OD Musher Hundeschlitten Winter © Emmanuel Yankey / PIXELIO

Die besten Winter-Abenteuer in Europa

Wintererlebnisse von Grindelwald bis Sibirien

Der Winter ist viel zu schön, um ihn zu Hause zu verbringen. outdoor zeigt Ihnen, wie Sie die weiße Jahreszeit von ihrer besten Seite erleben – ganz ohne Skifahren.

Der »reiche See«, die »Perle Sibiriens«, das »heilige Meer«: So nennen die Russen den Baikal, der sich gut 5000 Kilometer östlich von Moskau im Herzen von Sibirien erstreckt. Die Weite des Baikal-Sees in Sibirien erlaubt ein grenzenloses Schlittschuhvergnügen. Go East bietet viertägige Touren von Irkutsk aus an.

Die authentischste Art, die Wildnis nördlich des Polarkreises im Winter zu bereisen, ist eine Mehrtagestour per Rentierschlitten, zum Beispiel von Jukkasjärvi aus. Dabei lernen Teilnehmer nicht nur den Umgang mit den Tieren, vom Füttern über das Einspannen bis zum Lenken des Gespanns, sondern erhalten auch ungefilterte Einblicke in die samische Kultur. Die Mahlzeiten aus Rentierfleisch, Fisch, Beeren und Pilzen kommen direkt vom offenen Feuer, übernachtet wird – natürlich – auf Rentierfellen in einem Holzhaus im samischen Dorf oder in einem beheizten »Làvuu«, dem traditionellen Rundzelt.

Wer die Kunst des Eisfischens erlernen möchte, ist zum Beispiel am Melch- und am Tannensee im Schweizer Kanton Obwalden an der richtigen Adresse.

Wer die Faszination Hundeschlitten erleben möchte, muss nicht in den hohen Norden reisen: Musher-Kurse gibt es auch im Bayerischen Wald.

Ein unvergessliches Erlebnis für Geschwindigkeitsfreaks: mit einem Rennbob durch die Schikanen und Steilkurven eines Eiskanals sausen. Möglich ist das beispielsweise an der Bobbahn Königssee, der ersten Kunsteisbahn der Welt.

Eins der außergewöhnlichsten Bauwerke der Welt steht in Finnland: das bis zu 20.000 Quadratmeter große SnowCastle, eine imposante Burg, komplett aus Schnee und Eis. Wer selbst einmal Eiskunstwerke produzieren will, sollte mal einen Eismeißelkurs, zum Beispiel in der Schweiz belegen.

Oder wie wäre es einfach mal mit Schneeschuh & Co. im Montafon ... outdoor hat für Sie interessantesten Wintererlebnisse abseits der Loipen und Skipisten aufgespürt. Ob auf dem Hundeschlitten, Rennbob oder beim Eisfischen: So wird der Winter ein Traum.

Mehr Infos über die einzelnen Winterabenteuer finden Sie auf den Folgeseiten.

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Video: Häufige Irrtümer auf Wintertouren

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Iglu-Camp in der Schweiz: outdoor war dabei

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Schlittschuhwandern auf dem Baikal-See

Der »reiche See«, die »Perle Sibiriens«, das »heilige Meer«: So nennen die Russen den Baikal, der sich gut 5000 Kilometer östlich von Moskau im Herzen von Sibirien erstreckt. Das Gewässer von der Größe Belgiens vereint gleich eine Reihe von Superlativen: Mit einer Tiefe von über 1600 Metern ist der Baikal nicht nur der tiefste See der Welt, er gilt auch als der älteste und sauberste. Eine Reise zum Naturwunder lohnt zu jeder Jahreszeit, Kenner aber schwören auf die einzigartige Atmosphäre zwischen Januar und April: Dann erlaubt die extrem klare Luft Blicke über Kilometer, die Wasseroberfläche verwandelt sich in einen teils über einen Meter dicken Spiegel aus fast durchsichtigem Eis. Die Weite des Sees erlaubt ein grenzenloses Schlittschuhvergnügen, für Abwechslung sorgen die von zerklüfteten Bergen und wilder Tundra gesäumten Küsten. Der Veranstalter Go East bietet viertägige Touren von Irkutsk aus an, die von Buguldejka zum südlich gelegenen Listwjanka führen, mit bis zu 55 Kilometer langen Etappen. Übernachtet wird in Hütten am Ufer.

Anreise: Transsibirische Eisenbahn (www.transsib.de)
Kosten: ab 427 Euro
Info: www.go-east.de
outdoor-Tipp: Skibrille und Fettcreme fürs Gesicht

Rentierschlitten in Schwedisch-Lappland

Schnee überzieht die Wälder und geschwungenen Bergrücken wie feiner Puderzucker, Stille liegt über dem Land. Nur leises Getrappel und das Schnaufen der Rentiere durchdringt sie. In gemächlichem Tempo ziehen sie die Schlitten über die knirschende Schneedecke. In den sanft schaukelnden Gefährten kuschelt man sich in dicke Felldecken und genießt die Weite Schwedisch-Lapplands wie in einem Wintermärchen. Keine Frage: Die authentischste Art, die Wildnis nördlich des Polarkreises im Winter zu bereisen, ist eine Mehrtagestour per Rentierschlitten, zum Beispiel von Jukkasjärvi aus. Dabei lernen Teilnehmer nicht nur den Umgang mit den Tieren, vom Füttern über das Einspannen bis zum Lenken des Gespanns, sondern erhalten auch ungefilterte Einblicke in die samische Kultur. Die Mahlzeiten aus Rentierfleisch, Fisch, Beeren und Pilzen kommen direkt vom offenen Feuer, übernachtet wird – natürlich – auf Rentierfellen in einem Holzhaus im samischen Dorf oder in einem beheizten »Làvuu«, dem traditionellen Rundzelt.

Voraussetzung: normale Kondition, Abenteuer- und Teamgeist
Ausrüstung: volle Winterausrüstung, Rucksack, Thermoskanne
Anbieter: z.B. www.skandinavientrips.de
Preise: ab 2098 Euro inklusive Flug für eine Sechstagestour

Eisfischen in der Schweiz

Ein zugefrorener Bergsee, umgeben von schneebedeckten Gipfeln. In seiner Mitte sitzt ein Mann geduldig auf einem Schlitten. Seine Augen fixieren ein kleines Loch, das er in die Eisdecke gebohrt hat, in den Händen ruht eine kurze Rute. Ein plötzliches Zucken an der Schnur, und schon hält der glückliche Angler eine stattliche Forelle in den Händen. Landet sie in einer kanadischen Pfanne? Kommt der leckere Fang in Nordskandinavien auf den Tisch? Nein, in der Schweiz. Denn auch dort wird Eisfischen immer beliebter. Wer die Kunst erlernen möchte, ist zum Beispiel am Melch- und am Tannensee im Kanton Obwalden an der richtigen Adresse. Dort bietet der Tourismusverein Melchsee-Frutt Tageskurse an, bei denen man lernt, wo die fischreichsten Stellen liegen, wie man ein Eisloch bohrt und welche Angelmethoden die besten Chancen auf fette Beute bieten. Und wenn trotz professioneller Hilfe nichts anbeißt? Dann verbringt man den entspannten Tag in herrlicher Winterlandschaft und bestellt sich den Fisch anschließend in einem der urigen Gasthäuser vor Ort.

Kosten: 40 CHF
Infos und Termine: www.melchsee-frutt.ch
Ausrüstung: Angelzubehör, warme Kleidung, Schneeschuhe
outdoor-Tipp: Schlitten als Transport- und Sitzgelegenheit mitbringen

Musher-Kurs im Bayerischen Wald

Rasant schießt der Hundeschlitten vorwärts, zwischen den Pfoten der Huskies stiebt der Schnee. Getrieben vom unbändigen Drang zu rennen, galoppieren die Hunde über den Trail, und niemand kann sie stoppen – außer dem Musher, der das Gespann allein durch Kommandos an den Leithund steuert. Schon seit Jahrtausenden bilden Hundeschlittengespanne eine einzigartige, auf gegenseitigem Vertrauen basierende Beziehung, die in der rauen Wildnis der Polarregionen lebenswichtig war. Wer diese Faszination erleben möchte, muss nicht in den hohen Norden reisen: Auch in Deutschland widmen sich begeisterte Hundefans der Zucht und Ausbildung von Schlittenhunden. Wie Thomas Gut, der vor zwanzig Jahren im Bayerischen Wald die erste Schlittenhundeschule Deutschlands eröffnete. Auf seinem Hof bei Frauenau veranstaltet er Ausflüge, Workshops und Kurse. Die intensivste Erfahrung bietet der einwöchige Musher-Diplom-Grundkurs, bei dem man den Umgang mit einem 3er- oder 4er-Gespann von der Pike auf lernt.

Kosten:
z.B. Wochenend-Schnupperkurs ab 389 Euro, Wochenkurs ab 799 Euro
Info: www.waldschrat-adventure.de
Anforderungen: Tierliebe, normale Kondition, Teamgeist
Buchtipp: Mushing – Hundeschlittenfahren, T. Gut, Reise Know-How, 8,90 Euro

Rennbob-Taxi an der Bobbahn Königssee

Möglich ist das beispielsweise an der Bobbahn Königssee, der ersten Kunsteisbahn der Welt. Noch heute gilt die 1200 Meter lange Weltmeisterschafts- und Weltcupstrecke am Fuße des Watzmanns als eine der technisch anspruchsvollsten, doch wer sich in das viersitzige Rennbob-Taxi setzt, kann sich getrost auf die langjährige Erfahrung des Piloten verlassen. Nur eine gute Minute dauert der ungefederte Ritt wenige Zentimeter über dem blanken Eis – aber die hat es in sich: Es geht durch 14 Kurven mit furchteinflößenden Namen wie »Teufelsmühle« oder »Schlangengrube« und den 360-Grad-Kreisel des »Turbodroms«, bevor man an der senkrechten »Echowand« eine Spitzengeschwindigkeit um die 120 Stundenkilometer erreicht. Die Bobfahrer werden mit dem Sechsfachen ihres Körpergewichts in den Sitz gepresst. Im Ziel sind schlotternde Knie garantiert – und ein breites Dauergrinsen.

Voraussetzungen: körperliche Fitness, insbesondere Bandscheiben und Wirbelsäule
Kosten: 90 Euro inkl. Bob-Diplom und Überraschung
Termine: samstags und sonntags von Oktober bis März
Info: www.rennbob-taxi.de

Schneeburg in Finnland

Der glitzernde Palast, der jeden Winter in neuer Gestalt entsteht, ist nicht nur von außen schön: Im Innern entfalten kunstvoll illuminierte Strukturen und Skulpturen ihren Zauber, bei Kindern bringen die Rutsche oder das Karussell die Wangen zum Glühen, und warm ums Herz wird es Verliebten, die in der Hochzeitskapelle heiraten. Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt: Die Eisbar lockt mit finnischem Wodka, das Restaurant bringt heiße Teller mit regionalen Spezialitäten auf den kalten Tisch. Wer das coole Ambiente länger genießen will, bucht sich ein Zimmer. Keine Sorge: Die für arktische Bedingungen konzipierten Schlafsäcke halten auch bei minus fünf Grad warm; zur heißen Dusche oder Sauna bringt Sie tags darauf der kostenlose Shuttleservice.

Anreise nach Kemi:
z. B. Flug mit Finnair mit Zwischenstopp in Helsinki, ca. 400 Euro
Informationen und Anmeldung: www.visitsnowcastle.net
Kosten: Eintritt: 8 Euro; Übernachtungen: ab 140 Euro inklusive Frühstück
Öffnungszeiten: 29. Januar bis 8. April 2011, täglich von 10 bis 19 Uhr

Eisschnitzen in der Schweiz

Schwer und kantig steht er auf der Werkbank, der massive Block aus durchsichtigem Eis. Der Künstler schmeißt die kleine Kettensäge an, wirft einen Blick auf seine Skizze und macht sich an die Arbeit. Stück für Stück fallen Eisbrocken klirrend zu Boden, allmählich gewinnt der Block an Kontur. Mit behutsamen, konzentrierten Schlägen verschiedener Meißel trägt der Eisbildhauer Schicht um Schicht ab, arbeitet Details heraus und greift für den letzten Feinschliff zur Feile. Fertig ist das Kunstwerk: Aus dem groben Klotz ist ein schöner Schwan geworden, filigran wie feines Kristall. Doch wieso nur zuschauen? Mit etwas handwerklichem Geschick, der richtigen Ausrüstung und einer Portion Fantasie kann jeder Eiskunstwerke produzieren. Am einfachsten gelingt der Einstieg bei einem Eismeißelkurs, zum Beispiel in der Schweiz: Werkzeuge und Material werden gestellt, ein Profi vermittelt das nötige theoretische und praktische Know-how, und nach zwei Tagen tragen Sie Ihr Meisterstück nach Hause – am besten in einer Kühlbox.

Veranstalter: z.B. www.artonfood.com im schweizerischen Udligenswil
Kosten: 398 CHF für den zweitägigen Grundkurs
Nächste Termine: 21.–22. Februar, 11.–12. April
outdoor-Tipp: Das 28. World Snow Festival in Grindelwald besuchen (17.–22. Januar 2011, grindelwald-events.ch)

Schneeschuh & Co. im Montafon

Eingebettet zwischen den markanten Kalkfelsen des Rätikon, den Gletschern der Silvretta und der einsamen Bergwelt der Verwallgruppe erstreckt sich das Montafon, ein rund 40 Kilometer langes Alpental im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Wenn in der kalten Jahreszeit eine weiche Decke aus Pulverschnee die Bergkulisse überzieht, gibt es nichts Schöneres, als sich die Schneeschuhe anzuschnallen und auf Entdeckungstour abseits der präparierten Wege zu gehen. Ideale Ausgangspunkte sind etwa die Orte Bartholomäberg und Silbertal mit insgesamt über hundert Kilometern an markierten Schneeschuhrouten. Lieber keine Tour auf eigene Faust oder bitte mit Einweisung? Kein Problem: Täglich finden Schneeschuhwanderungen mit ausgebildeten Guides statt, auch romantische Touren bei Vollmond und im Fackellicht werden angeboten. Das Montafon bietet auch reichlich andere Möglichkeiten: mehr als 300 Kilometer Winterwanderwege, dazu über 240 Kilometer Skipisten und rund 100 Kilometer Langlaufloipen.

Anforderungen: normale Kondition
Ausrüstung: Schneeschuhverleih bei Sportgeschäften und Skischulen vor Ort
Geführte Touren: z.B. bei www.bergaktiv.org und www.outandgo.com
Allgemeine Infos und Tourenvorschläge: www.montafon.at

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