Brenta: Um die Cima di Ceda

​Nur selten kommt man den Felsriesen der Brenta so nah, ohne ein Kletterer oder Ferratist zu sein...

Dolomiten, Italien Italien

Länge 12,50 Kilometer
Dauer 08:30 Std.
Schwierigkeitsgrad sehr schwer
Höhenunterschied 1220 Meter
Höhenmeter absteigend 1220 Meter
Tiefster Punkt 1860 m ü. M.
Höchster Punkt 2860 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Eine Rundtour für erfahrene Bergsteiger: Die Route führt über steile Firnfelder (Pickel und Steigeisen mitnehmen!) und seilgesicherte Felspassagen.

Anfahrt


​Von Bozen über die mautpflichtige A 22 nach Süden bis San Michele all'Adige. Von dort über Mezzolombardo und Andalo nach Molveno.

Ausgangspunkt


Start und Ziel ist das Rifugio Pedrotti. Zustieg (rund 1000 Höhenmeter) siehe Tour 1 oder Tour 2.

Einkehr


Auf etwa der Hälfte der Runde liegt das Rifugio al Cacciatore (bewirtschaftet von Ende Juni bis Ende September). Auf dem Rückweg kommt man auch am Rifugio Agostini (ähnliche Bewirtschaftungszeiten) vorbei. Am Ende der Tour wartet wieder das Rifugio Pedrotti.

Beste Zeit


Ende Juni bis Ende September. Auch während dieser Zeit muss man mit Schnee und Firnfeldern rechnen.

Karte


Alpenvereinskarte Nummer 51 »Brentagruppe/Gruppo di Brenta«, Maßstab 1:25 000, für etwa zehn Euro.

Infos


Das Wetter spielt auf der Tour eine große Rolle. Gute Infos liefert zum Beispiel das DAV-Bergwetter (alpenverein.de/bergwetter).

outdoor-Tipp


Wer nur einen Tag Zeit hat, kann sich bis zur Cacciatore-Hütte (1850 m) mit dem Taxi fahren lassen und dort die Runde starten und beenden. Den Rücktransport vereinbaren Wanderer individuell mit dem Fahrer. Anbieter: taximargonari.com oder taxijeepbosetti.com; Fahrt ab 10 Euro pro Person, nur während der Sommermonate.

Route


Die Tour beginnt und endet am Rifugio Pedrotti auf 2491 Metern (als Tagestour siehe »outdoor-Tipp«). Vom Rifugio führt der Weg 358 über einige mit Drahtseilen versicherte Stellen zu einer Abzweigung. Hier wählt man den linken Weg (Nummer 320), den Sentiero Palmieri.

Ihm folgt man zunächst Richtung Südwesten und später in einem Linksbogen zum Pass Forcolotta di Noghera (2423 m). Danach muss man sich etwas orientieren: ​Von der Scharte fallen zwei Rinnen ins Val d'Ambiéz ab. Der rechten Rinne kurz folgen und dann rechts aus ihr heraus queren. An Schutthängen geht es nun westwärts hinunter bis zur Linksabzweigung bei etwa 2310 m. Danach führt Weg 325B zum Rifugio Cacciatore.

Nach einer kurzen Pause hält man sich wieder nordwärts, der Weg 325 verläuft zum nächsten Zwischenstopp, dem Rifugio Agostini.

Von dort folgt man dem Steig 358 Richtung Norden. Bereits kurz nach der Hütte gilt es erneut, einige Drahtseilstellen zu meistern. An einer Abzweigung rechts halten und dem Sentiero Brentari (Nr. 304) folgen. Dort quert man auch kurz den Gletscher. Die klettertechnische Crux wartet nach der Randspalte unterhalb der Punta dell'Ideale: Zunächst überwindet man eine 80-Meter-Wand mithilfe von Seilen und Eisenleitern, wenig später folgt ein zweites, ähnliches Stück. Danach ist Zeit für eine Pause: Die Sella della Tosa (2860 m) ist ein großartiger Rastplatz.

Nach der Pause folgt eine lange Querung über oft schneebedeckte Schutthänge (Pickel und Steigeisen!). Der Weg führt am Ende noch an der Cima Brenta Bassa entlang und um sie herum, dann ist die Pedrotti-Hütte wieder erreicht.


​Nur selten kommt man den Felsriesen der Brenta so nah, ohne ein Kletterer oder Ferratist zu sein...
04.05.2018
Autor: Franz Güntner
© outdoor