Brenta: Von Vallesinella zur Pedrotti-Hütte

Die westliche Brenta lernt man auf der Tour von Madonna di Campiglio zum Rifugio Pedrotti kennen...

Dolomiten, Italien Italien

Länge 17,00 Kilometer
Dauer 07:45 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 1200 Meter
Höhenmeter absteigend 1200 Meter
Tiefster Punkt 1513 m ü. M.
Höchster Punkt 2552 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Mittelschwere Bergtour, die mit 1100 Höhenmetern zu Buche schlägt. Im oberen Val Brenta Alta helfen Drahtseile und Eisenstifte über steile Passagen.

Anfahrt


Vom Brenner führt die Autobahn bis San Michele all'adige. Dort  weiter nach Dimaro und Richtung Süden nach Madonna di Campiglio.

Ausgangspunkt


Der Wanderparkplatz an der Malga Vallesinella (in umgekehrter Richtung ist es das Rifugio Pedrotti)

Einkehr


Die Malga Vallesinella präsentiert sich modern. Rustikaler geht es in den Rifugios Casinèi und Brentèi (2182 m) zu. Letzteres befindet sich eingangs des Val Brenta und bietet einen schönen Ausblick. Die am höchsten gelegene Einkehr: Rifugio Pedrotti (2491 m).

Beste Zeit


Juni bis September. Im Frühsommer kann unterhalb der Bocca di Brenta (2552 m) noch Schnee liegen.

Karte


Kompass-Wanderkarte Nummer 73 »Dolomiti di Brenta«, Maßstab: 1:50 000, 9,95 Euro.

Infos


Viele spannende Touren (unter anderem diese hier) beschreibt der Wanderführer »Brenta« von Franz Hauleitner. Rother, 14,90 Euro

outdoor-Tipp


Hobbygeologen besuchen die »Casa del Parco – Geopark« in Madonna di Campiglio: Sie vermittelt die spannende Geschichte dieser einzigartigen Gebirgswelt. Öffnungszeiten zwischen 1. Juli und 2. September: 10.00 bis 13.00 Uhr und 14.30 bis 18.30 Uhr; Preis: 4 Euro; Info: pnab.it/vivere-il-parco/case/casa-geopark.html



Route


Die mittelschwere Tagestour beginnt am Parkplatz der Malga (ital. für Alm) Vallesinella di sotto, auf gut 1500 Metern. »Malga« ist hierbei allerdings nicht wörtlich zu verstehen: Vallesinella ist Hotel, Restaurant und Bar in einem. 

Keine Sorge, der Bogani-Weg (Sentierro Bogani) leitet schnell aus dem Trubel heraus, und bald kann man die Natur ganz in Ruhe genießen. Der Weg führt immer bergan, in das Herz des Massivs.

Eine Zäsur markiert das Rifugio Breintei: Es liegt auf 2182 Metern am Taleingang des Val Brenta Alta. Ab hier dominiert zunehmend der Fels. Bald reihen sich imposante Gipfel und Wände zu beiden Seiten des Tals auf. Gegen Ende steilt auch das Val Brenta beträchtlich auf, Stahlstifte und Drahtseile erleichtern das Hochkommen über die teils steilen Felsstufen. Klettersteigset und Gurt sind zwar nicht nötig, Höhenangst sollte man trotzdem nicht haben. Lediglich Grödel oder Steigeisen können im Frühjahr und nach Schneefällen das Weiterkommen erleichtern: Dann liegt unterhalb der Bocca di Brenta oft noch Schnee. Erfahrene Bergwanderer schaffen den Weg in der Regel aber auch so. Vom höchsten Punkt, der 2552 Meter hoch gelegenen Bocca di Brenta, ist es nicht mehr weit zum Rifugio Pedrotti auf 2491 Metern über null.

Der Abstieg folgt dem Aufstiegsweg. Wanderer, die sich zwei Tage Zeit nehmen wollen, übernachten auf der Pedrotti-Hütte und steigen am nächsten Tag Richtung Molveno ab. Im Artikel beschreiben wir die andere Laufrichtung: Dann steigt man von Molveno auf und am zweiten Tag nach Vallesinella ab.

Die westliche Brenta lernt man am besten auf der Tour von Madonna di Campiglio zum Rifugio Pedrotti kennen...
04.05.2018
Autor: Franz Güntner
© outdoor