Karwendel: Faule Eng und Gramaijoch

Urwüchsiger Wald wechselt sich mit eindrucksvollen Tiefblicken zum Großen Ahornboden ab.

Karwendel, Österreich Österreich

Iris Kürschner
Länge 12,05 Kilometer
Dauer 05:50 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 908 Meter
Höhenmeter absteigend 893 Meter
Tiefster Punkt 1124 m ü. M.
Höchster Punkt 1887 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download
Anspruch

Die Wanderung führt über schmale Bergpfade, die Trittsicherheit verlangen. Im Abstieg vom Binssattel geht es über einige gesicherte Felsstufen. 



Anfahrt

Auf der A8 Richtung Salzburg bis Ausfahrt Holzkirchen, dann B13, am Sylvensteinsee auf die B307 und bei Vorderriß ins Rißtal. 



Ausgangspunkt

Die Runde startet und endet am Parkplatz P9 (1129 m) am Nordrand des Großen Ahornbodens. 



Einkehr

Beim Abstieg vom Binssattel in die Eng kann man auf halber Strecke in der urigen Binsalm einkehren. Im Talboden hat man die Qual der Wahl zwischen dem Alpengasthof Eng oder der Rasthütte im Almdorf. Auch am Bauernladen kann man sich verköstigen lassen. 



Beste Zeit

Juni bis Oktober. Im Bergfrühling, noch bevor das Vieh ausschwärmt, lockt ein bunter Blumenteppich. 



Karte

Alpenvereinskarte Blatt 5/3 »Karwendelgebirge Ost«; Kompass- Karte 26 »Karwendelgebirge«. 



Infos

Die besten Informationen und Tipps für Bergwanderer hat Margit Kofler im Alpengasthof Eng parat, Tel. 0043/5245/231, eng.at 



outdoor-Tipp

Bei guter Kondition und Trittsicherheit lohnt sich ein Abstecher auf das Sonnjoch (2457 m). Der Weg dorthin biegt am Gramaisattel links ab. Der markierte Steig führt durch die steilen Westhänge und am Kamm entlang in zwei Stunden zum Gipfel. An sonnigen Wochenenden müssen Wanderer mit einigem Betrieb rechnen. 



Route

Vom Parkplatz zunächst dem Wirtschaftsweg Richtung Plumsjochhütte folgen. In der zweiten Kehre geht es rechts in den Pfad zum Bach, der sich leicht überqueren lässt. Am anderen Ufer stößt man dann auf die Markierung, die rechts bergwärts führt.

In Kehren südseitig des Gramaigrabens durch urtümlichen Wald voller Totholz, Moos und Blaubeerbüsche. Mitunter ist der Pfad kaum fußbreit und wirkt fast wie ein Wildwechsel. Hier und da stellt sich eine Felsstufe in den Weg, an der schon mal die Hände eingesetzt werden müssen. Die Route quert in das Tälchen zwischen Sonnjoch und Bärenwandkopf.

Durch den Bachgraben steigt man zu einer Höhenterrasse auf. An ihrem linken Rand südöstlich über die Wiesen zum Gramaisattel (1834 m). Den Abzweig zum Sonnjoch links liegen lassend, geht es südlich weiter in den Binssattel (1903 m). Dort zweigen nach rechts Wegspuren auf den Kamm des Gramaijochs ab, der fantastische Tiefblicke in die Eng und hinüber in die Nordwände der Karwendelhauptkette erlaubt. Zurück am Binssattel erst über gesicherte Felsstufen, dann in moderat absteigender Querung zum Weg Nr. 456. Bergwärts würde es zur Lamsenjochhütte gehen.

Rechts hinunter zur Binsalm, dann ein Stück den Wirtschaftsweg entlang, bis am Beginn eines Waldstückes rechts ein abkürzender Pfad in die Eng führt. Am Alpengasthof vorbei wandert man dann der Straße nach zurück zum Ausgangspunkt. 



03.08.2017
Autor: Iris Kürschner
© outdoor
Ausgabe 09/2017