Oberallgäu: Zwei-Almen-Runde

Wer beim Wandern gerne einkehrt, wird die Zwei-Almen-Runde im Oberallgäu genießen ...

Oberallgäu, Deutschland Deutschland

Bastian Morell
Länge 13,14 Kilometer
Dauer 07:34 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 1316 Meter
Höhenmeter absteigend 1297 Meter
Tiefster Punkt 867 m ü. M.
Höchster Punkt 2019 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Lange Wanderung, auf der allerdings rund 1300 Aufstiegsmeter eine gute Kondition voraussetzen. Der Weg selbst ist stellenweise steil, aber einfach.



Anfahrt


Von Stuttgart aus auf A 8 und A 7 bis zur Abfahrt Oy-Mittelberg. Von dort über Oberjoch und Bad Hindelang bis nach Hinterstein.




Ausgangspunkt


Die beschilderte Tour startet am Parkplatz "Auf der Höh" und führt direkt am "Grünen Hut" vorbei.




Einkehr


Nach zwei Stunden Aufstieg erreicht man die von weiten Weidenflächen umgebene Zipelsalpe, auf der sich eine erste Stärkung anbietet, bevor es auf den Ponten (2048 m) geht. Auf dem Abstieg liegt die Willersalpe, die leckeren hausgemachten Käse anbietet.



Beste Zeit


Die Alpen haben ab Anfang Mai (Willers) respektive Anfang Juni (Zipfels) bis Ende Oktober geöffnet.



Karte


Freytag & Berndt Allgäuer Alpen, 1:50 000, 9,20 Euro.
DAV Allgäuer Alpen BY3, 1:25 000, 9,90 Euro




Infos


Touristeninformation Bad Hindelang, Tel. 0 83 24/89 20, badhindelang.de. Mehr Infos findet man auf der Seite allgaeu-erleben.com





outdoor-Tipp


Wer die Willersalpe schon (von Tour 1) kennt, kann die Runde auch mit einem Besuch des Vilsalpsees in Österreich abschließen. Er liegt oberhalb von Tannheim auf 1165 Metern im Naturschutzgebiet unterhalb von Rau- und Gaishorn. Mit dem Bus gelangt man über Tannheim, Oberjoch und Bad Hindelang zurück nach Hinterstein.




Route


Gut ausgeschildert führt der Weg hinter dem "Grünen Hut" entlang in den morgens kühlen Steilwald. An den gischtsprühenden Zipfelbachfällen vorbei geht es knackig bergauf, entlang knorriger Bäume und üppiger Farne. Nach rund anderthalb Stunden lichtet sich der Wald, die in Weiden gebettete Zipfelsalpe kommt in Sicht. Übernachten kann man dort nicht, doch dürfte es dafür sowieso zu früh sein. Während viele Wanderer hier wieder umdrehen, folgen wir den Schildern zum Bschießer. Die 2000 Meter hohe Kuppe liegt auf dem deutsch-österreichischen Grenzkamm, dem wir nun weiter Richtung Süden, später, nach kurzem Zwischenabstieg, nach Osten folgen: bis auf den felsigen Ponten (2047 m). Bei fehlender Sicht oder Puste kann man ihn südlich (auf deutscher Seite) umgehen. Beide Wege, die über den Gipfel und seine Umgehung, sind beschildert. Bei klarem Wetter lohnt die Besteigung, bietet der Ponten doch aufgrund seiner exponierten Lage ein tolles 360°-Panorama. Eine gute halbe Stunde nach dem Gipfel erreicht man die Einsattelung Zirleseck, wo sich der Weg in vier Richtungen gabelt: nach Tannheim, zum Vilsalpsee, weiter auf dem Grat zum Gaishorn sowie nach rechts zur Willersalpe. Ihn nehmen wir, folgen dem stellenweise ausgewaschenen Pfad und sitzen nach zirka einer halben Stunde auf der Terrasse, den hausgemachten Käse kostend. Das letzte Stück hinunter nach Hinterstein hat es dann noch einmal in sich, warten doch rund 600 zum Teil steile Höhenmeter durch schattigen Bergwald. Verlaufen kann man sich hier nicht mehr, der Weg ist besten beschildert und an den Wochenenden gut besucht.





30.08.2018
Autor: Boris Gnielka
© outdoor
Ausgabe 10, 11/2018, 2018