Über die Düsseldorfer Hütte zur Angelusspitze

Was für ein Kontrast: Am ersten Tag wandert man durch die lieblichen Täler des Vinschgaus. Nach einer Nacht auf der Düsseldorfer Hütte steigt man auf die Angelusspitze und spürt den eisigen Hauch des Gletschers.

Südtirol, Italien Italien

Foto: Bernd Ritschel
Länge 22,71 Kilometer
Dauer 13:37 Std.
Höhenunterschied 3010 Meter
Höhenmeter absteigend 702 Meter
Tiefster Punkt 920 m ü. M.
Höchster Punkt 3263 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download
Zweitagestour in Südtirol

Anspruch
Tag 1: Lange Tour, aber technisch wenig anspruchsvoll.
Tag 2: Leichter Aufstieg am Gletscherrand, ohne Kletterei und Gletscherberührung.

Anfahrt
Über Bozen und Meran durch den Vinschgau auf der SS38 nach Prad.

Ausgangspunkt
Ortskern von Prad am Dorfplatz, Parkmöglichkeiten gibt es im Ort.

Einkehr
Zwischen Prad und Sulden gibt es immer wieder kleine Gasthöfe zum Einkehren. Bergstation Kanzel, Tel. 0039/349572003; Kälberhütte.

Übernachtung
Düsseldorfer Hütte/Rifugio Serristori, Mitte Juni bis Anfang Oktober, Tel. Hütte: 0039/0473/613115, Tel. Tal: 0039/0473/613005
Kontakt Eigentümer: Landesamt für Vermögensverwaltung, vermoegens amt@provinz.bz.it

Karte
Freytag & Bernd Wanderkarte S2, Vinschgau, Ötztaler Alpen, 1:50000, 7,95 Euro.

Beste Zeit
Mitte Juni bis Oktober (bei entsprechender Witterung).

Buchtipp
Vinschgau, Ortlergruppe: 50 Touren, Manfred Föger, Kompass Wanderführer, 2008, 128 Seiten, 12,95 Euro.

Info
Tourismusverband Vinschgau
Kapuzinerstraße 10
I-39028 Schlanders
Tel. 0039/0473/620480
info@vinschgau-suedtirol.info
www.vinschgau-suedtirol.info

outdoor-Tipp
Die Churburg bei Schluderns ist in Besitz der größten Rüstkammer weltweit mit mehr als 50 Rüstungen und Schwertern (nur mit Führung). Hier finden auch die Südtiroler Ritterspiele statt. Info: www.castelcoira.com

Route: Tag 1
Vom Dorfplatz in Prad schlendert man zunächst zur kleinen Kirche St. Johann und biegt in den Wanderweg Nr. 6 ein. Vorbei am Gehöft Vellnair. Im Graben des Vellnairbaches dann links in einen Forstweg (Nr. 6) einbiegen. Einen Graben überqueren, über eine Wiese und auf einem Weg hinauf zur Vellnairalm. Über flache Wege und weitere Gräben wandert man in das Tal hinein. Am Razoibach vorbei führt die Wanderung Richtung Sulden und langsam bergab Richtung Tal. Man erreicht schließlich das Café Waldruhe und danach eine Privat­straße, die direkt nach Sulden führt. Von dort aus kann man entweder mit dem Lift oder zu Fuß (Aufstieg 2 h) über einige Serpentinen durch den Maiserwald die Bergstation erreichen. Nun weiter auf dem Weg Nr. 12 (den Weg Nr. 12a sollte man besser meiden – hier kann Steinschlaggefahr drohen) zur Hütte. Über Schutthalden und Weiden ist man in gut einer Stunde am Ziel.


Tag 2
Von der Hütte aus ein kleines Stück Richtung Nordosten bergab und bei der Weggabelung auf den Weg Richtung Tschenglser Hochwand. Der Anstieg führt nun über eine Steilstufe und durch eine Engstelle. Immer den gelben Markierungen nach. Bei der nächsten Gabelung halbrechts der Markierung »Zayjoch« folgen. Über den Rand der Gletschermoränen zum linken Ausläufer des Angelusferners gehen und stets links haltend weiter über Felsen zum Zayjoch. Dort das Firnfeld rechts queren und schließlich den Aufstieg zum Kleinen Angelus bewältigen. Bergab auf dem Aufstiegsweg zur Düsseldorfer Hütte und dann mit der Bahn oder zu Fuß weiter bergab Richtung Sulden.

13.10.2011
Autor: Heiko Mandl
© outdoor
Ausgabe 09/2011