Jotunheimen-Nationalpark

Der Jotunheimen-Nationalpark ist eines der wildesten Gebiete Norwegens: Mehr als 40 Gipfel über 2000 Meter und die 27 höchsten Berge des Landes wachsen dicht gedrängt in den Himmel. Wer hier im Herbst wandert, hat den Park fast für sich allein. Dafür kann es schon empfindlich kalt werden, und auch mit Schnee muss man rechnen.

Norwegen Norwegen

Im Herbst verlassen die Rentiere die Hochflächen und ziehen in die Täler. Ihre Geweihe bleiben liegen.

Der Jotunheimen-Nationalpark ist das alpinste Gebiet Norwegens mit insgesamt über 40 2000ern und den 27 höchsten Gipfeln des Landes. Die Route ist mit steilen Passagen gespickt, dazu mit weiten Abschnitten über pures Geröll – keine Tour für Einsteiger und Familien.

Anreise

http://Der Ausgangspunkt Gjendesheim ist am einfachsten mit dem eigenen Auto zu erreichen. Dafür fährt man von Oslo aus entweder auf der E16 über Fagernes nach Gjendesheim (275 km) oder von Oslo auf der E6 nach Sjoa (10 km südlich von Otta) und biegt dort zunächst westlich, etwas später gen Süden nach Gjendesheim ab (ca. 350 km). Gjendesheim liegt zwar an keiner Bahnlinie, ist aber auch mit Bussen aus Oslo mit Umsteigen in Fagernes oder Otta erreichbar (www.nordfjordekspressen.no). Otta ist von Oslo aus auch per Bahn erreichbar (Bahnverbindung Oslo–Trondheim, www.nsb.de).

Geld
1 Euro = 8,28 Norwegische Kronen (NOK, Stand September 2003). Am günstigten ist es, sich vor Ort per EC-Karte Geld vom Automaten besorgen. Die EC-Karte und die bekannten Kreditkarten können in vielen Läden zum Bezahlen verwendet werden.

Hunde
Hunde sind im Jotunheimen erlaubt: vom 1.4. bis 20.8. aber nur an der Leine. In die DNT-Hütten darf man sie nicht mitnehmen. Für die Einreise muss man eine Gesundheitsbescheinigung vorgelegen; Formular kann unter www.norwegen.no heruntergeladen werden.

Beste Reisezeit

Ende August bis Anfang Oktober. Ab 20.9. werden die meisten Sommerbrücken abgebaut und die Hütten geschlossen sein, jeden Tag kann der Winter beginnen. Dann ist die Tour nur noch etwas für erfahrene Trekker.

Ausrüstung

Im Herbst: Schlafsack mit Reserven bis minus zehn Grad, wind- und regenfeste Jacke und Hose, Fleece und Funktionsunterwäsche; für die Pausen und fürs Lagerleben eine Daunenjacke.

Verpflegung

Für eine Zelttour ist das Mitführen der kompletten Verpflegung notwendig. Wer in den DNTHütten Memurubu und Glitterheim übernachten möchte, kann sich dort mit Vorräten versorgen bzw. verpflegen lassen. (Achtung: Im Herbst sind die Hütten spätestens ab dem 15. Oktober geschlossen, einige Hütten schließen auch schon Ende September.)

Übernachtung

Es gibt zwar an der Strecke zwei DNT-Hütten, trotzdem benötigt man ein Zelt – am besten ein frei stehendes, da häufig auf Geröll übernachtet werden muss. Unter das Zelt sollte man eine Plane legen. Wildes Zelten ist überall im Park erlaubt.

Bücher

Trekkingführer Norwegen, Jotunheimen – Rondane, Bernhard Pollmann, Bergverlag Rother, 2002, 464 Seiten 22,90 Euro; Outdoor Kompass Südnorwegen, die 20 schönsten Trekking-, Kanu-, Bike und Wintertouren. Lars Schneider, Thomas Kettler Verlag, Mai 2003, 240 Seiten, 19,90 Euro; ab Frühjahr 2004: Outdoor Handbuch Norwegen: Jotunheimen, Tonia Körner, Conrad Stein Verlag, 12,90 Euro.

Karten

Jotunheimen Turkart, Cappelen/Statens Kartverk, 1:100000. 15 Euro. Völlig ausreichend für diese Runde.

weitere Infos

Norwegisches Fremdenverkehrsamt, Postfach 113317, 20433 Hamburg, Tel. 0180/5001548, E-Mail: germany@ntr.no, www.visitnorway.com; DNT-Vertretung in Deutschland: Nach Norden, Helga Rahe, Drostestraße 3, 48157 Münster, Tel. 0251/324608, Fax: 0251/326846, E-Mail: helga.rahe@huettenwandern.de, www.huettenwandern.de.

Vorbildlich: Gentleman-Trekker Schneider.

01.11.2003
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Ausgabe 11/2003