Tour 5: Stille im Sottoceneri

Das Tessin ist beliebt, vielerorts zu beliebt. Wer allein sein will, sollte im italienischen Grenzgebiet, dem Sottoceneri, wandern.

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Mehr Infos zu:

Erst wenn der letzte Schnee im Frühjahr abgetaut ist, kann man die Cima de Fojorina erreichen.
Foto: Gert Spilker

Tageswanderung über einsame Pfade auf einen Aussichtsberg hoch über den Lago di Como.
6 h, 13 km.

Tour:
Die meisten Touristen, Bergsteiger und Outdoorer kennen unter dem Begriff Tessin nur das Sopraceneri, das Gebiet nördlich dem Monte Ceneri-Pass. Weiter südlich, ins Sottoceneri, kommt kaum ein Fremder – dabei gibt es hier ganz ausgezeichnete Wanderberge. Die Gipfelhöhen ragen nur knapp über 2000 Meter empor, die Bergflanken sind mit weiten, zusammenhängenden Wald- und Grasflächen bewachsen. Senkrechte Felswände findet man selten, von weitem sehen die Bergkuppen des Sottoceneri eher hügelig aus. Doch die Flüsse haben tiefe, unwegsame Scharten gegraben so dass man eine Querfeldein-Tour zwar riskieren, sich aber auf Überraschungen gefasst machen kann. Das direkte Grenzgebiet zu Italien ist vollkommen unbewohnt. Noch vor 50 Jahren wurde hier eifrig geschmuggelt.....

Anspruch

Von Allem etwas: breite Wege, Pfadspuren und auf den letzten Metern geht es querfeldein durch die Maggia.

Route

Bogno–San Lucio, dann an der Grenze entlang nach Süden zur Cima di Fojorina und nach Nordwesten hinab nach Certara. Von dort zurück zum Ausgangspunkt Bogno.

Beste Reisezeit

Ab Mai möglich, ideal sind klare Tage im Herbst.

Übernachtung

Campingplätze am Luganer See oder die Jugendherberge in Lugano, Tel. 091/9662728.

outdoor Tipp

Delikatessenläden (Bottega) in Locarno an der Talstation der Seilbahn.

Karten

SBL 1:50 000, Blatt 286, Malcantone und Blatt 287 Menaggio,
je 12 SFR.

05.12.2002
© outdoor
Ausgabe 01/2001