Karwendel: Mahnkopf (2011 m)

Oberhalb der Falkenhütte liegt ein aussichtsreicher und leicht zu erreichender Grasgipfel – der Mahnkopf. Seine Besteigung lohnt sich vor allem wegen des Blicks auf die gewaltigen Felsabstürze der Laliderer Wände.

Karwendel, Österreich Österreich

Länge 18,55 Kilometer
Dauer 08:32 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 1385 Meter
Höhenmeter absteigend 1374 Meter
Tiefster Punkt 1204 m ü. M.
Höchster Punkt 2062 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Technisch einfache Wanderung, die aber Kondition fordert.


Anfahrt


In der Hochsaison mit dem Bergsteigerbus von Lenggries in die Eng. Mit dem Auto über die B13 und die B307 nach Vorderriß und hinein in das Rißtal. Auf der Mautstraße in die Eng.


Ausgangspunkt


Parkplatz Eng (P10) am Ende der Straße von Hinterriß in die Eng.


Einkehr


Die Falkenhütte lädt auf rund 1850 Meter Höhe zur einer aussichtsreichen Rast mit Blick auf die Kletterer an den fast 900 Meter hohen Laliderer Wänden. Sie ist von Anfang Juni bis Mitte Oktober geöffnet, Übernachtung möglich (156 Schlafplätze), Reservierung: Tel. 0043/524/5245, davplus.de/falkenhuette


Beste Zeit


In Sommer und Herbst


Karte


Kompass 1:50.000, Blatt Nr. 26 "Karwendelgebirge". Der Tourismusverband in Schwaz (silberregion-karwendel.com) gibt außerdem in Zusammenarbeit mit Kompass Karten einen kleineren Kartenausschnitt "Silberregion Karwendel", 1:50.000 heraus. Sehr genau: die Alpenvereinskarte 5/3 "Karwendelgebirge östliches Blatt", mit Wegmarkierung 1:25.000



Infos


silberregion-karwendel.com



outdoor-Tipp


Wer die Route erweitern will, steigt noch auf den Steinfalk, 2347 m, den einzigen Berg der Falkengruppe, den auch Wanderer schaffen: über einen markierten, aber anspruchsvollen Weg. Schwindelfreiheit erforderlich.


Route


Vom Parkplatz P10 in der Eng wandert man Richtung Engalm und erreicht das Almdorf nach Überqueren des Enger-Grund- Bach. Am Dorfende rechts halten und dem Pfad in leichter Steigung über die weiten Almwiesen bis in einen Mischwald folgen. Der Weg steigt nun steiler an, bis er schließlich über die Baumgrenze leitet. Durch das breite Hohljoch (1786 m) zwischen dem Teufelskopf im Norden und dem Nordostpfeiler der Dreizinkenspitze im Südwesten führt ein kleines Sträßchen, das dann in einen guten Weg nach links einschwenkt. Es eröffnet sich ein eindrucksvoller Blick auf den Karwendelhauptkamm. Nun zuerst leicht abfallend, dann wieder ansteigend über die Laliderer Reißen, wie die Geröllhänge am Fuß der mächtigen, senkrechten Laliderer Wände genannt werden. Am Spielissjoch rechts ab zur nahegelegenen Falkenhütte, 1848 m, die zur aussichtsreichen Rast einlädt. Von der Hütte auf einem Pfad Richtung Norden und das Ladizköpfel auf der Westseite umgehen. Vom grasbewachsenen Ladizjöchl nun gegen Norden knapp 300 m zum Mahnkopf ansteigen, 2094 m. Der Weg auf den Gipfel ist zunächst recht steil und nicht besonders bequem. Danach geht es aber über ebene Wiesen zum Ziel. Der Gipfel belohnt mit einem großartigen Blick auf die im Norden angrenzende Falken-Gruppe. Auf demselben Weg in die Eng zurück.



10.06.2016
Autor: Annika Müller
© outdoor
Ausgabe 06/2016