Hohe Tauern: Bergwanderung zur Adolf-Nossberger-Hütte

Perfekter kann eine Berghütte kaum liegen: Rund um die Adolf-Noßberger-Hütte ragt ein Dutzend Dreitausender auf. Der Weg hinauf streift das Gradenmoos, ein tiefgrünes Hochmoor, in dem sich idyllische Rastplätze finden. Nach der Tour winkt ein erfrischendes Bad im nahen Gradensee.

Tirol, Österreich Österreich

Foto: www.nossberger.at
Dauer 08:51 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 1502 Meter
Höhenmeter absteigend 1509 Meter
Tiefster Punkt 1650 m ü. M.
Höchster Punkt 2988 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch
Die konditionell und technisch mittelschwere Bergwanderung führt durch das beschauliche Gradental und später am lauschigen Gradenmoos vorbei.

Anfahrt
Zur Adolf-Noßberger-Hütte, 2488 m, kommt man von Putschall, 1053 m, das zwischen Heiligenblut und Döllach liegt: Richtung Gradenalm, 1707 m, kurz vorher auf dem Wanderparkplatz neben dem Bach parken.

Ausgangspunkt
Großer Wanderparkplatz direkt am Gradenbach, 1652 m.

Einkehr
Adolf-Noßberger-Hütte, 2488 m, Hunde geduldet, bew. Mitte Juni bis Mitte September, Tel. 0043/664/9841835, www.nossberger.at

Übernachtung
Adolf-Noßberger-Hütte, 2488 m, Hunde geduldet, bew. Mitte Juni bis Mitte September, Tel. 0043/664/98418835, www.nossberger.at

Beste Zeit
Juli bis September.

Karte
Alpenvereinskarte Nr. 41, Schobergruppe, 1 : 25000, 9,80 Euro.

Buchtipp
Glockner-Region, Heiligenblut, Mölltal, Kreuzeckgruppe, Walter Mair, Bergverlag Rother 2008, 12,90 Euro.

Info
Nationalpark-Region Hohe Tauern Kärnten, Döllach 1, A-9843 Großkirchheim, Tel. 0043/4825/20049, tourismus@nationalpark-hohetauern.at, www.nationalpark-hohetauern.at; Tourismus-Information Großkirchheim, Döllach 47, A-9843 Großkirchheim, Tel. 0043/4825/52121, www.grosskirchheim.at

Route
Vom Parkplatz auf dem breiten Wanderweg/Noßberger Weg am linken Ufer des Gradenbachs entlang ins Tal hinein. Bald kommt man an der Brücke, die rechts zur Gradenalm führt, vorbei. Der Weg geht weiter relativ eben bis ganz nach hinten in den Talgrund, wo er schmaler wird und durch lichten Wald in einigen Kehren teilweise steiler werdend nach oben führt. Schließlich erreicht man einen kleinen Wasserfall des Gradenbachs, der auf der rechten Seite munter hinab plätschert. Noch ein paar Höhenmeter hinauf und über den Gradenbach, beziehungsweise den kleinen Wasserfall nach rechts über eine kleine Brücke, und schon liegt das Gradenmoos vor einem. Schon allein für den Anblick der tiefgrünen grasigen Fläche, durch die der Gradenbach mäandert und die von lichten Lärchen und Alpenrosen umsäumt wird, lohnt sich der Aufstieg.

Der Fußpfad führt zunächst eben an der rechten Seite des Moors entlang und zieht dann in leichter Steigung über den steinigen Pfad zum Fuß einer felsigen Steilstufe. Hier, auf 2067 Meter teilt er sich. Beide Routen führen zur Hütte, die linke, der man folgt, ist etwas kürzer. Teilweise recht steil und leicht ausgesetzt führt der Steig durch die Flanke. Später wird er steiniger und führt nach Passieren der Steilstufe in flacheres gras- und felsplattendurchsetztes Gelände. Danach führt er am rechten Ufer eines kleinen Sees entlang. Kurz nach dem See und nur wenige Höhenmeter mehr nach oben, kommt noch ein Bergsee.  Jetzt sieht man auch die Adolf-Nossberger-Hütte etwas weiter hinten und leicht oberhalb. Man folgt dem Pfad mit seinen Markierungen kurz am rechten Seeufer entlang und steigt dann über Felsplatten und grasdurchsetztes Gelände zur Hütte auf.

Beim Abstieg kann man alternativ zunächst dem Wiener Höhenweg Richtung Hornscharte folgen und bei der Wegverzweigung auf 2326 Metern rechts auf den steilen Pfad hinab ins Gradenmoos abzweigen.

outdoor-Tipp
Von der Adolf-Nossberger-Hütte kann man in 2,5 Stunden technisch schwer, konditionell mittelschwer auf den Keeskopf, 3081 m, steigen. Dazu dem Weg westlich folgen und beim Abzweig ca. 350 Meter nach der Hütte links auf den Weg 916/918 abbiegen. Steil schlängelt sich der Pfad über vom Gletscher flach geschliffene Felsplatten aufwärts. Immer dem Weg nach, bis kurz unterhalb der Niederen Gradenscharte, 2796 m, rechts ein markierter Steig zum Keeskopf abzweigt. Auf ihm und zuletzt in leichter Kletterei zum Gipfel (600 Hm, 3 bis 4 Std.).

11.09.2009
Autor: Mirjam Hempel
© outdoor
Ausgabe 08/2009