Südtirol: Genusswandern im Vinschgau

Wandern im Vinschgau - Südtirol

Der Vinschgau in Südtirol macht Wanderer auch im Spätherbst glücklich – mit Bergtouren, gutem Wetter und kulinarischen Vergnügen ...
Foto: © doro52 / PIXELIO Herbstwandern im Vinschgau

Der berühmte Kirchturm von St. Pedro. Ein Pflichtmotiv für alle, die den versunkenen Ort passieren.

Wie auf einem surrealistischen Gemälde ragen seine grauen Mauern aus den Wassern des Reschensees. Wer ihn gesehen hat, vergisst ihn nicht mehr – der Kirchturm von St. Pedro ist eines der berühmtesten Motive des Alpenraums. Seitdem der Ort Graun zwischen 1948 und 1950 in dem Stausee versank, schossen Generationen von Reisenden hier schon ihr Erinnerungsfoto, beim ersten Stopp im Land der Verheißung: Italien. Doch während der Turm für viele nur ein Haltepunkt auf der Reise in südlichere Gefilde darstellt, sind viele Bergwanderer hier endlich am Ziel ihrer Träume angekommen: im Vinschgau in Südtirol, einer Region für Genießer in vielerlei Hinsicht.

Das beginnt schon beim Wetter. Bis in den Herbst hinein bleibt die Etschtalregion zwischen Reschenpass im Nordwesten und Meran im Osten für Wanderer attraktiv. Die 3000 Meter hohen Berge rings herum lenken Schlechtwettereinbrüche von Norden, Westen und Süden gleichermaßen ab. So scheint an gut 310 Tagen im Jahr die Sonne im Val Venosta, wie der Vinschgau auf Italienisch heißt. Die Niederschlagsmenge liegt zwischen 440 und 660 mm pro Jahr – Werte, die mit denen Siziliens vergleichbar sind.

Der sonnenverwöhnte Vinschgau lockt auch im Spätherbst noch mit Höhenwanderungen. outdoor stellt die fünf besten Touren für jeden Anspruch vor:

Tour 1: Latschander Waal und Tscharser Schnalswaal
Tour 2: Höhenweg St. Martin–Kortsch
Tour 3: Spitzige Lun (2324 m)
Tour 4: Sesvenna-Hütte, 2256 m, und Uina-Schlucht
Tour 5: Auf die Laaser Spitze (3304 m)

Was den Wanderer von heute freut, bereitete den Einheimischen einst Kopfzerbrechen. Wegen der sommerlichen Hitze kann sich am Sonnenberg, wie die exponierten Nordhänge des Etschtals genannt werden, außer Steppenbewuchs keine schützende Pflanzendecke bilden. Durch die hohen Temperaturunterschiede verwittert das Gestein sehr schnell und wird bei den wenigen, dafür umso heftigeren Regentagen im Jahr mit Muren ins Tal geschwemmt.

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23.10.2009
Autor: Mirjam Hempel
© outdoor
Ausgabe 10/2009