Brenta: Zum Rifugio Pedrotti

​Die Tour zum Rifugio Pedrotti (2491m) bietet tiefe Einblicke in das grandiose Brenta-Massiv ...

Dolomiten, Italien Italien

Länge 17,63 Kilometer
Dauer 11:20 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 2016 Meter
Höhenmeter absteigend 2014 Meter
Tiefster Punkt 1350 m ü. M.
Höchster Punkt 2448 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Der Weg verlangt nach einer guten Kondition, stellt Wanderer technisch aber vor keine Herausforderungen. Vorsicht vor Altschneefeldern im Frühjahr! 

Anfahrt


Die meisten Brenta-Aspiranten fahren über die Brenner-Autobahn Richtung Bozen und Andalo nach Molveno (deutscher Name: Malfein).

Ausgangspunkt


Die Wanderung beginnt an der Mittelstation des Pradèllifts, um Strecke und Höhenmeter zu sparen.

Einkehr


Die letzte Einkehr vor dem Rifugio Pedrotti bietet das Rifugio Selvata (rifugioselvata.it) auf gut 1600 Metern Höhe. Wer nicht so lange warten kann oder möchte: Rund 200 Höhenmeter tiefer liegt noch das Rifugio Croz dell'Altissimo (rifugiocrozaltissimo.it).

Beste Zeit


Von Juni bis September sind die Hütten meist bewirtschaftet. Dann ist die optimale Wandersaison.

Karte


Alpenvereinskarte Nummer 51 "Brentagruppe", Maßstab 1:25 000, 9,80 Euro, letzte Aktualisierung 2011

Infos


Die Webseite trentino.com bietet Tourentipps sowie Infos zur Gegend. Alles Wissenswerte rund um den Park findet man auf pnab.it


outdoor-Tipp


Wer Zeit hat, sollte im liebevoll bewirtschafteten Rifugio Selvata (rifugioselvata.it) auf etwa der Hälfte des Wegs eine kurze Rast einlegen: Die Hütte von Alessandra und Michele liegt malerisch auf einer grünen Anhöhe. Und falls der Hunger aufkommt: Die Polenta mit Eintopf ist typisch trentinisch – und zu empfehlen!

Route


Den Beginn der Tour zum Rifugio Pedrotti markiert eine kurze Liftfahrt vom Ortsteil Belvedere in Molveno zur Mittelstation Pradèl (Alle Infos: molveno.it/de/bergbahn-and-lifte). Wanderer, die hungrig nach Höhenmetern sind, können sich diese Annehmlichkeit sparen und starten auf dem Weg 319 gleich vom Tal aus. Vierhundert Höhenmeter mehr wird dann das GPS-Gerät am Ende des Tages verzeichnet haben!

Wer den unteren Teil der Bahn überlässt, biegt an der Mittelstation links ab und wählt den Weg 340. Auf diesem geht es bequem und mit mäßiger Steigung Richtung Seghe-Tal. Die Strecke wurde auch für weniger wandertüchtige Besucher der Brenta geschaffen und bleibt entsprechend gut ausgebaut bis zum Rifugio Croz dell'Altissimo auf 1438 Metern Höhe.

Danach dominiert das Wander-Terrain: Zunächst überquert man von einem großen Stein zum anderen hüpfend einen Bach, dann leitet der Weg in einem langen Linksbogen zum Rifugio Selvata (1630 m), das an der Baumgrenze liegt. Von dort bringt einen der Pfad mit der Nummer 319 in die felsige Welt der Brenta: Aus Wiese wird Stein und aus dichtem Wald bald Wand. Über eine Rinne, die sich Weg und Bach teilen, erreicht man das Hochtal von Massodi – und bald darauf sieht man das Rifugio Pedrotti (2491 m) auf einer riesigen Steinterrasse thronen.

Trotzdem dauert es noch ein bisschen: Bis Wanderer tatsächlich vor der Hütte stehen, müssen sie noch einige Minuten lang gehen – und etwa 450 Höhenmeter überwinden. Am Ende wartet noch ein Steilaufschwung, der in Kehren an einer Wand entlangführt. Erst dann hat man sich das Feierabendbier verdient!


​Die Tour zum Rifugio Pedrotti (2491m) bietet tiefe Einblicke in das grandiose Brenta-Massiv ...
04.05.2018
Autor: Franz Güntner
© outdoor