Tuxer Alpen: Durch die Wolfsklamm

Diese Wanderung führt über Stufen und Steige durch eine sagenumwobene Felsschlucht. Rauschende Wasserfälle und grüne Tümpel sind Hingucker, und auch ein Besuch im Wallfahrtskloster St. Georgenberg lohnt sich.

Karwendel, Österreich Österreich

Länge 5,89 Kilometer
Dauer 03:31 Std.
Schwierigkeitsgrad leicht
Höhenunterschied 611 Meter
Höhenmeter absteigend 617 Meter
Tiefster Punkt 569 m ü. M.
Höchster Punkt 900 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Die Wanderung führt größtenteils über Stufen und Holzsteige durch die Felsschlucht. Durch die Nähe zu den Wasserfällen sind die Wege meist rutschig. Besonders bei Minusgraden ist Vorsicht geboten. Später folgt man dem Bach bequem auf einem Forstweg.


Anfahrt


Auf der A12 zur Ausfahrt Schwaz, von dort weiter nach Stans. Hier parkt man gebührenpflichtig beim Brandstetterhof (drei Euro pro Tag) oder umsonst bei der Laurentiuskirche (östlicher Dorfausgang). Auch per Bus kommt man von Schwaz nach Stans, Info: vvt.at


Ausgangspunkt


Parkplatz Brandstetterhof oder Laurentiuskirche



Einkehr


Oberhalb der Klamm liegt der älteste Wallfahrtsort Tirols: Kloster St. Georgenberg. Hier kann man im Gasthaus oder draußen unter alten Kastanienbäumen lokale Spezialitäten genießen.


Beste Zeit


Die Klamm ist von April bis Oktober geöffnet, Eintritt 4,50 Euro.


Karte


Kompass Wanderkarte 26: Karwendelgebirge, 1:50.000


Infos


Tourismusverband Silberregion-Karwendel, Tel. 0043/(0)5224/68320, silberregion-karwendel.at


outdoor-Tipp


Die recht kurze Tour lässt sich von St. Georgenberg um zwei Gipfel erweitern: steil hinauf zum Stanser Joch (2102 m) und dann am Grat entlang zum Ochsenkopf (2148 m). Tourlänge dann insgesamt 6 Stunden/1600 Hm.


Route


Gestartet wird in Stans entweder beim Brandstetterhof oder bei der Laurentiuskirche am östlichen Dorfausgang – von beiden Parkplätzen aus ist der Weg in die Wolfsklamm beschildert. Er steigt anfangs leicht an, und nach rund 20 Minuten erreicht man das geschlossene Gatter und das Wärterhaus der Klamm. Der Eintritt kostet 4,50 Euro für Erwachsene und 1 Euro für Kinder ab 6 Jahren. Holzstege und Treppen (Vorsicht: feucht und rutschig) führen am Bach entlang und über die rauschenden Wasserfälle. Es kann vorkommen, dass man nass gespritzt wird, und stellenweise verengt sich die Schlucht auf wenige Meter. Kurz nach der letzten Brücke verlässt man sie und folgt dann durch lichten Wald einem Forstweg. Am idyllischen Bachbett liegen schöne Rastplätze, die auch zum Füßekühlen und Planschen einladen. Über eine imposante, überdachte Holzbrücke geht es auf einem breite Fahrweg weiter zum ältesten Wallfahrtsort Tirols, dem Felsenkloster St. Georgenberg. Im urigen Gasthaus kann man im Schatten uralter Kastanienbäume gut essen. Zurück nach Stans wander man über den Kreuzweg nach Weng. Dazu nimmt man zuerst denselben gut ausgebauten Forstweg wie beim Anstieg, quert dann jedoch den Fluss über eine kleine Brücke und folgt dem breiten Pilgerweg, bis schließlich die Abzweigung nach Stans kommt.4


08.07.2015
Autor: Annika Müller
© outdoor
Ausgabe 06/2015