Rofan, Tirol: Dalfazer Kamm

Die wenig begangene Kammüberschreitung begeistert mit Tiefblicken auf den Achensee und in den Rofan-Almkessel. Gesicherte Abschnitte sorgen für Nervenkitzel. Der Rückweg über die Dalfazalm fällt gemütlich aus.

Tirol, Österreich Österreich

Länge 8,09 Kilometer
Dauer 04:57 Std.
Schwierigkeitsgrad schwer
Höhenunterschied 871 Meter
Höhenmeter absteigend 871 Meter
Tiefster Punkt 1725 m ü. M.
Höchster Punkt 2204 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Anspruchsvolle Wandertour. Ein paar Abschnitte sind ähnlich wie ein Klettersteig eingerichtet. Man benötigt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.



Anfahrt


Von München A 8 Ausfahrt Holzkirchen, dann über Tegernsee und den Achenpass nach Maurach zur Rofanseilbahn. Kostenloser Parkplatz.




Ausgangspunkt


Die Rundtour startet an der Bergstation der Seilbahn beziehungsweise an der Erfurter Hütte (1831 m).




Einkehr


Nach drei Vierteln der Strecke liegt die Dalfazalm direkt am Weg. Der Kaiserschmarrn ist legendär. Die Fleischgerichte stammen von den eigenen Tieren, und auch die Wildgerichte von Hirsch und Gams kommen aus eigener Jagd. Am besten übernachtet man hier gleich.





Beste Zeit


Optimal lässt sich der Weg über den Dalfazer Kamm in den Monaten von Mitte Juni bis Oktober gehen.




Karte


Bewährt hat sich die Alpenvereinskarte Nummer 6 »Rofan« im Maßstab 1:25.000, Preis: 9,80 Euro.



Infos


Allgemeine touristische Auskünfte erteilt der Tourismusverband Achensee unter Tel. 00 43/52 46/5 30 0-0, im Netz auf achensee.com




outdoor-Tipp


Von der Dalfazalm bietet sich die Möglichkeit, direkt ins Tal abzusteigen – ziemlich steil zwar, doch man lernt dabei den eindrucksvollen Dalfazer Wasserfall kennen. Zurück nach Maurach geht es dann am besten über den Weißwandweg, der am Buchauer Wasserfall vorbeiführt (der sich allerdings nur nach Regentagen zeigt).




Route


Von der Erfurter Hütte leicht absteigend Richtung Mauritzalm. In der Senke biegt man links in den Weg, der an der Skipiste entlang in das Tälchen zwischen Gschöllkopf und den Dalfazer Wänden hinunterführt. Im Talboden trifft man auf einen kleinen Speichersee. Dort zweigt man vom breiten Wanderweg rechts in den Steig zur Rotspitze. Es geht steil den Hang hinauf. Hie und da ist der unmarkierte Pfad schlecht erkennbar. Während der letzten Partie auf den Kamm unter der Rotspitze helfen manchmal nur noch die Hände weiter. Ein Seil sichert die leichte Kletterei in die Scharte (1 Std.). Jenseits auf nun gut sichtbarem Pfad kurz steil abwärts, dann wieder aufwärts. Bei Traumblick zum Achensee führt die Route westseitig um die Rotspitze herum und durch Latschenhänge auf den Dalfazer Roßkopf (2143 m). Fixseil und Eisenklammern geleiten über seine steile Nordseite. Weiter im Auf und Ab den Kamm entlang über die Erhebungen von Dalfazer Wand (2208 m), Steinrigen Mannln (2205 m) und Dalfazjoch (2233 m) zum Streichkopfgatterl (2 Std., 2200 m). Nach rechts könnte man noch die Hochiss besteigen. Ansonsten wendet man sich nach links abwärts. An der Weggabelung am Steinernen Tor geht es links weiter zur Dalfazalm (1692 m, 1 Std.). Nun folgt ein bequemer Part: Auf dem Weg Nr. 413 wandert man mehr oder weniger an der Höhenlinie entlang durch lichten Wald zum Aussichtspunkt am Durrakreuz. Unterwegs laden Holzliegen zum Relaxen ein. Bald ist der schon bekannte kleine Speichersee erreicht und im kurzen Gegenanstieg die Erfurter Hütte und die Bergstation.





09.03.2017
Autor: Iris Kürschner
© outdoor
Ausgabe 04/2017