Tannheimer Tal: Krinnenspitze (2000 m)

Ihre runde, sanfte Form und ihre großen, freien Flächen machen die Krinnenspitze im Tannheimer Tal zum Ziel einer beliebten Rundtour auf gut begehbaren Steigen. Kein Wunder – die isolierte Lage des Berges südlich von Nesselwängle ist ein kaum übersehbares »Alleinstellungsmerkmal«.

Tannheimer Tal, Österreich Österreich

Foto: © Urlaubsregion Allgäu
Länge 7,27 Kilometer
Dauer 04:50 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 869 Meter
Höhenmeter absteigend 855 Meter
Tiefster Punkt 1135 m ü. M.
Höchster Punkt 1976 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch
Recht einfacher Aufstieg auf sehr guten Wegen. Nur bei Nässe gibt es eventuell Rutschgefahr. Der Abstieg von der Krinnenspitze hält eine zwar anspruchsvolle, aber dafür kurze Passage bereit, die jedoch sehr gut gesichert ist. Insgesamt erwartet den Wanderer hier eine abwechslungsreiche und ausgesprochen gemütliche Tageswanderung.

Anfahrt
Etwa 1,5 km südöstlich vom Talort Nesselwängle die Bundesstraße rechts in Richtung Rauth verlassen; dort beschränkte Parkmöglichkeit. Alternativ fährt der regionale Busverkehr regelmäßig die nahe gelegenen Haltestellen »Rauth« und »Gaicht« an.

Start- und Endpunkt
Das kleine Dorf Rauth (1140 m).

Beste Zeit
Ende Mai bis Ende September.

Einkehr
Unterwegs findet sich keine Einkehrmöglichkeit; dafür gibt es ein kleines Gasthaus in Rauth und verschiedene Möglichkeiten in Nesselwängle.

Karte
Kompass WK 04 Tannheimer Tal, 1 : 35000, ISBN 978-3-85491-644-4, 5,95 Euro; Wanderkarte Tannheimer Tal, 1 : 35000, erhältlich über den Tourismusverband, 6,90 Euro.

Buchtipp
Tannheimer Tal. 50 Touren. Dieter Siebert, Bergverlag Rother 2009, ISBN 978-3-7633-4229-7, 12,90 Euro.

Info
Tourismusverband Tannheimer Tal, Oberhöfen 110, A-6675 Tannheim, Tel. 0043/5675/62200, info@tann heimertal.com. Der aktuelle Busfahrplan ist als pdf unter www.Tannheimertal.com zu finden.

Route 
Hinter der kleinen Kirche im Dörfchen Rauth führt der Weg direkt den Hang hinauf. Bei der ersten Verzweigung geradeaus halten, eine Forststraße queren und auf dem »Enziansteig« durch den Wald aufwärts wandern. Oberhalb der Waldgrenze verläuft der Weg quer durch eine offene, weite Grasfläche und steigt kräftig an. Nach kurzer Zeit und vielen Mulden erreicht man dann eine Bergschulter auf der Südseite der Krinnenspitze. 

Von hier geht es jetzt sehr direkt auf den Gipfel zu: Der 2000 Meter hohe Berg ist sanft in das flache Hochmassiv eingebettet, und auch seine Anhöhe dehnt sich recht flach, breit und grasbedeckt aus. So lädt der Gipfel dazu ein, getrost alle viere von sich zu strecken und ein wenig zu verweilen – ganz ohne befürchten zu müssen, man würde anderen Wanderern den Brotzeit-Platz stehlen. 

Beim Abstieg sorgen mehrere Sicherungsketten für den nötigen Halt; der Pfad wird hier kurzzeitig recht schmal und führt dann rechts in eine steile Flanke hinein. Gutes, rutschfestes Schuhwerk ist nötig, um auf dem steinigen Pfad bis zur Ostgratschulter zu gelangen – nicht umsonst trägt der Weg den Namen »Gamsbocksteig«. 

Die anschließende, weiche Mulde ist von Gras und Latschen überzogen und macht das Gehen wieder richtig angenehm. Schnell sind auf diesem Abstieg die Wiesen der Krinnenalm rund um die Nesselwängler Liftstation erreicht. Von dort aus rechts halten und auf dem »Meranersteig« am Fuße der östlichen Massiv-Ausläufer queren, bis der Pfad durch ein kurzes Waldstück und anschließend links abbiegend wieder nach Rauth zurückführt.      

outdoor-Tipp
Sollte es regnen oder einem der Sinn eines Morgens nicht nach Wandern stehen: Rund 40 Kilometer (ca. halbe Autostunde) von Nesselwängle erheben sich die imposanten Königsschlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau zu Füßen des Ammergebirges. Sie sind über Reutte, Musau und Füssen schnell erreicht. 

Infos:
www.neuschwanstein.de, www.hohenschwangau.de, Tel. 08362/930830.

09.03.2010
Autor: Uta Leidenberger
© outdoor
Ausgabe 04, 05, 03/2010, 2010, 2010