Dolomiten: Paternkofel-Umrundung

Das Drei-Zinnen-Gebiet ist nicht gerade ein Geheimtipp, bietet aber traumhafte Gebirgslandschaften, die man einfach gesehen haben muss – allen voran die weltberühmten Drei-Zinnen-Nordwände.

Dolomiten, Italien Italien

Länge 12,47 Kilometer
Dauer 05:39 Std.
Schwierigkeitsgrad leicht
Höhenunterschied 914 Meter
Höhenmeter absteigend 896 Meter
Tiefster Punkt 2212 m ü. M.
Höchster Punkt 2521 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Eine lange Tour, die aber keine besondere Trittsicherheit oder Schwindelfreiheit vom Wanderer erfordert.


Anfahrt


Von Cortina auf der SS 48 bis über Passo Tre Croci zum Misurina-See. Gleich nach dem See rechts zur Mautstraße zum Rifugio Auronzo/Tre Cime di Lavaredo.


Ausgangspunkt


Der Weg startet am Parkplatz beim Rifugio Auronzo.


Einkehr


Das Rifugio Auronzo (Tel. 00 39/04 35/3 90 02, rifugio auronzo.it) sorgt am Anfang und Ende der Tour für Stärkung. Unterwegs kann man sich im Rifugio Lavaredo verpflegen (Tel. 00 39/34 96/02 86 75, rifugiolavaredo.com) oder nach der Hälfte der Tour mit einem Abstecher in der Büllelejoch-Hütte (Tel. 00 39/3 37/45 15 17, rogger.info). Königsklasse für einen Cappuccino ist die Drei-Zinnen-Hütte mit dem weltbekannten Blick (Tel. 00 39/04 74/97 20 02, dreizinnenhuette.com) im letzten Tourdrittel.


Beste Zeit


Juni bis September


Karte


Kompass-Wanderkarte Nr. 047 »Drei Zinnen«, 1:25 000, 7,95 Euro


Infos


Consorzio Turistico Auronzo-Misurina, Tel. 00 39/04 35/9 96 03, auronzomisurina.it und dolomiti.org


Route


Vom Parkplatz geht man auf breitem Fahrweg unter den Südwänden der Drei Zinnen entlang zum Rifugio Lavaredo (2344 m). Hier nach rechts wenden und auf Weg 104 über eine Schulter und – vorbei an den kleinen Lavaredo-Seen – abwärts entlang der Südfl anke des Passportenkofel und Paternkofel zu den Piani di Cengia, dem tiefsten Punkt der Tour. Nun wieder aufwärts vorbei an den Cengia-Seen Richtung Büllelejoch. Am Weg liegen Reste von Festungsanlagen, man sieht noch die teilweise mit Holzbalken überdeckten Stellungen (Vorsicht, Einbruchgefahr). Vom Joch geht es abwärts entlang der Nordflanke des Paternkofels nach Westen. Der Weg führt als schmaler Steig durch die Schuttkegel des Paternkofels. Nach leichtem Gegenanstieg erreicht man schließlich die Drei-Zinnen-Hütte und genießt den Blick, ohne dabei zu vergessen, dass auch hier der Erste Weltkrieg in den Bergen tobte. Unterhalb der Drei-Zinnen-Hütte sind Kavernen zu sehen, die einst Stellungen waren. Der darüber aufragende Paternkofel war hart umkämpft. Auch bei der Fortsetzung des Weges entlang des Fußes der Westwand des Paternkofels sieht man Stellungen. Weg 101 klettert nun auf den Paternsattel (2454 m) und leitet auf bekannter Route zum Parkplatz am Rifugio Auronzo (2320 m) zurück.


10.01.2016
Autor: Sylvia Lischer
© outdoor
Ausgabe 5/2013