Wanderung auf den Venter Hausberg: Wildes Mannle (3.023 m)

Ein echter Tourentipp für Spätaufsteher: Durch den Sessellift lässt sich der Aufstieg um eine Stunde verkürzen. Das Wilde Mannle zählt zu den leichten 3000ern im Ötztal und ist somit gut besucht. In Kombination mit einer Übernachtung auf der Breslauer Hütte eine richtig runde Bergtour.

Tirol, Österreich Österreich

Foto: Bernd Ritschel
Länge 9,76 Kilometer
Dauer 06:08 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 1085 Meter
Höhenmeter absteigend 1089 Meter
Tiefster Punkt 1888 m ü. M.
Höchster Punkt 2994 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch
Für durchschnittliche Bergwanderer birgt die Besteigung des Wilden Mannle bei Vent keine Probleme. Im Hochsommer ist der gesamte Aufstieg schneefrei. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind aber trotzdem vonnöten, da kurz vor dem Gipfel eine kleine, ganz leichte Kletterpassage lauert.

Anfahrt
Von München über die Salzburger- (A 8) und die Inntalautobahn bis Abfahrt Ötztal. Alternativ kann man auch über Garmisch – Mittenwald (B 2) – Zirlerberg – Inntalautobahn Richtung Bregenz bis Abfahrt Ötztal fahren. Von hier der Ötztaler Straße (B 186) folgen und vor Zwieselstein dann nach Vent abzweigen.

Ausgangspunkt
Start ist auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz am Ortseingang von Vent.

Einkehr
Breslauer Hütte, 2844 m, Bergrestaurant Stablein, 2365 m.

Übernachtung
Verschiedene Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplatz in und um Vent. Informationen und Buchung über www.vent.at oder Tel. 0043/57200/260. Auch auf der Breslauer Hütte, 2844 m, gute Übernachtungsmöglichkeiten: geöffnet von Mitte Juni bis Ende September, 67 Schlafplätze in Zimmern, 99 Matratzenlagerplätze, 40 Notschlafplätze.

Beste Zeit
Die einfache Wanderung kann man problemlos von Anfang Juni bis Ende September unternehmen.

Karte
Freytag und Berndt, Nr. 251, Ötztal Pitztal-Kaunertal-Wildspitze, 1:50000, 6,90 Euro.

Buchtipp
Stubaier Alpen alpin, Walter Klier, Bergverlag Rother 2006, 22,90 Euro.

Info
Ötztaler Tourismus – Büro Vent, Venter Straße 28, A-6458 Vent, Tel. 0043/57200/260, vent@oetztal.com, www.vent.at

outdoor-Tipp
Wer in seine Ötztalwoche auch die ein oder andere Unternehmung ohne Bergstiefel einbauen möchte, dem sei die Ötztal-Card (ab 38 Euro) empfohlen. Viele Eintritte, wie zum Beispiel im Aqua Dome in Längenfeld, oder Bergbahnfahrten sind darin enthalten.

Route
Von Vent aus zuerst zu den Rofenhöfen wandern. Dort dann rechts auf dem steilen Weg in Richtung Breslauer Hütte zum Bergrestaurant »Stablein«. Hier endet auch der Sessellift. Nun dem breiten Wanderweg weiter zur Breslauer Hütte folgen, bis nach etwa 30 Minuten die beschilderte Abzweigung zum Wilden Mannle kommt. Über Grashänge vorbei an der Schlepplift-Bergstation zur nächsten Wegteilung. Hier geht es rechts über Geröll, Blöcke und Felsstufen nun steil zum Gipfel. Die Kletterpassage kurz vor dem Gipfel ist abgesichert. Retour über den gleichen Weg.  

Alternative
: Man folgt den Steinmännchen über den flachen Kamm nach Norden. Und bevor der Rücken wieder steil ansteigt, geht es links über einen teilweise abschüssigen Steig mit einer gesicherten Kletterstelle auf die östliche Steinmoräne hinunter. Auf dieser bergab zum Gletscherbach wandern und weiter bis zur Abzweigung zur Breslauer Hütte.

Je nach Laune und Zeitbudget lohnt es sich, den Aufenthalt in luftiger Höhe um eine Nacht zu erweitern. Wer hingegen wieder ins Tal möchte, kann hier trotzdem einkehren, um anschließend auf dem Hüttenweg Nr. 919 wieder zurück zum Ausgangspunkt in Vent zu gelangen.

27.08.2009
Autor: Tobias Attenberger
© outdoor
Ausgabe 07/2009