Trentino: Trekking delle Leggende

Wandern in der Palagruppe – Infos

Über eine felsige Hochebene, durch ursprüngliche Wälder und einsame Täler: Die Palaronda- Runde ist ein Naturgenuss der Extraklasse.

Allgemein:
Die Palagruppe im Südosten der Dolomiten besticht durch das Altopiano delle Pale, eine auf 2500 Höhenmetern gelegene Hochebene. Der Trek durchquert diese bizarre Steinwüste.

Anspruch:
Leichter bis mittelschwerer Trek, der stellenweise Trittsicherheit erfordert.

Beste Zeit:
Mitte Juni bis Mitte September

Anreise: Auf der Brennerautobahn bis Ausfahrt Egna/Neumarkt und von dort auf der SS 48 bis nach Calavese; dann nach Predazzo und auf der SS 50 weiter nach San Martino di Castrozza.

Info: sanmartino.com, Tel. 00_39/04_39/76_88_67

Karte: Tabacco Nr. 022, Pale di San Martino, Maßstab 1:25_000

Dauer: 4 Tage, 2800 Höhenmeter

Route Tag 1: San Martino di Castrozza – Rosetta- Hütte; 4 Stunden, Höhenmeter im Aufstieg: 1100 Von San Martino di Castrozza steigt man zur Rosetta- Hütte auf, zu Fuß auf Weg Nr. 701 (oder schwebt alternativ mit der Kabinenbahn des Colverde und der Seilbahn der Rosetta hinauf). Das Altopiano delle Pale ist ein 50 Quadratkilometer großes Plateau aus nacktem Felsgestein in über 2500 Meter Höhe, umgeben von hohen Gipfeln. Von der Bergstation führt eine einfache Wanderung auf den Rosetta- Gipfel (2743 m) hinauf.

Tag 2: Rosetta-Hütte – Pradidali-Hütte; 3 Stunden, Höhenmeter im Aufstieg: 300
Diese Strecke gehört zu den Highlights unter den Dolomitenpfaden und verläuft auf dem Dolomitenweg Nr. 2. Von der Rosetta- Hütte aus auf Weg 709 (leicht) in zwei Stunden zum Fuß des Fradusta- Gletschers. Die Hochebene ist nicht ganz flach, sondern mit Mulden, Spalten und Vorsprüngen übersät. Man umgeht den Fradusta- Gletscher an seinem Nordrand und erreicht in einer Stunde die großartige, aussichtsreiche Cima Fradusta (2939 m) im Herzen der Palagruppe. Nach diesem Gipfelerlebnis kehren Wanderer zum Fuß des Fradusta-Gletschers zurück, überwinden den nahen Passo di Pradidali Basso und steigen durch den wunderschönen Kessel des oberen Val Pradidali zur auf 2278 Metern gelegenen Pradidali-Hütte ab.

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Tag 3: Pradidali-Hütte – Canali-Treviso-Hütte; 5 Stunden, Höhenmeter im Aufstieg: 300, Höhenmeter im Abstieg: 1100
Durch das Pradidali-Tal steigt man den steilen Weg 709 ab, der zwischen senkrechten Wänden in mehreren Stunden in die weiten grünen Flächen des Canali-Tals führt. Von dort aus öffnen sich beeindruckende Blicke auf die Cima Canali, die tausend Nadeln des Cimerlo und die imposante Steilwand von Sass Maor. Von Weg Nr. 711 biegt man dann nach links zur Pradidaliund Canali-Alm ab. Fichten- und Lärchenwälder und ausgedehnte Wiesen begleiten den Wanderer ins Herz des Naturparks Paneveggio – Pale di San Martino. Auf dem Weg Nr. 707 zur Canali-Treviso- Hütte (1631 m), gegenüber des Sass d’Ortiga.

Tag 4: Canali-Treviso- Hütte – San Martino di Castrozza; 7–8 Stunden, Höhenmeter im Aufstieg: 1100
Zur weiteren Erkundung des Hochplateaus steigt man durch die breite Coro- Senke auf Weg Nr. 707 zum Passo Canali auf (2 Std.). Von dort gelangt man in kurzer Zeit zum östlichen Rand des Altopiano delle Pale und genießt hier einen beeindruckenden Panoramablick auf die Dolomiten. Das Hochplateau war einst die Lagune mitten in einem uralten Atoll: Die Farbe der Korallen kehrt beim Sonnenuntergang zurück, wenn die Pale sich rot verfärben. Nach weiteren zwei Stunden Wanderung erreicht man die Rosetta- Hütte. Von dort den Lift zurück zum Ausgangspunkt San Martino di Castrozza nehmen.

outdoor-Tipp: Besucher der Palagruppe sollten sich auf keinen Fall die kulinarischen Spezialitäten der Region entgehen lassen. Authentische Restaurants in Ihrem Aufenthaltsort finden Sie auf dieser Internetseite: sanmartino.com

06.03.2013
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Ausgabe 4/2013