Wanderung durchs Lauterbrunnental

Das Lauterbrunnental ist so etwas wie das Yosemite-Valley der Schweiz. Über 70 Wasserfälle stürzen über die gigantischen Felswände des Trogtals. Die imposante Wanderung führt zu zwei von ihnen.

Berner Oberland, Schweiz Schweiz

Foto: Sissi Richter
Länge 11,40 Kilometer
Dauer 05:55 Std.
Schwierigkeitsgrad leicht
Höhenunterschied 993 Meter
Höhenmeter absteigend 993 Meter
Tiefster Punkt 909 m ü. M.
Höchster Punkt 1823 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Talwanderung im Berner Oberland

Anspruch
Spannende und einfache Wanderung durch das UNESCO-Welterbe Jungfrau-Aletsch-Bietighorn in der Schweiz.

Anfahrt
Von Zürich auf der A 4 Richtung Cham und auf der A 2 bis Giswil. Dort auf der Bundesstraße über den Lungerersee auf die A8 nach Interlaken, Ausfahrt Wilderswil nach Lauterbrunnen und weiter über Stechelberg zum Ende der Teerstraße am Hotel Stechelberg.

Beste Zeit
Mai bis Oktober

Startpunkt
Gute Parkplatzmöglichkeiten am
Hotel Stechelberg (1 CHF/Stunde);
Bushaltestelle direkt am Einstieg zur Wanderung.

Einkehr/Übernachtung
Berggasthütte Tschingelhorn,
Tel. 0041/338551343;
Berghotel Obersteinberg,
Tel. 0041/338552033

Campingplatz
Campingplatz Rütti in
3824 Stechelberg,
Tel. 0041/338552885,
www.campingruetti.ch

Karte
Landeskarte der Schweiz,
Mürren, Blatt 1248,
Maßstab 1:25000, 14 CHF

Info
Interlaken Tourismus,
Tel. 0041/338265300,
mail@interlakentourism.ch

outdoor-Tipp
Im Lauterbrunnental verlaufen verschiedene Themenwege. Zur Auswahl stehen Alpwirtschaft, Kraftorte, Wasserfälle, Sagen, Berghotels und Flora&Fauna. Die Wege sind mit Symbolen gekennzeichnet, eine Broschüre hierzu gibt es in den umliegenden Wirtschaften und Hotels.

Route
Zunächst geht es auf dem breiten und gut gepflegten Wanderweg am Fluss entlang in das etwas versteckt gelegene und geheimnisvoll anmutende Tal hinein. Über eine Holzbrücke auf die Westseite des Flusses wechseln, den langsam ansteigenden Schotterweg bergauf und dann einen schattigen Waldweg zügig einige Höhenmeter nach oben. Die erste, sehr familiäre Berggasthütte Tschingelhorn ist nach etwa 2 Stunden erreicht. Wer früh dran ist, etwas Glück und ein starkes Fernglas mitbringt, kann von hier aus die Steinböcke auf der felsigen Gegenseite beobachten. Nun in 15 Minuten bis zum Berghotel Obersteinberg, das auch ohne Elektrizität und fließend Wasser Gemütlichkeit und Komfort bietet. Legendär sind die selbst gebackenen Apfelkuchen, die so groß sind, dass zum Verzehr Messer und Gabel ge­reicht werden. Das Jungfraumassiv zeigt sich hier einmal von seiner Rückseite, im Fokus der Terrassenaussicht stehen aber Breithorn- und Schmadriggletscher, die ihre langen Zungen nach unten strecken. Wer ihnen näher kommen möchte, kann einen Abstecher zum höher gelegenen Oberhornsee (Hinweg 1 Stunde) einbauen. Im Zickzackkurs verläuft der Weg ab dem Berghotel wieder hinab, bis man direkt auf den tosenden Gletscherfluss im Tal trifft und ihm folgend im Schatten zurück die Runde nach Stechelberg vervollständigt. 

03.08.2011
Autor: Uta Leidenberger
© outdoor
Ausgabe 05/2011