Auf der Ferrata Tridentina

Die Tridentina ist ein beliebter, sehr gut abgesicherter Genuss-Klettersteig – nicht zu schwer, nicht zu leicht und mit atemberaubenden Tiefblicken auf das Abteital und zur Grödner-Joch-Straße gesegnet. Eine kleine, aber absolut sichere Mutprobe ist die Hängebrücke am Ende der Tour.

Südtirol, Italien Italien

Foto: © Clermac / PIXELIO Dolomiten Grödner Joch
Dauer 5 Stunden
Höhenmeter 630
Distanz 5 Kilometer
Karte
Foto: © Clermac / PIXELIO Dolomiten Grödner Joch

Der Klettersteig befindet sich in unmittelbarer Nähe zum imposanten Grödner-Joch.

Anspruch
Mittelschwerer Steig. Kondition und Trittsicherheit sind empfehlenswert. Angst vor senkrechten Eisenleitern sollte man auch nicht haben.

Andererseits ist diese Tour auch gut für sportliche und unerschrockene Menschen geeignet, die noch keine große Klettersteigerfahrung haben.

Anfahrt
Brennerautobahn bis zur Ausfahrt Klausen, Staatsstr. 242 ins Grödnertal und über das Grödner Joch. Einige Kehren abwärts bis zum Parkplatz auf der rechten Seite.

Ausgangspunkt
Großer Parkplatz in einer alten Kiesgrube (1956 m) an der Ostseite des Grödner Jochs.

Einkehr
Pisciadù-Hütte, 2586 m.

Übernachtung
Hotels und Pensionen gibt es viele in Corvara. Tipp: Hotel Posta Zirm: Traditonelles Hotel mit einem wunderschönen, modernen SPA – das beste im Umkreis. Pro Person ab 89 Euro mit Halbpension www.postazirm.com. Hotel La Tambra S. Es verfügt über neue schlicht-elegante Design-Zimmer, eine urige Stube und hat trotzdem gute Preise. Halbpension ab 60 Euro. www.latambra.com; Pisciadù-Hütte, 2586 m.

Beste Zeit
Je nach Schneelage Mitte Mai bis Ende September.

Karten
Kompass-Wanderkarte Nr. 624, Hochabtei, 1:25000, 5,95 Euro; Freytag & Berndt S5, Grödner Tal, 1:50000, 6,95 Euro.

Buchtipp
Rother Wanderführer: Klettersteige Dolomiten, Horst Höfler, Paul Werner, Bergverlag Rother 2008, 240 Seiten, 18,90 Euro.

Info
Tourismusverband Alta Badia, Str. Col Alt 36, I-39033 Corvara, Tel. 0039/0471/836176, www.altabadia.org

outdoor-Tipp
Wer lieber einen Bergführer dabei hat oder sich von Grund auf über den richtigen Umgang mit dem Klettersteig-Set informieren will, kann sich an die Mitarbeiter von Globo Alpin wenden: Bahnhofstr. 3, I-39034 Toblach, Tel. 0039/04?74/97?61?39, www.globoalpin.com

Am großen Parkplatz unmittelbar an der Straße Colfosco–Grödner Joch
beginnt der Steig, der durch lichten Hochwald und Latschenhänge zum Fuß der unteren Felswände führt. Man überwindet eine mit fixen Stahlseilen gesicherte, meist nasse Wandstelle und gelangt auf eine große Terrasse zu Füßen der hohen Sellawände, wo zwei gewaltige Felsblöcke aufragen.

Der Weg führt zwischen ihnen hindurch und weiter zum Wasserfall des Rü de Pisciadù. Rechts vom Wasserfall beginnt der gesicherte Klettersteig.
Direkt rechts des Wasserfalls klettert man am durchgehenden Stahlseil nach oben bis zu einer Schotterschlucht. Hier entweder aussteigen und direkt zum Schutzhaus aufsteigen oder den gesicherten Klettersteig fortsetzen bis zur Spitze des Exner-Turms.
Von dort führt eine Hängebrücke, die über einer tiefen Schlucht zu schweben scheint, nach links auf bewanderbares Gelände. Ein steiler Steig leitet auf die Hochfläche und weiter zur Pisciadù-Hütte.

Wer möchte, kann die Tour auf die Cima Pisciadù fortsetzen und dann auf demselben Weg wieder hinuntersteigen zur Hütte.

Der Abstieg von der Hütte folgt der Markierung Nr. 666 (rot-weiß-rot) zum Ansatzpunkt des Val Setùs. Hier geht es an Drahtseilen über einige Felsstufen abwärts in das Geröllkar. Zwischen den steil abfallenden Wänden des Sellastocks führt der Steig schmal, steil und schotterig-rutschig im Zickzack abwärts bis zur Talmündung. Oft liegen hier bis in den Hochsommer Schneereste, auch Eiszapfen an den überhängenden Felsen sind keine Seltenheit. Zuletzt geht es über einen Schrofenhang zum Parkplatz an der Grödner-Joch-Straße.

Karte

OD 0909 Dolomiten Karte Steig
30.09.2009
© outdoor
Ausgabe 09/2009