Tour 1: Zwieselbacher Roßkogel (3081 m)

Traumblicke in den Sellrain und die Stubaier Alpen bietet der Zwieselbacher Roßkogel. Der Aufstieg ist im Vergleich zu anderen 3.000ern leicht zu meistern, wenn man von der Schweinfurter Hütte startet.

Tirol, Österreich Österreich

Foto: DAV
Länge 3,31 Kilometer
Dauer 03:44 Std.
Schwierigkeitsgrad leicht
Höhenunterschied 1002 Meter
Tiefster Punkt 2032 m ü. M.
Höchster Punkt 3036 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch
Anfangs sehr gemütlich, wird der Pfad bald ein steiler Steig durch felsiges Gelände. Trittsicherheit und gutes Schuhwerk sind vonnöten, für den steilen Abstieg durch Geröll sind Wanderstöcke empfehlenswert. Die Bergtour auf den Zwieselbacher Roßkogel (3081m) beginnt und endet an der Schweinfurter Hütte.

Anfahrt
Von München über Salzburger (A 8) und Inntalautobahn bis Abfahrt Ötztal. Alternativ über Garmisch – Mittenwald (B 2) – Zirlerberg – Inntalautobahn Richtung Bregenz bis Abfahrt Ötztal. Von hier der Ötztaler Straße (B 186) folgen. Bei Umhausen links abzweigen nach Niederthai. Vom ausgeschilderten Parkplatz dauert der Aufstieg bis zur Schweinfurter Hütte zwei Stunden.

Ausgangspunkt
Schweinfurter Hütte

Übernachtung
Schweinfurter Hütte, 2034 m, DAV Sektion Schweinfurt, Mitte Juni bis Anfang Oktober, bei schönem Wetter Verlängerung möglich.
Tel. Hütte 0043/5255/50029,
Tel. Tal 0043/5255/5630,
schweinfurterhuette@aon.at.

Beste Zeit
Je nach Schneelage zwischen Juni und September.

Karte
Alpenvereinskarte Blatt 31/2, 1:25 000, 9,80 Euro.

Buchtipp
Stubaier Alpen alpin, Walter Klier, Bergverlag Rother, 2006, 22,90 Euro.

Info
Ötztaler Tourismus
www.oetztal-mitte.com
Tel. 0043/57200/400

outdoor-Tipp
Konditionsbolzen besteigen den Roßkogel von St. Sigmund im Sellrain und steigen danach zur Schweinfurter Hütte ab. Dadurch verlängert sich die Tour erheblich (8 h gesamt).

Route
Der Weg führt direkt von der Hütte das schöne Zwieselbachtal entlang bis zur Sennhütte. Gleich hinter der Alm weist das Schild »Roßkogel« nach links die Richtung. Man verlässt den breiten Weg und folgt einem schmalen Pfad über eine steile Stufe auf den Salzbödelen. Anhaltend steil geht es durch das Fidaskar. Anfangs überzieht Gras das Gelände, doch recht bald weicht es den typischen groben Blöcken des Alpenhauptkamms. Auf dem stets gut markierten Weg geht es bis zu einem Felssporn, der rechter Hand durch Schutt umwandert wird. An einem kleinen Joch beginnt der Kraspesferner, dem man aber nicht zu nahe kommt. Nun rechts, nochmals steiler auf das Gipfelplateau. Der schmale Grat führt weiter in Richtung Süden. Nun rechts am Grat entlang in kurzer Zeit zum Gipfel des Zwieselbacher Roßkogels. Abstieg wie Aufstieg.

Alternative: Man kann auch weiter über einen ungesicherten Steig zum Gleirscher Roßkogel klettern. Allerdings bleibt dieser Weg erfahrenen Bergsteigern vorbehalten, denn es sollte mit Seil gesichert werden. Der Gleirscher Roßkogel ist der kleine Nachbargipfel und relativ leicht vom Gleirschjöchl zu besteigen. Der Weg führt vom Gipfel den Grat hinab zum Joch. Nun geht es rechts ins Zwieselbachtal hinunter und wieder zurück zur Hütte. Achtung: Für die gesamte Tour unbedingt Informationen beim Hüttenwirt einholen, da im Frühsommer Altschneefelder den Aufstieg erschweren können.

29.06.2010
Autor: Tobias Attenberger
© outdoor
Ausgabe 06/2010