Rund um den Monte Pelmo

​Der Monte Pelmo ist die einsame Schichttorte in der Pralinenbäckerei der Dolomiten. Die Wanderung vermittelt faszinierende Ein- und Ausblicke rund um die gesamte Felsenfestung herum und auch darüber hinaus.

Dolomiten, Italien Italien

Länge 11,66 Kilometer
Dauer 06:00 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 926 Meter
Höhenmeter absteigend 926 Meter
Tiefster Punkt 1776 m ü. M.
Höchster Punkt 2490 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Trittsicherheit und Erfahrung im Schuttgehen braucht es am Sentiero Flaibani zwischen Rif. Venezia und der Karmulde des Nevaio di Val d’Arcia.



Anfahrt


Egal, ob man von Norden oder Süden anfährt, das Ziel ist der Passo Staulanza zwischen dem Val di Zoldo und Selva di Cadore.


Ausgangspunkt


Die Wanderung beginnt und endet an den Parkplätzen vor dem Gasthof an der Forcella Staulanza.


Einkehr


Rifugio Venezia, 1946 m, geöffnet 15. Juni bis 30. September, Tel. 00 39/04 36/96 84, rifugio.venezia@libero.it – eine schöne Berghütte auf halbem Weg.
Am Start/Ziel wartet das Rif. Passo Staulanza (privat geführt),
Tel. 00 39/04 37/78 85 66, info@staulanza.it




Beste Zeit


Juni bis Oktober. Nordseitig des Pelmo können Altschneefelder Pickel und Steigeisen erfordern.  


Karte


Tabacco Wanderkarte 025 »Dolomiti di Zoldo, Cardorine e Agordine«, Maßstab 1:25 000, Preis: 10,90 €



Infos


Diese und weitere Touren finden sich im Wanderführer Dolomiten 6, F. Hauleitner, erschienen im Rother Verlag , Preis 14,90 Euro.



outdoor-Tipp


Auf dem ersten Wegabschnitt zwischen der Forcella Staulanza und dem Rifugio Venezia führt ein Abstecher weit zurück in die Vergangenheit. Dem Hinweis »Orme di dinosauri« folgend, finden sich auf einer Felsplatte angeblich rund 220 Millionen Jahre alte Spuren von Dinosauriern. Der Abstecher dauert eine halbe Stunde.


Route


Vom Parkplatz aus überquert man eine Wiese und fädelt in den rot-weiß markierten Wanderweg Nr. 472 ein. Zunächst leicht ansteigend, entwickelt er sich schon bald zu einer schönen Höhenpromenade, der am Fuß der Westkante des Monte Pelmetto aus dem Wald heraus führt (hier beginnt der Weg zu den Fußabdrücken der Dinosaurier, s. outdoor-Tipp). Über Wiesen und manchmal feuchte Moorgebiete mit großartiger Aussicht auf das Val di Zoldo und die Civetta leitet der Weg praktisch ohne Höhenverlust um die Südabstürze des Pelmo herum. Eine eigenartige Felsformation kommt in Sicht, im heimischen Dialekt wird sie »Dambra« (Huf) genannt. Direkt unterhalb dieses Felsturms hindurch, erreicht man bald die Almen der »Campi di Rutorto«, danach die Venezia-Hütte. Von hier bietet sich einen schöner Blick auf die Dreitausender Antelao und Sorapis.
Hinter der Hütte beginnt der anstrengende Teil der Wanderung: der Aufstieg zur Forcella Val d’Arcia (2476m) über den Sentiero Flaibani. Der Weg ist steil, aber in den schwierigeren Passagen durch Drahtseile gesichert. Hinter dem Pass gelangt man in das Schuttkar auf der Nordseite des Monte Pelmo. Die Markierungen führen zu den Felsen der Cime di Val d’Arcia, wo sich der Weg teilt. Nicht zum Rifugio Citta di Fiume, sondern links über einen nicht nummerierten Weg diagonal zum Felssockel des Pelmetto absteigen, unterhalb der 800 Meter hohen Nordwand des Berges. Weiter abwärts trifft er bald auf den von Norden kommenden Dolomiten Höhenweg Nr. 1, der unschwierig zum Ausgangspunkt der Wanderung leitet, der Forcella Staulanza.
 
 




27.04.2017
Autor: Ralf Gantzhorn
© outdoor
Ausgabe 06/2017