Mehrtagestour über den Sass Rigais

Mit einer gigantischen Rundschau zeichnet sich der Sass Rigais aus. Der spannende Klettersteig führt südseitig hinauf. Idealerweise nimmt man sich zwei Tage Zeit und braucht so keinen Teil doppelt begehen.

Südtirol, Italien Italien

Länge 24,99 Kilometer
Dauer 14:19 Std.
Schwierigkeitsgrad schwer
Höhenunterschied 2474 Meter
Höhenmeter absteigend 2473 Meter
Tiefster Punkt 1682 m ü. M.
Höchster Punkt 2833 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Bis zur Regensburgerhütte ist die Tour eine moderate Wanderung. An der Roascharte muss man Ende Juni noch mit Schneeresten rechnen. Anspruchsvoll wird dann die Besteigung des Sass Rigais. Wer hinauf will, braucht ein Klettersteigset. Alternativ umrundet man die Geislerspitzen auf einer normalen Wanderung, die links über die Panascharte führt. Am besten teilt man die Tour auf zwei Tage auf.


Anfahrt


Vom Eisacktal bei Klausen ins Villnösstal und bis zum Ende der Straße an der Zanser Alm bzw. am Hotel Sass Rigais. Von Mitte Juni bis Ende August verkehrt auch der Linienbus SAD, Fahrpläne: sii.bz.it


Ausgangspunkt


Parkplatz Zans bzw. Hotel Sass Rigais (1689 m). Ideal liegt ebenfalls die Gampenalm (2062 m).


Einkehr


Hotel Sass Rigais, Gampenalm, Medalgesalm, Regensburgerhütte (rifugiofirenze.com), Gschnagenhardtalm, Glatschalm, Zanser Alm.


Beste Zeit


Ende Juni bis Oktober


Karte


Tabacco, Blatt 030 Brixen/ Villnöss, 1:25 000, 9,90 Euro; Kompass, Blatt 56 Brixen, 1:50 000, 7,95 Euro.


Infos


Tourismusverein Villnösser Tal, Tel. 00 39/04 72/84 01 80, villnoess.com


Route


Vom Hotel Sass Rigais folgt man zunächst dem breiten Fahrweg südöstlich Richtung St. Zenon, biegt aber bald links auf den Weg 32 zur Gampenalm ab. Weiter geht’s steil bergwärts ins Bronsoijoch (2421m). Nach rechts auf dem Dolomiten-Höhenweg Nr. 2 um ein felsiges Eck, dann den Hang querend mit bestechendem Blick auf die Geislergruppe etwas oberhalb der Medalgesalm durch ins Kreuzjoch. Ost seitig auf dem Dolomiten-Höhenweg bleibend geht es zunehmend steiler zur Roascharte (2617 m). Jenseits lässt man bald den Höhenweg links liegen und steigt durch das Val della Roa zur Regensburgerhütte (2037 m) ab. Wer will, übernachtet hier. Anderntags auf Weg Nr. 13 zum Südfuß des Sass Rigais, wo sich der Pfad gabelt und man die Ost- oder Südwestroute wählen kann. Bei Letzterer spart man sich den etwas mühsamen Aufstieg durch das Wasserrinnental. Vom Gipfel des Sass Rigais (3025 m) auf der Südwestroute nur bis ins erste große Kar steigen, rechts queren und dann über den Villnösser Steig direkt zur Mittagsscharte (2597 m). Steilabstieg durch Schutt zum Adolf Munkel-Weg und rechts über die Gschnagenhardtalm und die Glatschalm zurück zum Ausgangspunkt. Iris Kürschner


19.01.2016
Autor: Iris Kürschner
© outdoor
Ausgabe 10/2013