Salzburger Land

Panorama-Wanderungen im Salzkammergut

Das Salzkammergut im Salzburger Land lockt mit Panoramawanderungen für alle Ansprüche. Wir stellen fünf der schönsten Wanderungen vor und versorgen euch mit den wichtigsten Reiseinfos für die Region.

Anfahrt: Von München gibt es gute Zugverbindungen über Salzburg und Attnang-Puchheim nach Bad Ischl. Von dort bringt einen der Bus zu den verschiedenen Ausgangspunkten. Gmunden und Ebensee liegen an der Bahnstrecke. Mit dem Auto geht es von der A8 bei Salzburg auf die A1 bis zur Ausfahrt Thalgau und dann über Fuschl und St. Gilgen nach Bad Ischl.

Wanderführer: Wunderbare Wandervorschläge findet man in den Wanderführern Salzkammergut West und Salzkammergut Ost, beide von Franz Hauleitner, Bergverlag Rother, für je 14,80 Euro.

Karten: Die Kompass-Karte Nr. 18 »Nördliches Salzkammergut – Wolfgangsee, Attersee, Traunsee«, 1:50.000, 9,99 Euro, deckt die Touren rund um Bad Ischl ab.

Infos zur Region: salzkammergut.at; katrinseilbahn.com, schafbergbahn.at

Die 5 Top-Touren im Überblick:

Foto: Iris Kürschner Salzkammergut: Traunstein

Unterkünfte, Restaurants & Aktivitäten

Gipfelhäuser: Die Gmundner Hütte auf dem Traunstein muss man sich erwandern (Tel. 0043/699/12643190, gmundnerhuette.at), genau wie das Traunsteinhaus (Tel. 0043/7612/65010, traunsteinhaus.at). Zur Schutzhütte Himmelspforte (Tel. 0043/664/4331277) und zum Hotel Schafbergspitze (Tel. 0043/6138/3542, schafberg.net) auf dem Schafberg fährt die Bahn.

Hotel mit Badestrand: Der Gasthof Hois’n Wirt (5 km von Gmunden) wird in vierter Generation von der Familie Schallmeiner geführt. Die ruhige Uferlage, die hübsche Seeterrasse, die gute Küche – hier möchte man länger bleiben. Ab 68 Euro pro Person im DZ, Tel. 0043/7612/77333, hoisnwirt.at

Auf die Hand: Eine Besonderheit sind die Imbissbuden mit Steckerlfisch. Der am Stock gegrillte Fisch wird ganz leger auf Butterbrotpapier serviert und schmeckt köstlich. Freilich kommt die Makrele nicht fangfrisch aus dem See, bei Forelle, Saibling oder Reinanke hat man bessere Chancen. Zwischen Traunkirchen und Altmünster befindet sich ein Steckerlfisch-Stand sowie zwischen Lauffen und Bad Ischl.

Legendär: Der Kaiserschmarrn, durch Zufall in Bad Ischl erfunden: Auf der Jagd des Kaisers überraschte ein Gewitter die Gesellschaft. Sie flüchtete in eine Almhütte, wo man die Sennerin bat, eine Jause zuzubereiten. Möglicherweise machte sie der hohe Besuch so nervös, dass ihr ein Omelett misslang und sie es zerschnitt. Dem Kaiser aber mundete der Schmarrn prächtig. Den besten gibt’s im Café Zauner an der Esplanade in Bad Ischl. Bei schönem Wetter sollte man ihn unbedingt im Gastgarten direkt am Traunfluss probieren. zauner.at

Feinschmecker: Regionale Küche auf hohem Niveau bietet das Hotel Post in Traunkirchen. Ob Traunsee-Bouillabaisse, Spinatknödel oder Bio-Buttermilch-Backhendl – man schmeckt die hervorragende Qualität, und die Preise bleiben dennoch fair. hotel-posttraunkirchen.at

Schluchtspektakel: Die Burggrabenklamm am Attersee zwängt sich nordostseitig in den Schafberg. Ein Pfad zieht hier durch den engen Schlund zu einem Wasserfall. Vom 14 Kilometer entfernten Bad Ischl reist man durch das Weißenbachtal an. Eingang bei der Burgbachau, Eintritt 1 Euro (Automat). Eine schöne Tour führt weiter zum Schwarzensee (2 h).

Schaurig-kurios: Im Beinhaus von Hallstatt stapelt sich die größte Schädelsammlung Europas in säuberlichen Reihen. Auf die glänzenden Stirnen über den hohlen Augen wurden kunstvoll Name und Lebensdaten gepinselt, umkränzt von Efeu und Eichenlaub, von Blumen und Blüten. Wo der Grund knapp ist, wird ein Grab nach 10 Jahren wieder belegt, und die Knochen werden im Beinhaus zweitbestattet.

Salzwege: Entlang der 40 km langen Soleleitung zwischen Ebensee, Bad Ischl und Hallstatt – älteste Pipeline der Welt – verläuft ein Wanderweg. Der schönste Abschnitt führt in gut drei Stunden von Bad Goisern zum Hallstätter Salzbergwerk, das älteste seiner Art weltweit. salzwelten.at

Naturdenkmal: Einer der letzten Eibenwälder Österreichs bedeckt den Johannesberg, der sich bei Traunkirchen in den Traunsee schiebt. Lauschige Wege führen hindurch. Oben auf dem Odinstein, wie der Johannesberg einst hieß, wacht eine Kapelle, zugleich ein uralter Opferplatz.

Foto: Iris Kürschner

Den ausführlichen Reisebericht von unserer Autorin Iris Kürschner gibt es in der aktuellen outdoor-Ausgabe 08/18 zu lesen.

Ausrüstung: Die besten Produkte für Wanderer

09.07.2018
Autor: Iris Kürschner
© outdoor
Ausgabe 08, 09/2018, 2018