmale, verwurzelte und steinige Pfade mit Forst- oder Waldwegen, auf denen man mit weitem Schritt schnell vorankommt – trotz der 15 Kilo Beladung, die in jedem der Rucksäcke stecken. Ausrüstungsredakteur Boris Gnielka gibt dem Testteam Instruktionen für den ersten Check: "Achtet darauf, ob euer Rucksack bei zügiger Gangart ­Bewegungen mitmacht oder einengt."

Am besten schlagen sich in diesem Punkt die Modelle von Bach, Vaude und Osprey, die insgesamt die flexibelsten Tragesysteme bieten. Der Rest des Felds folgt mit etwas Abstand, ohne jedoch negativ aufzufallen. (Alle Ergebnisse im Überblick finden Sie auf Seite 2)

Rucksack-Test: Die Passform

So passen Sie Ihren Rucksack optimal an Rucksäcke anpassen einstellen Ratgeber Alustrebe Trekkingrucksack einstellen
So passen Sie Ihren Rucksack optimal an Rucksäcke anpassen einstellen Ratgeber Alustrebe Trekkingrucksack einstellen

Unterhalb der über 120 Meter hohen Schaufelsen, der höchsten Felsen Deutschlands außerhalb der Alpen, muss das Team steile Hänge queren. Hier zählt vor allem eine gute Lastkontrolle, sonst verliert man in dieser kniffeligen Passage schnell das Gleichgewicht: »Sitzt wie festgeklebt am Rücken«, ist sich die Testcrew beim Osprey Kestrel einig. Doch auch die anderen acht Modelle schneiden kaum schlechter ab. Unten im Tal tauscht die Testcrew zum wiederholten Mal die Rucksäcke. Bei jedem Wechsel überprüfen die outdoor-Redakteure, ob der Rucksack optimal sitzt – nur dann lässt sich das Trageverhalten beurteilen. Manchmal lässt sich oft noch etwas herausholen, indem man die Alustrebe(n) im Rücken exakt an den Träger anpasst. Wie das genau funktioniert, zeigen wir im Video:

Außerdem muss der Rucksack perfekt gepackt sein: Schwere Ausrüstung wie beispielsweise Trinkblase, Essen oder Waschbeutel kommt vom Bodenfach bis auf Höhe der Schulterblätter möglichst nah an die Rückenplatte, mit den leichteren Sachen (Schlafsack, Isomatte, Ersatzbekleidung, Handtuch etc.) stopft man das Volumen davor aus. Zum Schluss zieht der Lademeister die Kompressionsriemen an, um die Beladung endgültig zu stabilisieren. Nun schmiegt sich der Rucksack so komfortabel wie eine zweite Haut an den Rücken, "jetzt wackelt und drückt nichts mehr", wie outdoor-Internetredakteur Ralf Bücheler sagt.

Rucksack-Test: Der Ventilations-Check

Erbarmungslos brennt die Sonne vom Himmel, und schon nach kürzester Zeit bemängelt Testerin Sina Choma beim Modell von Gregory die schwache Belüftung. Die anderen Gregory-Träger stimmen ihr zu und präsentieren ihre klitschnassen Rücken. Dass es besser geht, beweist beispielsweise der Bach Shield 45. Seine recht luftigen Polster liegen nur auf einem je fünf Zentimeter breiten Streifen rechts und links der Wirbelsäule an, dazwischen sorgt ein Kanal für Luftzirkulation. Ansonsten liegt die Ventilation im Feld auf einem ­ordentlichen Niveau - selbst wenn es mal wieder steil bergauf in Richtung Albhochfläche geht. (Alle Ergebnisse im Überblick finden Sie auf Seite 2)

Tagesaktueller Preisvergleich für die getesteten Rucksäcke (sofern Angebote vorhanden)

Die getesteten Rucksäcke mit allen Testdaten im Detail:

OD-0812-Rucksacktest-Arcteryx-Kata (jpg)
Trekkingrucksäcke
OD-0812-Rucksacktest-Bach-Shield-45-ocean (jpg)
Trekkingrucksäcke
OD-0812-Rucksacktest-Deuter-Guide-40plus (jpg)
Trekkingrucksäcke
OD-0812-Rucksacktest-Fjaellraeven-Funaes (jpg)
Trekkingrucksäcke
OD-0812-Rucksacktest-Gregory-Savant (jpg)
Tagesrucksäcke
OD-0812-Rucksacktest-Lundhags-Fjell-Light (jpg)
Trekkingrucksäcke
OD-0812-Rucksacktest-Osprey-Kestrel (jpg)
Tagesrucksäcke
OD-0812-Rucksacktest-Tatonka-Leon-Plus (jpg)
Trekkingrucksäcke
OD-0812-Rucksacktest-Vaude-Challenger (jpg)
Trekkingrucksäcke

Testfazit und Ergebnisse

Passt der Rucksack nicht zur Statur, können die Gurte oder die Rückenplatte unangenehm drücken. Weniger entscheidend ist die Ausstattung der Tourenrucksäcke mit ­Taschen oder Fächern. Im Testteam zeichnet sich aber eine klare Tendenz ab: Während die Bergsteiger eher schlichte Rucksäcke mögen wie etwa von Vaude oder Deuter, bevorzugen die meisten Wanderer die üppiger ausgestatteten Modelle. "Mit keinem Modell im Testfeld macht man einen Fehler - sofern der Rucksack passt", fasst Redakteur Gnielka die Ergebnisse zusammen. Deshalb sollten Sie den Rucksack erst kaufen, wenn Sie ihn mit Beladung ausprobiert haben.

Auch spielt der Einsatzbereich eine wichtige Rolle bei der Wahl des richtigen Rucksacks. Wenn Hochtouren mit längeren Gletscherpassagen auf dem Plan stehen, entscheidet man sich am besten für die Tourenrucksäcke von Vaude oder Deuter. Wandern Sie dagegen vor allem von Hütte zu Hütte oder nehmen übers Wochenende auch mal ein leichtes Zelt mit, sind der Bach Shield oder der Osprey Kestrel ideal. Der minimalistische Fjällräven Funas empfiehlt sich für alle, die einen sehr leichten Tourenpartner suchen.

Rucksäcke im Test 2012 - Tourenrucksäcke

OD-0812-Rucksacktest-Arcteryx-Kata (jpg)
OD-0812-Rucksacktest-Arcteryx-Kata (jpg) OD-0812-Rucksacktest-Bach-Shield-45-ocean (jpg) OD-0812-Rucksacktest-Deuter-Guide-40plus (jpg) OD-0812-Rucksacktest-Fjaellraeven-Funaes (jpg) 14 Bilder

Die Testergebnisse im Überblick:

Rucksack / Link zum Testbericht Packvolumen in Liter Preis Testurteil
Bach Shield 45 (Kauftipp) 48+6 130 Euro Sehr gut
Fjällräven Funas 45 (Kauftipp) 43+6 140 Euro Sehr gut
Vaude Challenger 45+10 (Kauftipp) 43+7 150 Euro Sehr gut
Deuter Guide 45/40 SL 36+8/34+8 140 Euro Sehr gut
Lundhags Fjell Light 50 53 200 Euro Sehr gut
Osprey Kestrel 48 34+10 140 Euro Sehr gut
Tatonka Leon Plus 53 150 Euro Sehr gut
Gregory Savant 38 38 150 Euro Gut
Arcteryx Kata 45 37+7 200 Euro Gut//

Tagesaktueller Preisvergleich für die getesteten Rucksäcken (sofern Angebote vorhanden)

OD_0711_Rucksacktest_BEN9043 (jpg)
Camp & Equipment

Praxis-Tipp: Rucksack anpassen

So passen Sie Ihren Rucksack optimal an Rucksäcke anpassen einstellen Ratgeber Alustrebe Trekkingrucksack einstellen
So passen Sie Ihren Rucksack optimal an Rucksäcke anpassen einstellen Ratgeber Alustrebe Trekkingrucksack einstellen
Zur Startseite
Rucksäcke Trekkingrucksäcke od-0619-leichtausruestung-deuter-aircontact (jpg) Rucksäcke Testbericht: Deuter Aircontact Lite 50+10/45+10 SL

Der Trekkingrucksack Deuter Aircontact Lite bietet gute Trageeigenschaften.

Mehr zum Thema Tourenrucksäcke kaufen: Top-Modelle
Tagesrucksäcke
od-0119-wanderrucksack-test-cruz-ak47 (jpg)
Trekkingrucksäcke
od-0119-wanderrucksack-test-exped-lightning (jpg)
Trekkingrucksäcke
od-0119-wanderrucksack-test-osprey-levity-lumina (jpg)
Trekkingrucksäcke