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Moritz Pfeiffer
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Outdoor-Navi abseits des Mainstreams

Ciclo Navic 400: Offline GPS-Gerät für Puristen

Das Ciclo Navic 400 bietet Offline-Navigation, sowie intuitive Menüführung für all diejenigen, die es übersichtlich und unkompliziert mögen. Ein Navigationsgerät für Wanderer, Biker und Reisende ohne viel "Schnickschnack".

Unsere Kollegen des Rennradmagazins ROADBIKE haben das Ciclo Navic 400 für euch im Praxiseinsatz auf dem Rad getestet – das neue GPS-Gerät soll sich aber auch für viele andere Aktivitäten wie Wandern, Trekking und Bergtouren aller Art eigen.

Kurz&Knapp

  • Hersteller: CicloSport
  • Gerät: Navic 400
  • Navigation: Offline via GPS
  • Preis: 229,99 Euro (Preisvergleich siehe unten)

Das Ciclo Navic 400 ist mit einem 4 Zoll großen, klar ablesbaren Display ausgestattet. Das Navi soll dazu anregen, das Smartphone zuhause zu lassen. Das Menü bzw. die Funktionen sind auf das Wesentliche beschränkt: Nach dem Anschalten verbindet sich das Gerät mit GPS – und die Tour kann starten. Karten bzw. selbstgeplante Routen aus Reise oder Wanderforen (gpx) lassen sich aufspielen. Das Gerät soll keinerlei Daten tracken und benötigt weder Mobilfunknetz noch WLAN. Dadurch entsteht auch im Ausland ein Kostenvorteil gegenüber dem Smartphone.

4 Zoll großes Display

Das 4 Zoll Display ist druckempfindlich und hat einen resistiven Touchscreen (funktioniert durch Druck einer Berührung). Dabei soll es gute Ablesbarkeit bei jeden Lichtverhältnissen bieten. Je nach Vorlieben kann das Display individuell konfiguriert werden: Reine Navigationsfunktion, KombiAnzeige mit Geschwindigkeit oder verbleibender Wegstrecke. Die unterschiedlichen Einstellungen benötigen nur wenige Berührungen des Touchscreens oder der insgesamt 5 Tasten am Gerät.

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Höhenmesser und Akkulaufzeit

Robust, widerstandsfähig und kompakt soll sich das Ciclosport Navic 400 auch für ausgedehnte Wanderungen oder Kombitouren eignen. In das Gerät ist ein Barometer integriert, das die Höhenmeter misst. Der Akku des Ciclo Navic 400 ist 3000 mAh stark und soll laut Herstellerangaben ca. 10 Stunden durchhalten.

Wetterfest

Der Vorteil gegenüber der Navigation mit dem Smartphone bzw. netzabhängigen Apps soll nicht nur in der Offline-Navigation liegen, die auf Kartendaten basiert. Ein weiterer Vorteil ist die Robustheit des Ciclo Navic 400. So soll es unempfindlich gegenüber schlechtem Wetter wie schlimmstenfalls Dauerregen sein.

Keine Datenabfrage und Standortbestimmung

Nach dem Motto "weniger ist mehr", hat Ciclo eine der prägendsten Eigenschaften technischer Geräte unserer Zeit aus dem NAVIC verbannt. So kommt der Navigator ohne Online-Funktion, ständige Abfrage und Zugriff auf persönliche Daten und Funktionen wie Kamera, Standort oder Nutzungsprofile aus. Die Karten und die Navigation funktionieren offline, d.h. das Gerät funktioniert auch an entlegenen Winkeln ohne Netzabdeckung.

Navigation leicht gemacht

Dadurch kann man sich auf das wesentliche Konzentrieren: Die Navigation. Im Navigationsmodus wird der jeweilige Kartenausschnitt mit allen wichtigen Details der Umgebung und Richtungsangabe dargestellt. Zusätzlich gibt es die "Tourenvorschlag-Funktion". Bei Eingabe eines Start und eines Zielortes wird eine Route errechnet, deren Profil der Nutzer zuvor bestimmen kann. Maximale Distanz, Höhenmeter und die Art des Untergrunds können zum gewünschten Streckenprofil hinzugefügt werden und als Ergebnis wird eine Überraschungstour zusammengestellt.

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Kartenmanagement

Routen von Freunden oder aus Portalen als gpx-Datensatz kann das Navic 400 verarbeiten. Die Touren lassen sich per Datenkabel aufspielen und anschließend ist die "externe Tour" im Tourenverzeichnis gespeichert und abrufbar. Ein weiterer Vorteil des Navic 400 soll der Kartenmaterial-Mix aus Open Street Map und Falk sein. Im Kaufpreis sind alle regelmäßigen Kartenupdates enthalten. Folglich fallen zukünftig keine weiteren Kosten für Karten- und Software-Updates an. Der Preis für das Navic 400 liegt bei 229,99 Euro.

Erfahrungsbericht der ROADBIKE-Redaktion:

Vor dem ersten Einsatz: Es werden ca. 30 Minuten Orientierung benötigt bis man die Menüführung verstanden hat. Das Display hat optisch eine Smartphone-Anmutung, aber einen eher schwerfälligen Touchscreen, was auf die resistive Technik zurückzuführen ist, dafür ist es auch mit Handschuhen bedienbar. Die Grundeinrichtung (Nutzerprofile erstellen, Fahrräder anlegen, Individualisierung des Cockpit-Bildschirms ist relativ intuitiv. Der Hauptbildschirm während der Fahrt, wenn nicht Kartenansicht gewählt ist, erscheint 2-seitig (Höhenprofil und Karte). Die Ansicht und Anzahl der angezeigten Werte ist allerdings nicht veränderbar. Verwunderlich ist, dass Größe, Gewicht, Alter des Fahrers abgefragt werden, da mit den Daten eigentlich nichts mehr gemacht wird. So gibt es keine Herzfrequenz- oder Leistungsmessung, keinen Kalorienzähler o.ä., der auf diese Daten zugreifen würde.

Routenplanung: Hier ergibt sich eine sehr große Bandbreite an Möglichkeiten, wie man nur mit dem Gerät selbst zu einer Route kommt (am Anfang etwas verwirrend). Bei Touren gibt man zu Beginn die Zieladresse ein, dann wird ein unveränderbarer Vorschlag wird gemacht. Bei der Navigation zu einer Zieladressen gibt es ebenfalls einen Vorschlag, der aber über Wegpunkte variiert werden kann. Wenn man einen Rundkurs plant, kann man die Distanz und/oder Dauer angeben mit variablem Startpunkt. Anschließend macht das Gerät drei Streckenvorschläge, die aber nicht veränderbar/im Detail anpassbar sind. Weiter Navigationsmöglichkeiten setzten sich zusammen aus: Punkt in Karte auswählen, Nachhause-Navigation, Sonderziele oder der Planung via Drittanbieter (Strava, Komoot, AllTrails etc.). Der Import via USB-Kabel gelingt gut.

Unterwegs: Die Aufzeichnung funktioniert gut, so wird man beispielsweise erinnert die Aufzeichnung zu starten. Anschließend ergeben sich gute Auswertungsmöglichkeiten. Abbiegehinweise sind auch akustisch möglich, könnten aber früher kommen. Bei einer Bedienung vom Lenker fallen nochmals die schwerfälligen Tasten auf. So muss man den Lenker richtig festhalten, um bei der Bedienung des Navis Gegendruck zu erzeugen. Dafür punktet das Display mit gestochen scharfer Auflösung. Die Ablesbarkeit bei Sonneneinstrahlung ist dagegen eher schlecht und es musste aufgrund der vielen Spiegelungen teilweise im Schatten angehalten werden, wenn man was in Erfahrung bringen wollte. Optisch macht das Gerät einen stabilen Eindruck und scheint einiges abzukönnen.

Allgemein: Beim Aufladen blinkt ein kleines Batteriesymbol, so bekommt der Nutzer ein gutes Feedback. Die Software zeigt sich dagegen eher langsam: Zwischen Starten des Gerätes und Einsatzbereitschaft liegen selbst nachgemessene 70 Sekunden, auch das Erstellen von Tracks, Routenberechnung, Aufbau und Rein- und Rauszoomen von Karten dauert lange. Weiterhin ist das Gerät mit 180 Gramm (Radcomputer ohne Halterung) kein Leichtgewicht.

Fazit: Im Vergleich mit der, zugegebenermaßen, sehr harten Konkurrenz von Garmin, Wahoo und Co. kann der Ciclo Navi 400 nicht mithalten. Wer aber seinen absoluten Schwerpunkt auf Tourenplanung und Navigation legt und kein Interesse an Trainingsdaten wie Herz- oder Trittfrequenz und Leistung hat, für den ist das Ciclo Navic 400 eine interessante Alternative abseits des Mainstreams.

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