Sextener Dolomiten: Wanderung über den Kühwiesenkopf

Vom Kühwiesenkopf genießt man einen tollen Ausblick. Perfekt wird die beliebte Tour ab dem Pragser Wildsee Ende Juni, Anfang Juli: Dann bildet die Weiße Silberwurz im Gipfelbereich dichte Blütenteppiche.

Dolomiten, Italien Italien

Länge 12,54 Kilometer
Dauer 05:07 Std.
Schwierigkeitsgrad leicht
Höhenunterschied 717 Meter
Höhenmeter absteigend 990 Meter
Tiefster Punkt 1227 m ü. M.
Höchster Punkt 2140 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Relativ lange, aber technisch anspruchslose Wanderung durch alpines Gelände.


Anfahrt


Zwischen Niederdorf und Welsberg auf der Pustertaler Staatsstraße (SS 49) zweigt eine Straße ins Pragser Tal und zum Pragser Wildsee ab. Vom 2. Juni bis zum 20. September fährt ein Linienbus ab Niederdorf zum See. Achtung: Der letzte Bus zurück ab Schmieden geht um 17 Uhr 40. sii.bz.it


Ausgangspunkt


Hotel Pragser Wildsee (Parken kostenpflichtig) am Nordufer des Pragser Wildsees.


Einkehr


Das idyllisch gelegene Hotel Pragser Wildsee sorgt am Anfang der Tour für Stärkung (Tel. 00 39/04 74/74 86 02, lagodibraies.com)


Beste Zeit


Von Ende Juni bis September. Prachtvolle Blumenwiesen: Ende Juni/Anfang Juli


Karte


Kompass-Wanderkarte Nr. 635, Hochpustertal, 1:25 000, 8,95 Euro


Infos


hochpustertal.info


outdoor-Tipp


Vor Beginn der Tour eine Runde (1 Stunde, 15 Minuten) um den wunderschön zwischen steilen Felswänden eingebetteten Pragser Wildsee ist fast schon ein Muss. Wer früh kommt, entgeht dem Touristentrubel.


Route


Nahe dem Hotel Pragser Wildsee auf dem Weg Nr. 20 durch den Wald steil nach oben. Schon zu Beginn läuft man durch dichten Unterwuchs, der Ende Juni/Anfang Juli u.a. aus blühenden Kuckucksblumen, Schlüsselblumen, Trollblumen, Vergissmeinnicht und vereinzelten Feuerlilien besteht. Der Weg führt zunächst breit, dann als schmaler Wurzeltrail zu einer Wiese mit den großteils verfallenen Kühwiesenhütten. Unterwegs öffnen sich tolle Bergblicke, und hier und da blüht ein blauer Enzian. Rund um die Kühwiesenhütten gibt es seltene Orchideenarten und die Türkenbundlilie zu sehen. Weiter steil nach oben zum Gipfel des Kühwiesenkopfes (2140 m). Unterwegs liegen Ende Juni mitunter noch Schneereste, dazwischen blühen Krokusse. Um den Kühwiesenkopfgipfel, von dem man einen weiten Panoramablick genießt, finden sich Blütenteppiche mit Weißer Silberwurz. Der Weg Nr. 20 führt steil hinab zu einem Wiesensattel, dann durch einen Lärchenwald zur Brunstwiese. Geradeaus weiter und auf Weg Nr. 35 und 57 zu einer Wegverzweigung bei einem Zaun. Hier rechts auf Weg Nr. 35 A, der zum bewaldeten Rücken des Pragser Berges führt. Auf der Forststraße bergab, zuletzt noch über ein paar Asphaltkehren nach Schmieden.


18.06.2014
Autor: Sylvia Lischer
© outdoor
Ausgabe 4/14