Elbsandsteingebirge

Top-Touren in der Böhmischen Schweiz

Als wäre die Zeit stehen geblieben: Nur ein paar Schritte jenseits der deutschtschechischen Grenze genießen Wanderer die stille Seite des Elbsandsteingebirges. Diese vier Touren solltet ihr nicht verpassen.

Anfahrt: Von Dresden fährt man mit dem Auto über die A17 bis Pirna und weiter auf der B172 über Bad Schandau bis zur tschechischen Grenze. Bis Hrensko sind es jetzt noch knapp zwei Kilometer über die Route 62. Bahnreisende nehmen in Dresden die S1 bis Schöna und setzen mit der Seilfähre über.

Vor Ort: Wanderbusse, Radbusse, Dampfschiffe und eine Nationalparkbahn verbinden die beiden Nationalparks. Vor Ort kommt man mit den Linienbussen zu den touristischen Zentren. Mit dem Elbe-Labe-Ticket reisen bis zu fünf Personen grenzüberschreitend. Infos: nationalpark-saechsische-schweiz.de, nationalparkbahn.de

Karten: Böhmische Schweiz, Rother, 12,90 Euro; Karte Böhmische Schweiz 1:40.000, Rolf Böhm, 5,90 Euro

Foto: Florian Manhardt

Unterkünfte, Restaurants & Aktivitäten

Zelt am Fluss: Mit wunderbarem Blick auf die Elbe campt man in Decín. Zwei Personen zahlen 260 CZK (ca. 12 Euro) im Zelt und 380 CZK (ca. 16 Euro) im Wohnmobil. kempdecin.cz

Ruhige Bleibe: Das rote Gebäude des Hotels Zámecek liegt abgeschieden auf einem Hügel über Rynartice. Wellness, regionale Küche und Tourentipps gehören zum Angebot. EZ 1000 CZK (ca. 37 Euro), DZ ab 1500 CZK (ca. 56 Euro). Nur von April–Oktober geöffnet. hotel-zamecek.cz

Wohnen mit Historie: Das Vier-Sterne-Hotel Praha in Hrensko kann auf eine hundertjährige Geschichte zurückblicken. Vor dem Haus plätschert die Kamenice entlang, und abends kann man beim kühlen Bier die Schar der zurückkehrenden Prebischtorbesucher beobachten. EZ 1300 CZK (ca. 52 Euro), DZ 1700 CZK (ca. 68 Euro). hotel-hrensko.cz

Für Selbstversorger: Das Böhmische Haus in Krásná Lípa dient als Informationszentrum für den Nationalpark, und man kann hier übernachten. Appartement mit Küche 400 CZK (ca. 15 Euro) pro Person/Nacht. ceskesvycarsko.cz

Hüttenzauber: In der zum Ortsteil Rynartice gehörenden Waldhütte »Na Tokáni« (Balzhütte) genießen Wanderer mitten im Nationalpark in Jägerhütten-Ambiente deftige böhmische Hausmannskost: Knödel, Gulasch, Schnitzel und Apfelstrudel. Darüber hinaus kann man Zimmer und Appartements mieten. tokan.cz

Böhmische Küche: Traditionelle böhmische Küche mit Zutaten aus kleinen Betrieben der Region bietet die Pension mit Restaurant »Na Stodolci« in Chribská. Vom Knödel über den Apfelstrudel und die Marinaden – alles selbst gemacht. nastodolci.cz

Saisonal lecker: In Mezní Louka (Rainwiese) kreuzen sich mehrere Wanderwege. Das Restaurant »U Forta« setzt auf regionale und saisonale Küche, bietet Zimmer und beherbergt das Informationszentrum im Ort. uforta.c

Am Felsen: Über hundert Routen aller Schwierigkeitsgrade hat die Felsenstadt Tyssaer Wände zu bieten. Einen Überblick über die über hundert Jahre währende Historie des Kletterns in diesem Gebiet sowie über die Geschichte des Ortes verschafft man sich an den Übersichtstafeln vor dem Eingang.

Mit dem Rad: In der Böhmischen Schweiz verlaufen einige spektakuläre Radtouren. In Decín kann man Mountain-, Trekking- oder E-Bikes leihen. Zudem werden geführte Touren angeboten. fahrradverleih-elberadweg.cz

Brauerei-Verkostungen: Niemand in Europa trinkt so viel Bier wie die Tschechen. Wer das kühle Gebräu direkt beim Produzenten probieren möchte, trinkt zu Räucherkäse und Knödeln ein frisch Gezapftes in den ansässigen Brauereien. »Pivovar Falkenštejn« in Krásná Lípa (pivofalkenstejn.cz) und »Pivovar Kocour« in Varnsdorf (pivovar-kocour.cz)

Radwandern: Am schönsten reist man mit dem Rad über den Elberadweg an: von Dresden durch das Herz der Sächsischen Schweiz bis Schöna, dort übersetzen. Wer will, hängt an die Wanderungen eine Tour in die »goldene Stadt« Prag an. 160 Kilometer sind es über Melník, wo Moldau und Elbe zusammenfließen, in die historische Hauptstadt Böhmens.

Foto: Florian Manhardt

Den ausführlichen Reisebericht von unserer Autorin Rebecca Salentin gibt es in der aktuellen outdoor-Ausgabe 09/18 zu lesen.

07.08.2018
Autor: Rebecca Salentin
© outdoor