OD Zugspitze Wank Schnee Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG / Winterholler
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Schneeschuhwandern zu Füßen der Zugspitze

Weiße Magie - Schneeschuhwandern rund um die Zugspitze

Die Tiroler Zugspitzregion bezaubert Schneeschuhgeher durch kleine und große Abenteuer abseits des Pistenrummels. Wir stellen die schönsten schneeweissen Touren vor.

Am 5. Juli 1926 öffnete in Obermoos bei Ehrwald die erste Zugspitzbahn. Mit einem Mal gelangten Touristen von Tirol aus ohne körperliche Anstrengung auf das seit 1897 existierende Münchener Haus auf dem höchsten Berg Deutschlands.

Schon ohne den Lift zählte man dort 10000 Gäste im Jahr. Man konnte damals also schon ahnen, was noch kommen würde: eine unterirdische Zahnradbahn nach dem Vorbild der Jungfraubahn in der Schweiz wurde 1930 eröffnet, 1962 eine weitere Kabinenbahn, die Eibseebahn. Schon seit 1949 existierte das Skigebiet am Zugspitzplatt, das heute fünf Schlepplifte und eine Sesselbahn umfasst.

Die schönsten Schneeschuhwanderungen rund um das Zugspitzmassiv:

Tour 1: Rund um die Zugspitze: Auf den Thörlen, 1540 m
Tour 2: Rund um die Zugspitze: Seebensee, 1657 m
Tour 3: Rund um die Zugspitze: Am Brand, 2130 m
Tour 4: Rund um die Zugspitze: Kleines Pfuitjöchle, 2133 m

Keine Frage, das Zugspitzmassiv mit seinen Gletschern zählt zu den am besten erschlossenen Gebirgsstöcken der Alpen. Doch von dem prominenten Namen profitiert man auch im Tal. Um die Dörfer Ehrwald und Lermoos, in der sogenannten »Tiroler Zugspitzarena«, gibt es insgesamt über 150 Kilometer Abfahrtspisten und über 100 Kilometer gespurte Trassen für Langläufer. Und mit jedem Lift und jeder Spur steigt das Bedürfnis nach Einsamkeit, das Verlangen, auch abseits der Pisten die Erhabenheit der Berge zu genießen.

Touren

OD Zugspitze
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OD Zugspitze Kapelle
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Schneeschuhwandern am höchsten Berg Deutschlands

Seit ein paar Jahren kommt dabei wieder ein uraltes »Wintersportgerät« in Mode: Schneeschuhe. Waren es damals Jäger oder Wilderer, die mit Schneereifen und Schrotflinte durch Bergwald und Hochkare streiften, auf der Suche nach Birkhahn, Gämse oder Schneehase, ist die alte Tradition längst zum Selbstzweck geworden: Viele machen sich auf, um allein oder in trauter Gruppe die Majestät einer verschneiten Bergwelt zu genießen, legen ihre Spuren in den unberührten Schnee und geben sich dem Reiz des kleinen Abenteuers hin.

Die schönsten Schneeschuhwanderungen rund um das Zugspitzmassiv:

Tour 1: Rund um die Zugspitze: Auf den Thörlen, 1540 m
Tour 2: Rund um die Zugspitze: Seebensee, 1657 m
Tour 3: Rund um die Zugspitze: Am Brand, 2130 m
Tour 4: Rund um die Zugspitze: Kleines Pfuitjöchle, 2133 m

Und von denen findet man aller Pisten und Loipen zum Trotz immer noch genug. Wie etwa auf den Thörlen, einem von eiszeitlichen Gletschern geschliffenen, welligen Plateau zwischen dem Garmischer Eibsee und Ehrwald in Tirol. Viele Lichtungen durchbrechen hier einen mit bis zu 30 Meter hohen Tannen bestandenen Hochwald. Schon im Sommer ist er recht einsam, doch im Winter lässt sich hier kaum eine Menschenseele blicken. Im Osten ragt die in der Zugspitze (2962 m) kulminierende Wetterwand als permanenter Bezugspunkt über dem Schneeschuhwanderer auf. Gegenüber im Westen steht, als höchster Gipfel des Ammergebirges, der kecke Spitz des Daniels (2340 m), das »Garmischer Matterhorn«. Und im Süden sieht man über der gleißenden Ebene des von Loipen und Winterwanderwegen durchzogenen Lermooser Beckens das in den Himmel stoßende Felshorn der Mieminger Sonnenspitze (2417 m; das »Ehrwalder Matterhorn«), während die Lechtaler Gartnerwand (2376 m) in finsterem Schatten verharrt. Schneeschuhgeher spuren abgekapselt wie in einem Raum-Zeit-Kokon durch den vier Quadratkilometer großen, auf über 1500 Meter Höhe liegenden Wald. Ein einsamer Hochgenuss.

OD Zugspitze Alpenblick pixelio
© Daniel Litzinger / PIXELIO
Für einen Ausflug auf den höchsten Berg Deutschlands wird man mit einem Ausblick auf über 400 Alpengipfel belohnt.

12 Winter-Softshelljacken im Test

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OD Zugspitze Hexenkessel
Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG
Berüchtigte Verkehsknoten des Skizirkus wie den Hexenkessel im Garmisch Classic Gebiet lässt man als Schneeschuhgeher linsk liegen und genießt die Abgeschiedenheit der verschneiten Landschaft.

Ganz anders bei den beiden Touren um die Ehrwalder Alm. Wer von Ehrwald, südwestlich der Zugspitze gelegen, mit einer Gondel ostwärts dorthin hinaufschwebt, den erwartet erst einmal ein richtiger Skizirkus. Von Kinderliften und Skihütten schallen rustikale Melodien, Freunde von DJ-Ötzi und Après-Ski werden ihre Freude haben. Alle anderen bewegen sich schnellstmöglich hangaufwärts neben der Loipenspur des Knappensteigs in den tief verschneiten Wald um den Igelsee – wo ein Wintertraum wahr wird. Der Rummel ist angesichts schneegekrönter Tannen und dem weißen Spiegel des Sees schnell vergessen. Durch lichte Bäume gelangt man unterhalb von verschneiten Schrofenflanken weiter zur aussichtsreichen Seebenalm und zum Seebensee (1657 m), mitten im schroffen Herz der westlichen Mieminger Kette gelegen. Spätestens hier sollten sich Wanderer zwischen den zerrissenen Kalkflanken ein sonniges Plätzchen suchen, die Brotzeit auspacken und einmal in Ruhe die klare Winterluft atmen. Gegenüber schießt fast senkrecht 800 Meter die Wettersteinwand in den Himmel.

Unterhalb fällt der Blick auf die neueste Errungenschaft des Ehrwalder Skigebiets: den Sessellift, der von der Ehrwalder Alm zum Issentalköpfl (1925 m) führt. Östlich davon bleibt für Schneeschuhgeher wieder weiße Weite: Zwei Kilometer breit liegt hier das Gaistal zwischen den vorgelagerten Felsköpfen der Mieminger Kette mit ihren weiß eingebetteten Karen und den Wänden des Wettersteins - eine Szenerie wie aus einem Kitschfilm. Und nicht von ungefähr hatte der Heimatromancier Ludwig Ganghofer hier ein Jagdrevier gepachtet. Gut möglich, dass er hier mit illustren Gästen wie Ludwig Thoma, Rainer Maria Rilke, Hugo von Hofmannsthal oder Richard Strauss im Winter die ein oder andere Schneeschuhtour unternahm.

Panorama Pur: Schneeschuhwanderungen im Tiroler Grenzgebiet

Wahrscheinlich wären die Künstlerseelen mit der nächsten Tour jedoch etwas überfordert gewesen: eine gerade Aufstiegsspur führt auf die bewirtete Hochfeldernalm (1732 m), unter den zerklüfteten Gatterlköpfen. Wer genügend Energie übrig hat, steigt hier weiter auf die Bergschulter »Am Brand« (2130 m). Das Panorama ist wild: Im Süden lassen die Nordwände der Mieminger Kette einem förmlich das Blut gefrieren, im Osten aufgereiht die Kalkmauern des Teufelsgrats.

Die schönsten Schneeschuhwanderungen rund um das Zugspitzmassiv:

Tour 1: Rund um die Zugspitze: Auf den Thörlen, 1540 m
Tour 2: Rund um die Zugspitze: Seebensee, 1657 m
Tour 3: Rund um die Zugspitze: Am Brand, 2130 m
Tour 4: Rund um die Zugspitze: Kleines Pfuitjöchle, 2133 m

Eher mild als wild grüßt der ungewöhnlich gleichmäßig abfallende Danielkamm der Ammergauer Alpen von Westen herüber. Die weiße Flanke ist im Winter ziemlich lawinengefährdet. Nicht umsonst heißt ein zu deren Füßen auf der Wasserscheide zwischen Isar und Lech liegendes Dorf Lähn (»Lawine«): Der Ort wurde 1458 und 1689 von Lawinen zerstört. Heute schützt ihn ein Wall vor weißen Katastrophen aus dem darüber gelegenen Wiestal. In sicherer Distanz zum potenziellen Desaster bewegen sich Schneeschuhgeher auf der Route zum Pfuitjöchle (2133 m), einem recht lawinensicheren Gipfelchen, das bei fast jedem Wetter begangen werden kann. In der Regel trifft man hier auch auf die Spuren von Skitourengehern, bis das Gelände steiler wird. Schneeschuhgeher watscheln wie die Enten im »Duckstep« steil bergauf, Skitourengeher weichen auf eine weniger steile Flanke aus. Und so herrscht auf dem beliebtesten Skitourenberg der Region plötzlich Ruhe. Ohne Serpentinen beißt man sich mit zackenbewehrten Alpinschneeschuhen direkt auf den unbekreuzten Gipfel. Wie die Südhänge unter der gegenüberliegenden Hochschrutte gleißen!

Im Süden stechen die steilen Hänge der aus den Lechtaler Alpen herausragenden Bleispitze (2225 m) ins Auge – beim Anblick des ausgesetzten und steilen Gipfelgrats wird klar: Eine Besteigung mit Schneeschuhen bleibt Könnern vorbehalten. Die Schneemassen locken zuweilen auch eine andere Gattung Schneeschuhgeher an. Sie wirken wie Wesen von einem anderen Planeten und tragen Skibrille, Helm und Protektoren: Snowboarder schinden sich, wenn das Wetter mitmacht, mit ihren Swallowtails auf dem Rücken bis zum Gipfel, um über die von der Sonne sahneweich aufgefirnten Südhänge abzusurfen. Auch sie suchen Einsamkeit und Unabhängigkeit; nur vielleicht mehr den schnellen Kick als das meditative Dahinziehen. Doch wie immer die Präferenzen auch sind – Platz genug bleibt in der Tiroler Zugspitzregion für jeden: ob Schneeschuhgeher, Snowboarder, Skifahrer oder Langläufer.

OD Zugspitze Kapelle
Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG
Höchster Wallfahrtsort Deutschlands: die Kapelle auf der Zugspitze.

Die besten Funktionsjacken für den Herbst

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Rund um die Zugspitze: alle Planungsinfos für Schneeschuhtouren

Die schönsten Schneeschuhwanderungen rund um das Zugspitzmassiv:

Tour 1: Rund um die Zugspitze: Auf den Thörlen, 1540 m
Tour 2: Rund um die Zugspitze: Seebensee, 1657 m
Tour 3: Rund um die Zugspitze: Am Brand, 2130 m
Tour 4: Rund um die Zugspitze: Kleines Pfuitjöchle, 2133 m

Allgemein
Die Schneeschuhtouren der »Tiroler Zugspitzarena« lassen sich in zwei Typen unterteilen: Östlich der durch das fünf Quadratkilometer große Lermooser Becken fließenden Loisach, d. h. rund um Ehrwald, sind die Routen eher leicht und führen allenfalls auf niedrige Gipfel. Westlich dieser Linie sind die Routen steiler, anspruchsvoller und folgen teils Skirouten bis zum 2000er-Gipfel. Auf solchen Gipfeltouren sollten Schneeschuhgeher vorher die Lawinengefahr prüfen und gegebenenfalls auf die lawinengefährdeten Passagen im Gipfelbereich verzichten.

Beste Zeit
In der Region finden sich Schneeschuhtouren für alle Wintermonate, sprich von Mitte Dezember bis April.

Anreise
Von München auf der A 95 und B 2 Richtung Garmisch-Partenkirchen, hinter dem Farchant-Tunnel rechts ab Richtung Fernpass. Hierbei durch den Ortsteil Garmisch und über die österreichische Grenze zum Lermooser Becken. Hinter dem Eisenbahnviadukt kurz links nach Ehrwald oder rechts nach Lermoos. ÖV: Von München mit der Bahn nach Garmisch-Partenkirchen und mit der Regionalbahn Richtung Reutte bis Ehrwald-Zugspitzbahn und per Bus weiter oder weiter nach Lermoos beziehungsweise Lähn.

Übernachtung
Übernachtet wird ausschließlich im Tal. Betten lassen sich nach Zusendung eines Prospekts auf der Website des Tourismusverbands der Tiroler Zugspitzarena oder von dessen dort anklickbaren Unterverbänden buchen.

Info
Tiroler Zugspitzarena, Am Rettensee 1, A-6632 Ehrwald, Tel. 0043/5673/20000.

Bergbahn
Ehrwalder Almbahnen, Tel. 0043/5673/2468, www.zugspitze.at,
Winterbetrieb Mitte Dezember 2009 (schneeabhängig) bis 11.4.2010, täglich von 8.30 bis 16.30 Uhr.

Lawinenlage
www.lawine.at/tirol/

Karten
AV-Karte Nr. 4/2 »Wetterstein – Mieminger Gebirge/Mittleres Blatt«; 1 : 25000, und Nr. 4/1 »Wetterstein – Mieminger Gebirge/Westliches Blatt«, je 9,80 Euro; Bayer. LVA UK L 31 »Werdenfel­ser Land«, 1 : 50000, 6,60 Euro.

Buchtipp
Christian Schneeweiß: »Die schönsten
Schneeschuhtouren«, Bruckmann-Verlag München, 19,90 Euro.

OD Zugspitze Karte
Zugspitze Karte
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