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14 Outdoor-Hosen im Test

Beinhart: 14 Outdoor-Hosen im Test

Mit einer guten Outdoor-Hose machen Touren mehr Spaß. Trotzdem fehlt sie in den meisten Kleiderschränken. Der große outdoor-Test verrät, welche Modelle die besten sind.

Mehr über Outdoor-Hosen und den aktuellsten Hosentest gibt es hier

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Studio Nordbahnhof

Eine gute Funktionsjacke und vernünftiges Schuhwerk besitzen die meisten Wanderer. Das Thema Hose behandeln dage­gen viele eher stiefmütterlich: Selbst in den Alpen tragen sie häufig Jeans oder vergleichbare Hosen. Keine kluge Wahl, denn schon beim leichtesten Nieselregen saugt sich der Baumwollstoff voll, hängt wie Blei an den Beinen, bleibt stundenlang feucht und sorgt auf dem Rest der Tour für durchgefrorene Beine. Bei Sonne wiederum klebt die von der Anstrengung feucht gewordene Baumwolle schnell auf der Haut. Dann spannt die Jeans bei jedem Schritt – und scheuert im schlimmsten Fall die Haut wund.

Und was wäre optimal? »Ganz anders eine gute Wanderhose«, sagt outdoor-Redakteur Boris Gnielka. »Sie bleibt selbst bei Anstrengung geschmeidig, weil die Feuchtigkeit durchs Material entweicht. Gleichzeitig hält sie Wind und Nässe ab, trocknet aber auch zügig, wenn der Regen doch einmal zu stark war, und bietet sowohl bei warmer als auch bei kühler Witterung ein angenehmes Klima.« Zumindest im Idealfall.

Doch erfüllen die aktuellen Modelle tatsächlich diese anspruchsvollen Kriterien? Das klärt der outdoor-Test von 14 Outdoor-Hosen für 65 bis 225 Euro.

Bei acht von ihnen handelt es sich um sogenannte Softshellhosen aus Stretchmaterial. Vier Testkandidaten sind aus Polyamid, bei zweien kommt Polyester-Baumwollmischgewebe zum Einsatz. Auch in puncto Ausstattung ­unterscheiden sie sich. Das Spektrum reicht vom minimalistischen Leichtgewicht über ein Modell mit abtrennbaren Beinen (Zip-Off) bis hin zu ­robusten Arbeitstieren mit Verstärkungen und Vollausstattung. Alle 14 Testkandidaten müssen auf Tages- und Mehrtagestouren in den Alpen, den Rocky Mountains oder über die Schwäbische Alb ihre Praxistauglichkeit beweisen. Bei mörderischen Aufstiegen in brütender Hitze, Gletscherquerungen im eisi­gen Wind sowie gelegentlichem Nieselregen kristallisieren sich die Stärken und Schwächen im Testfeld heraus.

Style-Guide: Die richtige Kleidung auf Tour

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Fünf Hosen sind ideal für den Sommer

So lassen sich auch die unterschiedlichen Einsatzbereiche der Kandidaten gut ermitteln. Fünf Modelle eignen sich beispielsweise durch ihre dünnen, wenig isolierenden und nicht ganz so strapazierfähigen Stoffe vor allem für Wanderungen im Sommer und zum Reisen. Drei davon sind besonders zu empfehlen: Jack Wolfskin, Schöffel und Odlo. Bei ­ihnen perlt Wasser auch nach mehreren ­Wäschen noch ab, sie trocknen schnell, sind leicht und brauchen im Reisegepäck wenig Stauraum. Außerdem überzeugt ihr Klimakomfort, und sie bieten hohe Bewegungsfreiheit – was vor allem auf Bergwanderungen eine Rolle spielt. Dennoch gibt es Unterschiede. Die Odlo Tension (100 €) sieht durch den schlichten Schnitt, die minimalistische Ausstattung und das knitterfreie Stretchmaterial sehr edel aus – ideal für alle, die nach der Tour gerne gut essen gehen.

Üppige Ausstattung oder abzipbare Beine?

Die Schöffel Outdoor Pants (90 €) strotzt ­dagegen nur so vor Features. Neben einer Beintasche gibt es beispielsweise Reißverschlüsse zur Belüftung am Oberschenkel. Hochgerollte Beine lassen sich unterhalb des Knies mittels einer Knopflasche fixieren. Bei der Jack Wolfskin Activate Pants (120 €)kann man die Beine mittels Reißverschluss abzippen. Doch auch mit langen Beinen ist sie ­eine sehr geschmeidige Stretchhose.

Noch robuster sind die fünf Testteilnehmer aus der Kate­gorie der Trekking- und Wanderhosen. Sie isolieren in der Regel auch etwas besser, deshalb eignen sie sich für kühleres Wetter. Vor allem die Apex Trekking Pant von The North Face (140 €) bekommt großes Lob von der outdoor-Testmannschaft. Die Apex Trekking Pant besteht aus schnell trocknendem, gut isolierendem Soft­shell­material, dessen Innenseite aus flauschigem Polyester auf der Haut schmeichelt und Feuchtigkeit gut aufnimmt. Kein Wunder, dass sie mit den besten Tragekomfort im Feld bietet. Außerdem schützt sie hervorragend gegen die Unbillen der Natur – perfekt für Touren im Frühjahr und Herbst.

Trekkinghose kaufen - auf diese Details kommt es an

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Der Hosen-Test im Detail

14 Wander- und Trekkinghosen im Test

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Die Waschprüfung
Als ­erstes wandern sämtliche Testhosen in die Waschmaschine. Denn nach fünf Wäschen zeigt sich schnell, wie haltbar die ­Imprägnierung ist.

Das Abperlverhalten
Mit ­Hilfe des Spraywert-Tests wird das Abperlverhalten ermittelt. Bei top imprägnierten Mate­rialien perlt Wasser vollständig ab. Bei einer wenig dauerhaften ­Imprägnierung saugt sich das Gewebe dagegen sofort wie ein trockener Schwamm voll.

Feuchtigkeitsaufnahme
Je besser die Innenseite des Mater­ials Feuchtigkeit aufnimmt, desto angenehmer das Klima. Auch das wird im outdoor-Labor über das anfallend Kondensat bei der Messung des Dampfdurchgangs bestimmt.

Trockenverhalten
Nicht nur das Material sollte möglichst schnell trocknen, sondern auch Taschenfutter, Verstärkungen, Beinabschluss und der Bund.

Praxistest
Auf Tour bei Temperaturen von über 30 Grad bis hin zu Minusgraden ­bewertet die Testcrew unter anderem Tragekomfort, Klima, Bewegungsfreiheit, Ausstattung und Handling.

Der Austattungs-Check

14 Wander- und Trekkinghosen im Test

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1. Bund
Er darf selbst bei aufgesetztem Rucksack nicht rutschen. Hierfür sorgen elastische Einsätze und unterstützend ein Gürtel – der dünn und breit sein sollte. Achten Sie auch auf die Gürtelschlaufen: Fallen sie zu dick aus, können sie unter dem Rucksack-Hüftgurt drücken. Beim Kauf ausprobieren!

2. Schubtaschen
Zwei Schubtaschen sind Pflicht, alles andere ist Geschmacksache. Gesäßtaschen sind bei Rucksacktouren beispielsweise überflüssig, da der Rucksack den Zugriff versperrt.

3. Schnitt
Ein guter Schnitt sorgt für ein angenehm unauffälliges Tragegefühl. Stehen Bergtouren auf dem Programm, sollte man vor dem Kauf unbedingt die Bewegungsfreiheit prüfen, indem man in die Hocke geht, die Beine wie zum Spagat spreizt und auf eine ­hohe, imaginäre Felsstufe tritt. Dabei darf nichts zwacken oder einengen.

4. Beintaschen
Nicht jeder kommt mit Beintaschen klar, weil der Inhalt etwas herumschlackern oder drücken kann. Praktisch: ein Extrafach im Innern für Handy, Kompass oder Ähnliches.

5. Verstärkungen
Auf Bergtour kommt die Kniepartie öfter mit Fels in Kontakt, deshalb sind die Knie verstärkt. Extrem robustes Material unten an der Hoseninnen­seite schützt bei einem »Ausrutscher« mit Steigeisen vor Löchern.

6. Beinabschluss
Ein in der Weite verstellbarer Beinabschluss lässt sich um den Stie­felschaft fixieren. So können die ­Hosenbeine nicht hochrutschen und schützen die Schuhe vor eindringendem Schnee und Regen.

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