Auf den Monte Pelmo

​Egal, von welcher Seite man den Monte Pelmo betrachtet, nie ist er kleiner als riesig. Die Besteigung dieses aus dem Grün der umliegenden Täler aufragenden Klotzes zählt zu den Höhepunkten im Val di Zoldo.

Dolomiten, Italien Italien

Länge 15,55 Kilometer
Dauer 12:04 Std.
Schwierigkeitsgrad schwer
Höhenunterschied 2230 Meter
Höhenmeter absteigend 2230 Meter
Tiefster Punkt 1473 m ü. M.
Höchster Punkt 3168 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Kondition sind unabdingbar, um den Monte Pelmo (3168 m) über das Ball-Band (max. II. Grad) besteigen zu können.


Anfahrt


Von Forno di Zoldo folgt man der kleinen Straße nach Norden in Richtung Zoppe di Cadore. Der Parkplatz liegt am Ende der Straße.



Ausgangspunkt


Die Besteigung des Monte Pelmo beginnt in Zoppe di Cadore, einem kleinen Ort im Val de Rutorto.    


Einkehr


Rifugio Venezia, 1946 m, bewirtschaftet von Mitte Juni bis Ende September. Tel. 00 39/04 36/96 84, rifugio.venezia@libero.it. Die Berghütte befindet sich direkt am Fuß der Ostwand des Monte Pelmo und bietet sich auch als Zwischenziel mit Übernachtung an.


Beste Zeit


Juli bis Ende September, je nach Schnee- und Eislage. Informationen erhält man auf dem Rif. Venezia.


Karte


Tabacco Wanderkarte 025 »Dolomiti di Zoldo, Cardorine e Agordine«, Maßstab 1:25 000, Preis: 10,90 €



Infos


Wer einen Bergführer engagieren möchte, wendet sich an das Touristenamt in Zoldo Alto, Tel.
00 39/04 37/ 78 91 45, valdizoldo.net





outdoor-Tipp


Die Tour ist vom Tal aus begonnen sehr lang und erfordert eine bestechend gute Kondition. Es bietet sich daher an, eine Nacht auf dem Rifugio Venezia zu verbringen. Von dort aus geht es am nächsten Tag auf den Gipfel. Das schont die Knie und steigert das Erlebnis, vor allem, wenn man zu Sonnenaufgang am Ball-Band ist.



Route


Weg Nr. 471 ist bis zum Rifugio Venezia richtungsweisend. Er führt nach Westen an den letzten Häusern vorbei und zweigt nach etwa 150 Metern rechts über einen Wiesenweg in eine Bachschlucht ab. Es geht bergan, bis man oberhalb der Casera di Rutorto auf eine Almstraße stößt. Hier links und nach wenigen Metern wieder rechts. Nach einer Bachschlucht endet die Straße, ein breiter Almweg führt über mehrere sumpfige Bachabschnitte zum Passo di Rutorto. 200 Meter dahinter liegt die Hütte (bis hierhin etwa 1,5 h).
Von der Hütte durch Latschenwald und Schotterhänge hinauf an den Fuß der Ostwand des Monte Pelmo (dem auf einen Findling gemalten Wegweiser »Monte Pelmo« folgen). Nun zum Einstieg, der mit der Aufschrift »Attacco« unmissverständlich markiert ist. Man gelangt auf das Ball-Band, über dessen schmale Felsterrassen man quer durch die gesamte Ostwand traversiert, inklusive der Kriecheinlage am Passo di Gatto. Das Ballband endet an einer Felsschulter. Durch eine Felsrinne klettert man in das untere große Schuttkar »Valon«. Nun in weiten Serpentinen über Geröll auf der rechten Karseite höher steigen an den Fuß einer gebänderten Steilstufe. Diese rechts eines Wasserfalls überwinden und in das obere Schuttkar  »Vant« – in dem sich bis lange in den Sommer hinein Firnfelder halten können. Steinmännern folgend ist das Ziel der Sattel rechts der Spalla Sud. Vom Sattel geht es nordwärts auf den breiten Gipfelgrat zu. Über eine kurze exponierte Kletterstelle (II) zum Gipfelkreuz des Monte Pelmo. Abstieg über die Route.





27.04.2017
Autor: Ralf Gantzhorn
© outdoor
Ausgabe 06/2017