Genusswanderung im Wallis: Bisse du Levron

Im Frühsommer ist diese Tour entlang uralter Wasserwege, der sogenannten Bisses, ein Traum für Blumenfans. Außerdem öffnen sich unterwegs Aussichten auf den imposanten Viertausender Grand Combin.

Wallis, Schweiz Schweiz

Foto: Wallis Tourismus
Länge 13,35 Kilometer
Dauer 04:45 Std.
Schwierigkeitsgrad leicht
Höhenunterschied 614 Meter
Höhenmeter absteigend 871 Meter
Tiefster Punkt 1458 m ü. M.
Höchster Punkt 2228 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch
Die Wanderung führt zum großen Teil an der Höhenlinie entlang und birgt keinerlei technische Schwierigkeiten.

Beste Zeit
Juni bis Spätherbst.

Startpunkt
Verbier bzw. Bergstation Les Ruinettes, 2195 m, von Verbier aus zu erreichen.

Endpunkt
Verbier, 1490 m.

Übernachtung
Im Wintersportort Verbier wird man keine Schwierigkeiten haben, unter den vielen Hotels und Pensionen eine Unterkunft zu finden.

Transport
Es besteht eine unkomplizierte Postautoverbindung zwischen Verbier und Martigny. Infos: www.postauto.ch, Tel. 0041/58/3869910, Fahrplan: http://fahrplan.sbb.ch

Karte
Kümmerly + Frey, 1:60000, Blatt 22 Grand-St-Bernard, 13 Euro.

Buchtipp
Wanderführer Unterwallis, Waeber/Steinbichler, Bergverlag Rother, 11,90 Euro; Barry – Die Hospizhunde vom Grossen Sankt Bernhard, Iris Kürschner, AT-Verlag, 13,90 Euro;
Alpinwandern Wallis, Bernhard R. Banzhaf, SAC Verlag, 32 Euro.

outdoor-Tipp
An einem Regentag oder im Anschluss an eine Wanderung sollte man unbedingt in der malerischen Altstadt von Martigny flanieren gehen. Außerdem sollte man sich, ebenfalls in Martigny, auch einen Besuch in der Fondation Pierre Gianadda gönnen. Hier gibt es neben Kunst-Dauerausstellungen auch Wechsel-Expositionen und Konzerte.
www.gianadda.ch, Tel. 0041/27/7223978, geöffnet von November bis Juni: 10 bis 18 Uhr, sonst: 9 bis 19 Uhr, Eintritt: 12,50 Euro.

Route
Von der Bergstation Les Ruinettes führt ein Wanderweg nördlich hinunter zur Bisse du Levron, die unterhalb von Les Ruinettes etwa 200 Meter an Höhe verliert, um dem Erosionstälchen Médran auszuweichen. Danach zieht die Wasserleitung ohne merkliches Gefälle in weitem Bogen auf halber Höhe durch die sonnigen Hänge hoch über Verbier. In Les Planards bietet sich ein Restaurant zur Einkehr an, wie auch etwa zwei Kilometer weiter das Restaurant Marlenaz, das etwas unterhalb der Wasserleitung liegt. Der Weg entlang dem plätschern­den Wasserkanälchen taucht dann in ein Waldstück ein und erreicht den Chute du Bisse, wo sich das Wasser in einen Felsenkessel stürzt. Tief unten wird es wieder aufgefangen und zum Dorf Levron geleitet. Doch das entzieht sich dem Blick. Der Abstieg nach Verbier geht kurz vor dem Chute du Bisse ab. Steil wandert man durch Wald hinunter zum Château (Ruinenreste einer alten Burg) und zur Kapelle St-Christophe. Dort knickt der Weg nach Norden ab. Zuletzt führt der Weg eine Straße entlang nach Verbier.

22.07.2010
Autor: Iris Kürschner
© outdoor
Ausgabe 07/2010