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Ski- und Snowboard-Fun im Park - so sind Sie sicher unterwegs

Diese Regeln für Freestyler vermeiden Unfälle

Slopestyle, das sind Kombinationen aus großen Sprüngen und technischen Trickkombinationen sowohl für Skifahrer als auch Snowboarder. Was es dabei zu beachten gilt und wie man sich sicher an Kicker & Co. heranwagt, verrät das Bundeslehrteam Snowboard des DSV.

Eine Szene, wie sie tagtäglich zu erleben ist: Vater und Sohn möchten sich auch mal in den Funpark wagen, nichts riskieren, nur reinschauen und durchrutschen. Die großen Kicker – Sprünge mit bis zu 20 Metern Distanz – beeindrucken sie. Sie wollen ganz nah dabei sein und stellen sich neben den Kicker.

Nachdem einige Sprünge bestaunt wurden, wollen sie weiter und rutschen in langsamem Tempo den steilen Landehügel hinunter – was ein unberechenbares Risiko darstellt und tunlichst zu vermeiden ist, denn jeden Moment kann ein Sportler angeflogen kommen – nichts ahnend, dass sich im Landebereich zwei Menschen aufhalten. Dabei sind Risiken und Unfälle vermeidbar, wenn man sich an die wichtigsten Grundsätze hält.

Allgemeines Verhalten im Park

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DSV
Ski Snowboard DSV Funpark Regeln

Wie im gesamten Skigebiet gelten auch im Funpark die zehn FIS-Verhaltensegeln für die Piste.

Zusätzlich sind im Funpark sogenannte „Parkrules“ zu beachten. An jedem Parkeingang sollte eine Warntafel mit diesen Verhaltensregeln angebracht sein. Wichtigster Grundsatz: Gefahrenzonen wie Absprung- und Landezonen sind unbedingt zu meiden.

Möchte man aktiv an dem Geschehen teilnehmen, gilt es, sich in den geregelten Betrieb einzuordnen. Dazu gehört, dass man sich an die Reihenfolge hält und die Anfahrt auf ein Element mit Handzeichen ankündigt.

Zur Sicherheit nur mit Helm

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Ski Snowboard DSV Funpark Regeln

Sicherheitsausrüstung ist ein absolutes Muss im Park! Ohne Helm geht dort nichts. Auch ein Rückenprotektor sowie ein Schutz im Hüft- und Oberschenkelbereich (Crashpant) ist empfehlenswert. Das Sturzrisiko ist beim Erlernen von Tricks grundsätzlich gegeben – da beim Slopestyle Hindernisse wie Boxen und Rails überwunden werden, helfen Protektoren dabei, sich vor ernsthaften Prellungen zu schützen.

Bei der Wahl des richtigen Snowboards kommt es ganz auf die Ausrichtung des Sportlers an. Im Anfängerbereich lassen sich mit einem Allmountain-Board (universeller Einsatzbereich) alle im Park stehenden Elemente gut testen. Wer sich Rotationen und andere Tricks erleichtern möchte, sollte eine relativ kurze Brettlänge wählen. Bei Boots und Bindungen gibt es auch speziell für den Freestylebereich konzipierte Hardware. Die zeichnet sich durch guten Halt aus, lässt aber dennoch große Bewegungsumfänge zu. Ausgerüstet mit dem richtigen Material kann es auf den Berg gehen.

Step by step – so lernt man sicher und mit Freude

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Ski Snowboard DSV Funpark Regeln

Für Anfänger im Freestylebereich gilt die Prämisse „Schritt für Schritt“. Jeder Trick auf Box oder Kicker lässt sich methodisch vorbereiten.

Der Einsteigertrick, um beispielsweise eine Box zu überwinden, der sogenannte 50/50 (geradlinige Gleitphase über die Box), lässt sich mit Hilfsmitteln auch auf der Piste simulieren. Ein Korridor, der sukzessive verengt wird, schult die Gleitphase auf einer geraden Linie. Große Sprünge über den Kicker lassen sich an kleinen Schneehaufen oder Pistenkanten simulieren.

Ausprobieren – alleine oder in Kursen

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Ski Snowboard DSV Funpark Regeln

Es ist wichtig zu experimentieren und vielfältige Aktionsformen auszuprobieren, bevor man sich an die nächste Stufe wagt. So werden mit Hilfe spielerischer Kreativität Bewegungserfahrungen gesammelt, die später für die Steuerung während der Tricks notwendig sind.

Um einen Überblick über die unendliche Vielfalt möglicher Tricks zu bekommen, empfiehlt sich ein Blick in Lehrpläne und andere Veröffentlichungen, die sich mit dem Freestyle-Snowboarden auseinandersetzen. Im Internet finden sich inzwischen viele kostenlose Lehrvideos mit wertvollen Tipps zum Thema Slopestyle. Wem das nicht genügt, der kann sich einen erfahrenen Freestylecoach zur Seite nehmen und einen Kurs in diesem Bereich belegen. Ein Service, den viele Vereine innerhalb des Deutschen Skiverbandes (DSV) anbieten. Ganz egal ob in der Gruppe oder allein: Der Spaß steht im Vordergrund – und der ist nur möglich, wenn man sicher unterwegs ist!

Aufwärmen: Skigymnastik, um Verletzungen zu vermeiden

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Ski Snowboard DSV Funpark Regeln

Vor dem ersten Parkrun steht natürlich ein angemessenes Aufwärmen, das bestehende Verletzungsrisiken reduziert. Dabei sollte zunächst das Herz-Kreislauf-System in Schwung gebracht werden. Hierfür eignen sich Bewegungsformen, die eine Vielzahl an Gelenken und Muskelgruppen ansprechen. Einfaches Laufen im Kreis mit Armschwingen ist dafür genauso passend wie der „Hampelmann“.

Um sich speziell auf anstehende Funpark-Fahrten vorzubereiten, empfiehlt es sich, mit sicherem Stand in der Ebene freestyle-typische Bewegungen zu simulieren. Umfangreiche Gewichtsverlagerungen auf Nose und Tail des Boards (Presses), explosives Abdrücken von Nose und Tail (Ollies und Nollies) sowie Sprünge mit Rotationen im Stand (Steigerung der Gradzahl) schulen nicht nur disziplinspezifische Bewegungen, sondern stellen auch koordinative Herausforderungen dar – ein Aspekt der Mobilisation, der häufig vernachlässigt wird.

Es gilt, solche kognitiven und koordinativen Übungen gezielt zur Mobilisation zu nutzen: Einen Skistock, der in der offenen Hand ausbalanciert wird, Schneebälle, die jongliert werden, oder wechselseitiges Armkreisen mit gleichzeitigen Ausfallschritten – der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. So startet man nicht nur körperlich, sondern auch mental fit und konzentriert in den Tag.

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