Wanderung durchs Zwieselbachtal ins Zwieselbachjoch

Über saftiggrüne Wiesen und immer an einem glasklaren Gebirgsbach entlang führt die gemütliche Wanderung durchs Zwieselbachtal. Vor allem für Familien mit Kindern eine abwechslungsreiche Tagestour.

Tirol, Österreich Österreich

Foto: Bernd Ritschel / Ötztal Tourismus
Länge 7,27 Kilometer
Dauer 03:37 Std.
Schwierigkeitsgrad leicht
Höhenunterschied 824 Meter
Tiefster Punkt 2027 m ü. M.
Höchster Punkt 2856 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch
Eine großenteils gemütliche Wanderung, die nur am Schluss etwas steiler wird. Im Frühsommer halten sich mitunter noch Altschneereste kurz vorm Joch, deswegen sind Grödeln oder Steigeisen eventuell von Nutzen.

Anfahrt
Von München über Salzburger (A 8) und Inntalautobahn bis Abfahrt Ötztal. Alternativ über Garmisch – Mittenwald (B 2) – Zirlerberg – Inntalautobahn Richtung Bregenz bis Abfahrt Ötztal. Von hier der Ötztaler Straße (B 186) folgen. Bei Umhausen links abzweigen nach Niederthai. Vom ausgeschilderten Parkplatz dauert der Aufstieg bis zur Schweinfurter Hütte zwei Stunden.

Ausgangspunkt
Schweinfurter Hütte

Übernachtung
Schweinfurter Hütte, 2034 m, DAV Sektion Schweinfurt, Mitte Juni bis Anfang Oktober, bei schönem Wetter Verlängerung möglich.
Tel. Hütte 0043/5255/50029,
Tel. Tal 0043/5255/5630,
schweinfurterhuette@aon.at.

Beste Zeit
Je nach Schneelage zwischen Juni und September.

Karte
Alpenvereinskarte Blatt 31/2, 1:25 000, 9,80 Euro.

Buchtipp
Stubaier Alpen alpin, Walter Klier, Bergverlag Rother, 2006, 22,90 Euro.

Info
Ötztaler Tourismus
www.oetztal-mitte.com
Tel. 0043/57200/400

outdoor-Tipp
Es lohnt sich, die Tour zum Breiten Grieskogel (zusätzl. 1,5 h) auszuweiten oder als Übergang zur Winnebachseehütte zu nutzen (1 h ab Joch).

Route
Direkt von der Hütte aus dem Weg Richtung Süden ins Zwieselbachtal folgen. Nach kurzer Zeit erreicht man die Sennhütte, hier weiter geradeaus immer am Bach entlang. Imposant stehen die Gipfel zu beiden Seiten; der Weg steigt nur langsam an. Erst zum Talschluss hin steilt er etwas auf. In einem leichten Rechtsbogen führt die Route hinauf auf das Joch, wo noch Altschneefelder liegen können. Ist dies der Fall, sollte man sich an der rechten Seite des Tals orientieren und durch grobes Blockwerk zum Sattel aufsteigen. Wer Grödeln oder Steigeisen dabei hat, kann bei einem großen Steinmandl den Weg nach links verlassen und bequemer als durch das Blockfeld über den Zwieselbachferner zum Joch aufsteigen – Erfahrung mit Gletschertouren vorausgesetzt. Am Joch selbst öffnet sich eine grandiose Aussicht in die hinteren Ötztaler und Stubaier Alpen. Abstieg wie Aufstieg.

Konditionell ganz Starke können auf den Breiten Grieskogel weitergehen. Jedoch ist hier die komplette Gletscherausrüstung Pflicht, und man sollte zuvor Infos vom Hüttenwirt über den Zustand der Gletscherflächen einholen. Vom Joch leitet der Weg Richtung Westen über den Grieskogelferner, bis man südlich der Larstigspitze einer Steilstufe im Eis nahe dem Felsen ausweicht.  Am Grat oberhalb des Gletschers steht einer Gipfelbesteigung nichts mehr im Wege. Für den Abstieg gibt es eine Alternative über den Larstigenferner, jedoch ist dieser Gletscher besonders spaltenreich und nur für sehr erfahrene Bergsteiger empfehlenswert.

29.06.2010
Autor: Tobias Attenberger
© outdoor