Wanderug durchs Niedertal zur Kreuzspitze (3.455 m)

Der Gipfel der Kreuzspitze ist ein Logenplatz mit Blick über die Ötztaler Alpen. Hinauf geht es zunächst nur mäßig ansteigend durch das Niedertal bis zur Martin-Busch-Hütte. Danach wird es steiler, doch vom Sattel dauert es nicht mehr lang, und die Welt ringsherum liegt einem zu Füßen.

Tirol, Österreich Österreich

Foto: Bernd Ritschel
Länge 20,90 Kilometer
Dauer 09:40 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 1496 Meter
Höhenmeter absteigend 1488 Meter
Tiefster Punkt 1883 m ü. M.
Höchster Punkt 3367 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch
Wer die Tour an einem Tag schaffen will, sollte gut akklimatisiert sein und konditionell sehr stark. Die technisch allerdings überraschend leichte Bergtour auf die Kreuzspitze lässt sich aber durch eine Übernachtung auf der Martin-Busch-Hütte entschärfen und zu einer schönen Zweitages-Unternehmung ausbauen.

Anfahrt
Von München über die Salzburger (A 8) und die Inntalautobahn bis Abfahrt Ötztal. Alternativ kann man auch über Garmisch – Mittenwald (B 2) – Zirlerberg – Inntalautobahn Richtung Bregenz bis Abfahrt Ötztal fahren. Von hier der Ötztaler Straße (B 186) folgen und vor Zwieselstein dann nach Vent abzweigen.

Ausgangspunkt
Start ist auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz am Ortseingang von Vent.

Einkehr
Martin-Busch-Hütte, 2501 m.

Übernachtung
Verschiedene Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Campingplatz in und um Vent. Informationen und Buchung über www.vent.at oder Tel. 0043/57200/260. Lohnend ist auch allemal eine Übernachtung auf der Martin-Busch-Hütte, 2501 m, geöffnet Ende Juni bis Ende September und Anfang März bis Anfang Mai (Pfingsten), 40 Schlafplätze in Zimmern, 72 Matratzenlagerplätze, Tel. 0043/5254/8130, E-Mail: info@hotel-vent.at, www.hotel-vent.at

Beste Zeit
Tour je nach Schneelage von Juli bis Ende September möglich.

Karte
Freytag und Berndt, Nr. 251, Ötztal-Pitztal-Kaunertal-Wildspitze, 1 : 50000, 6,90 Euro.

Buchtipp
Stubaier Alpen alpin, Walter Klier, Bergverlag Rother 2006, 22,90 Euro.

Info
Ötztaler Tourismus – Büro Vent, Venter Straße 28, A-6458 Vent, Tel. 0043/57200/260, vent@oetztal.com, www.vent.at

Route
Zunächst geht es vom Parkplatz durch das Dorf hindurch und über eine  Brücke. Vorbei am Hotel Alt Vent biegt man in den Spiegelbachweg ein, der hinunter zur alten Holzbrücke führt. Hier beginnt der breite Fahrweg, der ins Niedertal leitet. Diesem nach führt der Weg bald an einer Infotafel vorbei, die auf den Prähistorischen Jägerplatz »Hohler Stein« verweist. Bei mäßiger Steigung geht es hinauf bis zum »Ochsenleger«. Hier kann der Besucher wiederum auf einer Informationstafel Hintergründe zur Vor- und Frühgeschichte erfahren. Hoch am Hang führt der Weg weiter, bis schließlich die Martin-Busch-Hütte sichtbar wird. Sieben Kilometer Wanderung hat man bereits hinter sich, bevor die Besteigung der Kreuzspitze ansteht.

Der Weg zweigt bei der Martin-Busch-Hütte rechts ab und führt in nordwestlicher Richtung steil auf das Hochplateau »Auf Sömen«. Links, etwas abseits vom Weg, liegt der Brizzisee – ein 
lohnender Abstecher, denn mit Moos überzogene Ufer schaffen eine besondere Atmosphäre und verführen zu einer kleinen Rast. Danach wird’s nochmals steiler, und viele kleine Serpentinen leiten schließlich auf den Sattel. Von hier führt ein angenehm breiter, aber immer noch steiler Weg über den Grat bis zum Gipfel, den man nach weiteren 20 Minuten erreicht hat.

Ein großes Gipfelkreuz thront auf dem höchsten Punkt der Kreuzspitze mit ihrem atemberaubenden Panorama: In der Tiefe rauscht die Rofen­ache, umgeben von unzähligen kleinen Hütten; gegenüber entdeckt man das Brandenburger Haus, eingerahmt von Gletschern und hohen Gipfeln. Der Abstieg erfolgt auf der Aufstiegsroute. 

outdoor-Tipp
Wer sich in die raue Natur um die Martin-Busch-Hütte verliebt hat, bleibt einfach noch oben und unternimmt Hüttentouren zu Similaunhütte (1,5 Std.), Ramolhaus (4–5 Std.) und Hochjochhospiz (4–5 Std.).

27.08.2009
Autor: Tobias Attenberger
© outdoor
Ausgabe 07/2009