Sportklettersteige - das müssen Sie vorher wissen

Nepalbrücken und Tyrolienne: der Reiz der Sportklettersteige

Sportklettersteige weisen spielerische Elemente wie Nepalbrücken und Tyrolienne auf. Auch Seilrutschen, auch "Flying Fox" genannt sorgen für spannende Abwechslung am Berg.
Foto: Bernd Ritschel OD 0809 Faszination Sportklettersteig

Schon fast nobel: Statt einer Drahtseilkonstruktion à la Nepal führt ein recht stabiler Steg über den Abgrund.

Seiner frühen Entstehung ist geschuldet, dass er keine neuzeitlichen Finessen wie eine Nepalbrücke oder eine Tyrolienne aufweist. Beides sind moderne Elemente, auf die kaum ein in den letzten Jahren entstandener Sportklettersteig verzichtet. Tyroliennes sorgen als Erweiterungen der bei Kindern beliebten Seilrutschen »Flying Fox« für Nervenkitzel: Das Klettersteigset in eine Rollenkonstruktion einge­hakt, saust man mit teilweise rasanter Geschwindigkeit dem anderen Fixpunkt der Seilrutsche entgegen. Die Sicherungstechnik dabei ist einfach, man sollte sie sich aber trotzdem vorher von einem Experten zeigen lassen.

Nepalbrücken wiederum lassen Wagemutige auf einem Seil hoch über einer Schlucht im Wind hin- und herschwanken, karabinergesichert und die Hände um, je nach Ausführung, ein bis drei Haltedrahtseile geklammert. Fuß um Fuß geht es über die Luftbrücke. Wer Spaß daran hat, sollte sich am Schweizer Klettersteig Aletsch versuchen – mit 80 Metern die wohl längste Hängebrücke auf einem Klettersteig der Alpen.

16.09.2009
Autor: Kerstin Rotard
© outdoor
Ausgabe 08/2009