Tirol, Mieminger Kette: Auf den Vorderen Tajakopf

Der Normalweg auf den Vorderen Tajakopf folgt dem Südgrat. Schon vom Vorderen Tajatörl öffnen sich herrliche Blicke ins Brendlkar und zu den umliegenden Gipfeln. Anstrengend wird die Tour durch den Schotter.

Tirol, Österreich Österreich

Länge 3,62 Kilometer
Dauer 04:00 Std.
Schwierigkeitsgrad schwer
Höhenunterschied 575 Meter
Höhenmeter absteigend 559 Meter
Tiefster Punkt 1875 m ü. M.
Höchster Punkt 2395 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Recht kurze, aber anspruchsvolle Wanderung ab der Coburger Hütte. Schwierigkeiten I–II, vor allem im Abstieg strengt das Geröll an. Oben teils versichert.


Anfahrt


A95 bis Garmisch-Partenkirchen und weiter auf der B23 Richtung Fernpass bis Ehrwald. Kostenloser Parkplatz an der Ehrwalder Bahn.


Ausgangspunkt


Der Startpunkt der Tour auf den Vorderen Tajakopf ist die Coburger Hütte auf 1917 Meter Höhe.


Einkehr


Die Berge um die Coburger Hütte sind noch richtig wild. Einkehrmöglichkeiten gibt es auf dem kurzen, aber knackigen Weg zum Vorderen Tajakopf keine, darum kräftig frühstücken und unbedingt Verpflegung und ausreichend Flüssigkeit für unterwegs mitnehmen.


Beste Zeit


Die beste Zeit für Touren auf den Vorderen Tajakopf reicht je nach Schneelage von Juli bis Oktober.


Karte


Gute Dienste leistet die AV-Karte-Blatt 4/2 Wetterstein Mitte, Maßstab 1:25.000, 9,80 Euro.


Infos


Allgemeine touristische Auskünfte erteilt die Tiroler Zugspitz Arena unter Tel. 0043/5673/20000
und auf zugspitzarena.com


outdoor-Tipp


Wer für den Abstieg einen anderen Weg als für den Aufstieg nutzen will, kann vom Vorderen Taja-Törl über den Coburger Klettersteig zum Hinteren Taja-Kopf aufsteigen - eine anspruchsvolle Via Ferrata mit einer kurzen D-Stelle, Klettersteigausrüstung ist auf dieser Tour dringend erforderlich. Dann zum Hinteren Taja-Törl absteigen.


Route


Die Tour beginnt an der Coburger Hütte. Von der Terrasse der Hütte geht es zunächst entlang des Drachensees in östliche Richtung (Weg 812). Schon bald schlängelt sich der Pfad in Serpentinen aufwärts. Auf einem Plateau angekommen zweigt der Weg dann (Beschilderung folgen) über eine Wiese zum Vorderen Taja-Törl ab. Der Aufstieg zum Törl erfolgt durch schottriges Gelände. Es lohnt sich, diese Tour am Morgen zu starten, dann liegt dieses Stück noch im Schatten. Am Törl angekommen nach links abbiegen und nun durch felsiges Gelände, das teilweise mit Drahtseilen versichert ist, empor. An einigen Stellen müssen die Hände kraftvoll zupacken. Am Gipfel gibt’s wenig Platz, aber reichlich Felsen für eine kurze Rast. Der Abstieg erfolgt über den Aufstiegsweg. Im Schutt kann man zum Teil abfahren, was das mühevolle Gehen etwas erleichtert. Alternativ steigt man vom Vorderen Taja-Törl auch noch auf den Hinteren Taja-Kopf (siehe Tipp).


03.06.2016
Autor: Nina Hölmer
© outdoor