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16 Hosen für Wander- und Bergtouren im Test

Beine machen: 16 Outdoor-Hosen im Test 2008

Die aktuellen Wanderhosen versprechen besten Tragekomfort und guten Schutz vor Wind und Wetter. outdoor hat 16 Modelle getestet.

Bei der Wahl ihrer Ausrüstung gehen Wanderer zumeist sehr sorgfältig vor. Da wird verglichen, geprüft, anprobiert und abgewogen – und am Ende mit dem Besten auf Tour gegangen. Nur für die Wahl der Hose gilt das offenbar nicht. Anders ist es nicht zu erklären, dass immer noch Wanderer in Jeans oder x-beliebigen Schlabberbüxen vom Kaffeeröster losziehen. Dabei ist eine hochwertige Wanderhose viel leistungs­fähiger! Gute Modelle schützen vor Wind, Nässe und Kälte, schmeicheln mit weichem Griff und tragen sich extrem angenehm.

Des Weiteren machen sie jede noch so obskure Bewegung mit und dampfen selbst bei starker Anstrengung perfekt ab. Sollte sie dennoch einmal nass werden, trocknet sie im Nu. Eine Wanderhose ist also das Gegenteil einer Jeanshose – zumindest im Idealfall. Wie die Realität aussieht, zeigt der Test von 16 Modellen, darunter acht klassische Wanderhosen aus dünnem Nylonstoff sowie acht Softshellhosen.

Alle Testkandidaten mussten auf mehreren Wanderungen und Mehrtages-Treks über die Schwäbische Alb und durch den Pfälzer Wald ihre Praxistauglichkeit unter Beweis stellen. Hier zeigte sich schnell, wie komfortabel sie sich tragen, bei plus 20 Grad und Sonnenschein genauso wie bei fünf Grad und Nieselregen. Nach dem Tragetest und dreimaliger Wäsche kamen alle Kandidaten unter die outdoor-Sprühregen-Dusche, um zu prüfen, wie wirksam die einzelnen Kandidaten Sprüh- und Nieselregen abhalten.

Zuletzt ermittelte outdoor die Trockenzeit der Hosen. Schließlich möchte niemand lange in durchnässten Hosen wandern – und wer nimmt auf Wanderungen schon eine Ersatzhose mit? Bewertet wurden die Wander- und Softshell­modelle getrennt voneinander, schließlich besitzen beide unterschiedliche Einsatzzwecke – und liegen auch im Preis zum Teil deutlich auseinander.

Während die Wanderhosen zwischen 60 und 130 Euro kosten, sind für die Softshell­modelle 100 bis 220 Euro fällig. Im Wesentlichen ist das deutlich teurere Material für den Preisaufschlag verantwortlich: Es ist elastisch, macht Bewegungen besser mit und kann bei Fels- und Dornenkontakt ausweichen, wodurch es unempfindlicher wird. Wie der Test zeigt, besitzen Soft­shellstoffe auch eine sehr wirksame Imprägnierung, die eine Regenhose zumindest bei Schauerwetter oder Nieselregen überflüssig macht.

Auch üppige Ausstattung treibt den Preis nach oben: Beintaschen, Belüftungsöffnungen, weitenverstellbare Hosenbeine und gegen Steigeisenattacken verstärkte Beininnenseiten besitzen die meisten Modelle. Prädestiniert sind Soft­­shell­hosen für Wanderungen bei launischem, tendenziell kühlem Wetter sowie Berg- und Hochtouren.

Hier machen sie extreme Spreiz- und Aufstiegsbewegungen mit, schützen vor eisigem Wind, Nässe und Kälte und tragen sich auch bei 20 Grad noch so angenehm, dass einem nicht der Schweiß die Beine herabrinnt. Diesen Spagat aus hohem Trage- und Klimakomfort sowie gutem Wetterschutz meistern viele Modelle im Test, zum Teil sogar mit Bravour. Nur eine Hose scheitert am Nässeschutz. Das Beste: Der Testsieger kostet recht günstige 160 Euro.

Für Touren im Süden und sommerliche Mittelgebirgswanderungen sind Soft­shellhosen jedoch oft zu warm. Hier bieten die klassischen Wanderhosen deutlich mehr Komfort, wie der Test zeigt: Das feine Material trägt sich herrlich luftig, vor allem in Verbindung mit dem bei Wanderhosen üblichen weiten Schnitt.

Manche Testmodelle lassen sich durch Abzippen der Hosenbeine sogar in Shorts verwandeln – bei Hitze eine Wohltat. Wegen des festen Materials bieten Wanderhosen zwar nicht ganz die Bewegungsfreiheit der Softshellkollegen, doch braucht sie man auf normalen Wanderungen auch nur selten. Die vorgeformten Kniepartien vieler Modelle bieten hier oft ausreichend Spielraum.

Und der Wetterschutz? Er ist für leichte Sommerwanderhosen weniger relevant, trägt man sie doch vor allem bei freundlichem Wetter. Viel wichtiger ist eine kurze Trockenzeit, die nach einem Schauer den langen Marsch mit nasser Hose erspart. Fein: In puncto Trockenzeit heimsen fast alle Wanderhosen gute bis sehr gute Werte ein, oft trocknen sie viel rascher als ihre Soft­shellbrüder. Einige fühlen sich bereits nach einer Stunde fast wieder trocken an. Überraschend: Die Hose mit der kürzesten Trockenzeit schützt auch noch mit Abstand am besten vor Nässe.

Fazit:

Es gibt sie, die perfekte Hose, sowohl unter den klassischen Wander- als auch unter den Softshellmodellen. Das Schöne: Beide gehören nicht zu den teuersten ihrer Art, was die Entscheidung deutlich erleichtert. Mehr Informationen sowie alle Test-Details finden Sie auf den nächsten Seiten.

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So schnitten die getesteten Wanderhosen ab

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Wanderhosen aus leichtem Funktionsstoff sind oft erste Wahl für sommerliche Mittelgebirgstouren. Das liegt auch am niedrigen Preis: Die günstigste gute Hose im Test, die Craghoppers Nosi Lite Pant gibt‘s schließlich schon für 60 Euro. Sie schmeichelt dank weitem Schnitt und feinem Nylonstoff mit angenehmem Klima auch bei warmem Wetter und mit einem seidigen Hautgefühl.

In puncto Wetterschutz und Trockenzeit muss die günstige Hose jedoch Federn lassen, sie eignet sich allein für Touren bei trockenem Wetter. Unter der outdoor-Sprühregen-Dusche durchnässte das Material sofort und trocknete anschließend verhältnismäßig langsam. Wer eine preiswerte, schnell trocknende Hose sucht, die auch mal einen kurzen Nieselregenschauer wegsteckt, sollte zur North Face Paramount Pants (70 Euro) greifen, die zudem mit sinnvoller Ausstattung punktet: Bei ihr lassen sich die Hosenbeine hochkrempeln und per Knopf auf Kniehöhe fixieren – klasse bei Hitze und Flussdurchquerungen. Ebenfalls sehr gut: die Vaude Farley Zip Off (80 Euro). Dank abzippbarer Hosenbeine mutiert die komfortable Hose im Nu zu Shorts. Ihr um den Oberschenkel verlaufende Reißverschluss fällt beim Tragen kaum auf – anders als beispielsweise bei der Patagonia.

Sie suchen nicht nur eine sehr gute, sondern die perfekte Wanderhose? Dann greifen Sie zur Arc‘teryx Palisade Pants. Sie widersteht dank resistenter Imprägnierung und dichtem Material selbst Regenschauern, Nieselregen sogar auf Dauer. Außerdem trägt sie sich luftig-seidig, macht jede Bewegung mit und trocknet von allen Hosen mit Abstand am schnellsten.

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Das leisteten die Softshellhosen im Test

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Ursprünglich für den Bergeinsatz entwickelt, überzeugen Hosen aus Soft­shellmaterial auch im normalen Wandereinsatz. Zumindest bei launischem, nassem und kühlem Wetter sind sie Wanderhosen oft überlegen. Leistung hat aber auch ihren Preis: Schon die günstigsten Testmodelle – von Salewa und Schöffel – kosten 100 Euro.

Deren Leistung kann sich aber bereits se­hen lassen. Vor allem die der Schöffel Mountain Pants. Sie hielt der outdoor-Sprühberegnung dauerhaft Stand und glänzte auf Testtour mit vielseitiger Ausstattung wie Schuhhaken und Belüftungsöffnungen. Bei hoher Aktivität könnte der Stoff aber noch etwas luftiger sein.

Für anstrengende Touren gibt es besser geeignete Modelle, wie die Vaude Defender beweist. Ihr angenehm-weiches Material, die exzellente Bewegungsfreiheit und hohe
Atmungsaktivität machen selbst sportliche Touren zum Well­nessprogramm. Nur zu nass sollte es nicht werden: Mehr als einen längeren Sprühregen­schauer hält das Material der 150-Euro-Hose nicht stand.

Optimaler Wetterschutz und Top-Tragekomfort sind schon für 10 Euro mehr zu haben: bei der Patagonia Guide Pants. Ob Nieselregen, Graupel, Schnee oder kurze Regenschauer – sie hält trocken. Dabei trägt sie sich dank kräftigem Material vor allem an kühlen Tagen sehr angenehm, macht selbst Verrenkungen mit und dampft bei Anstrengung prächtig ab – perfekt also für Frühjahrs- und Herbstwanderungen, Nordlandtreks sowie Berg- und Hochtouren. Wer eine top Touren- und Trekkinghose auch für wärmere Tage sucht, findet sie in der Haglöfs Iguana (180 Euro), die das Niveau der Patagonia nur in puncto Wetterschutz nicht ganz erreicht.

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Darauf kommt es bei Wander- und Softshellhosen an

1. Bund
Er darf selbst mit aufgesetztem Rucksack nicht rutschen. Hierfür sorgen elastische Einsätze und unterstützend ein Gürtel. Achten Sie auf die Gürtelschlau­fen: fallen sie zu dick aus, können sie unter dem Rucksack-Hüftgurt drücken.

2. Taschen
Zwei Schubtaschen und eine Beintasche für Kleinkram sind Pflicht, alles andere ist Geschmacksache. Gesäßtaschen sind bei Rucksacktouren beispielsweise überflüssig, da der Rucksack den Zugriff versperrt.

3. Schnitt
Ein guter Schnitt sorgt für ein angenehm-unauffälliges Tragegefühl. Prüfen Sie vor dem Kauf vor allem die Bewegungsfreiheit, in dem Sie in die Hocke gehen, die Beine wie zum Spagat spreizen und frontal auf eine hohe, imaginäre Felsstufe treten. Dabei darf nichts zwacken oder einengen.

4. Material
Achten Sie auf ein weiches, geschmeidiges Material, dass sich auf der Haut gut anfühlt.

5. Beinabschluss
Ein in der Weite verstellbarer Beinabschluss lässt sich am Stiefelschaft fixieren. So können die Hosenbeine nicht hochrutschen und schützen die Schuhe vor eindringendem Schnee und Regen, bei Flussquerungen kurzzeitig sogar vor Wassereinbruch.

6. Verstärkte Knie
(Nur bei Softshellhosen) Auf Bergtour kommt die Kniepartie der Hose öfter mit Fels in Kontakt. Besätze aus kräftigem Material schützen hier vor Abrieb.

7. Steigeisenschutz
(Nur bei Softshellhosen) Extrem kräftige Besätze unten an der Hoseninnenseite schützen bei einem »Ausrutscher« mit Steigeisen vor Löchern.

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