Trekkingtour mit Leichtgewichtsgepäck

Gran Canaria Trekking: 4 Etappen im Überblick

Trekking auf Gran Canaria ist ein Erlebnis für sich. Hier gibt es alle Infos für vier Etappen - von San Bartolomé bis San Nicolas.
Foto: Boris Gnielka Gran Canaria

Schmale Trails und steile An- und Abstiege, selbst mitten im Atlantik keine Seltenheit.

Etappe 1 - San Bartolomé – Roque Nublo

7 Stunden, 1150 Hm bergauf, 320 Hm bergab, 20 km

Im Ort die Straße »Calle El Roque« hinaufgehen und oben nach links Richtung Sportplatz abbiegen. Hinter dem Sportplatz dem Holzschild nach rechts in Richtung der Passhöhe Degollada de la Manzanilla folgen. Der Weg führt stetig ansteigend in weiten Kehren hinauf. Oben verzweigt sich der Weg – hier rechts auf dem Forstweg Richtung Cruz Grande (einige Kilometer vor Cruz Grande bietet sich die Möglichkeit, die vielen Kehren des Forstwegs nach rechts ansteigend auf schmalem Pfad abzukürzen). Am Cruz Grande (einer Kreuzung von Wanderweg und Straße) hinauf zu einem einzel stehenden Haus, das rechts passiert wird. Nun auf altem Pflasterpfad stetig bergan nach Norden wandern, in Richtung Pico de las Nieves. Auf der Passhöhe ist ein Abstecher nach rechts (Osten) zum Pozo/Pico de las Nieves möglich (für den Abstecher etwa zwei Stunden zusätzliche Wanderzeit einrechnen). Der Hauptweg führt bergan zur Hauptstraße GC 600. Ihr nach links 2 km folgen, bis linker Hand ein großer Parkplatz auftaucht. Gegenüber geht es bergan in Richtung des gut sichtbaren Roque Nublo, den man vom Parkplatz in etwa einer Dreiviertelstunde erreicht. Am Roque Nublo übernachten.

Etappe 2: Roque Nublo – Morro de
Pajonales

6,5 h, 850 Hm bergauf, 1180 Hm bergab, 20 km

Den Roque Nublo im Uhrzeigersinn umrunden, zur Ortschaft La Culata absteigen und sie durchqueren. Am Ortsausgang links hinab auf Schotterweg zum Bachbett und den pfeilförmigen, verwaschenen Holzschildern ohne Aufschrift in die Ortschaft Tejeda folgen (dort Vorräte aufstocken). In Tejeda etwa 1,5 km hinab auf der Straße GC 60 Richtung La Culata bis zu einer Spitzkehre. 50 m östlich der Spitzkehre zeigt ein Holzschild Richtung Cruz de Timagada. Am Cruz de Timagada wieder auf die Straße und 700 m in Richtung Südwesten wandern. Nun auf altem Pflasterpfad parallel der Straße hinauf Richtung Montaña de los Jarones und weiter in Richtung des Bergs Morro de Pajonales. Auf seiner Südseite einen Schlafplatz suchen.

Foto: Boris Gnielka Gran Canaria

Nach ein paar Nächten auf der Isomatte darf es auch mal ein Landgasthaus sein.

Etappe 3: Morro de Pajonales – Montaña de Ojeda

5,5 h, 680 Hm bergauf, 650 Hm bergab, 15 km

Den Hauptweg südseitig des Bergkamms bis zu einer Kreuzung von Forstwegen gehen. Oberhalb der Kettenabsperrung auf schmalem Pfad bergan in den Wald und ihn stets südseitig des Kammes in sanftem Auf und Ab etwa
2 Stunden bis zu einer Einzäunung gehen. Dahinter links hinab zum Schulungszentrum Aula de Naturaleza, einem guten Rastplatz. Von hier auf einer Forstpiste hinauf zur Passhöhe, östlich des Montaña de Ojeda. Etwa 200 m hinter der Spitzkehre auf der Nordseite des Hangs befindet sich unterhalb einer Felsansammlung eine Quelle mit Wasserhahn (1210 m). Von ihr auf Pfad hinauf zum Gipfelplateau des Ojeda. Hier einen Schlafplatz suchen.

Etappe 4: Montaña de Ojeda – San Nicolas

3,5 h, 50 Hm bergauf, 1400 Hm bergab, 12 km

Vom Montaña de Ojeda lohnt ein Abstecher nach Westen zum Montaña de los Hornos. Anschließend auf gleichem Weg wieder zurück und wieder hinab zum Hauptweg. Ihm nach Nordwesten bis knapp vor den Gipfel des Montaña del Viso folgen. In spitzen, steilen Kehren den Westhang hinab bis San Nicolas.

01.12.2009
Autor: Gunnar Homann
© outdoor
Ausgabe 12/2009