Bergwanderung auf den Hochreichkopf Kühtai Stubaier Alpen

Die schöne Pyramide des Hochreichkopfs ist ein 3.000er wie aus dem Bilderbuch. Nicht zu steil und gerade noch in der Liga der 3.000er, lohnt sich seine Besteigung des Hochreichkopfs als Tagestour von der Schweinfurter Hütte aus.

Tirol, Österreich Österreich

Foto: Bernd Ritschel / Ötztal Tourismus
Länge 4,77 Kilometer
Dauer 03:49 Std.
Schwierigkeitsgrad leicht
Höhenunterschied 949 Meter
Höhenmeter absteigend 61 Meter
Tiefster Punkt 2031 m ü. M.
Höchster Punkt 2966 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch
Der Gipfel des Hochreichkopfs zählt zu den einfacheren 3.000ern. Nur der letzte Teil erfordert Trittsicherheit, sonst gibt es keinerlei Schwierigkeiten. Auf alpine Gefahren und das Wetter muss man selbstverständlich achten.

Anfahrt
Von München über Salzburger (A 8) und Inntalautobahn bis Abfahrt Ötztal. Alternativ über Garmisch – Mittenwald (B 2) – Zirlerberg – Inntalautobahn Richtung Bregenz bis Abfahrt Ötztal. Von hier der Ötztaler Straße (B 186) folgen. Bei Umhausen links abzweigen nach Niederthai. Vom ausgeschilderten Parkplatz dauert der Aufstieg bis zur Schweinfurter Hütte zwei Stunden.

Ausgangspunkt
Schweinfurter Hütte

Übernachtung
Schweinfurter Hütte, 2034 m, DAV Sektion Schweinfurt, Mitte Juni bis Anfang Oktober, bei schönem Wetter Verlängerung möglich.
Tel. Hütte 0043/5255/50029,
Tel. Tal 0043/5255/5630,
schweinfurterhuette@aon.at.

Beste Zeit
Je nach Schneelage zwischen Juni und September.

Karte
Alpenvereinskarte Blatt 31/2, 1:25.000, 9,80 Euro.

Buchtipp
Stubaier Alpen alpin, Walter Klier, Bergverlag Rother, 2006, 22,90 Euro.

Info
Ötztaler Tourismus
www.oetztal-mitte.com
info@oetztal-mitte.com
Tel. 0043/57200/400

outdoor-Tipp
Wer von der Bielefelder Hütte zur Schweinfurter Hütte wandert, kann den Hochreichkopf noch relativ leicht am Wegrand mitnehmen (5 h).

Route
Fast eben führt der Weg mit einer rotweiß- roten Strichmarkierung von der Schweinfurter Hütte durch einen herrlichen Zirbelkiefernwald und zur sehr schön gelegenen Finstertaler Alm. Kurz danach geht es auf einem kleinen Pfad über einen langen Moränenrücken des Steinkarferners. Viel Gletscher ist hier nicht mehr übrig, der Klimawandel lässt grüßen. Durch den Rückgang der Eisflächen sind an dieser Stelle zwei schöne Seen entstanden, die zu einer gemütlichen Rast einladen. Kurz vor dem größeren der beiden Karseen weist ein Steinmann den richtigen Weg. Nun in einem weiten Rechtsbogen bis an die unteren Felsen des Hochreichkopfes. Entlang den Felsen führt der schmale Pfad zum Schinder (Schuttkegel). Auf diesem hinauf zur Scharte. Gut markiert mit roten Punkten, leiten die letzten 100 Höhenmeter hinauf zum Gipfelkreuz. Beim Abstieg kann man entweder dieselbe Route wählen oder etwas länger über die schönen Längentaler Seen hinabwandern. Hierfür am Ende der Moräne des Steinkarferners in nordöstlicher Richtung abzweigen. Der Weg ist mit roten Punkten markiert und führt hinauf zur Längentaler Scharte. Von oben erblickt man die gleichnamigen Seen. Wer noch genug Zeit hat, kann hier rasten und die herrliche Aussicht ins Kühtai genießen. Anschließend leitet der Pfad in einem Bogen wieder zurück ins Finstertal und trifft auf den Aufstiegsweg. 

29.06.2010
Autor: Tobias Attenberger
© outdoor
Ausgabe 06/2010