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Foto: Donaubergland/Donautal Touristik

Donaubergland In bester Lage

Schroffe Kalksteinflanken, sanfte Hochflächen und im Tal ein gemütlicher Fluss: Wanderern enthüllt das Donaubergland seinen ganzen Charme.

Die Donau kennt fast jeder. Mit rund 2850 Kilometern Länge strömt sie als zweitlängster Fluss Europas bis zum Schwarzen Meer. Wenig bekannt ist ihr Oberlauf in Baden-Württemberg. Dort, im Donaubergland, zeigt sie sich von ihrer ursprünglichen Seite. Nachdem sich die zwei Quellflüsse Breg und Brigach bei Donaueschingen vereinigt haben, schlängelt sich der Fluss am Südrand der Schwäbischen Alb entlang und hat über die Jahrtausende ein malerisches Tal in den weichen Stein gegraben.

Fast schon sanft strömt das Wasser durch hoch aufragende Kalkfelsen gen Osten, hier und da sieht es sogar so aus, als würde der Strom kurz innehalten oder gar ganz stoppen. Und dann, völlig unvermittelt, verschwindet die Donau wie von Zauberhand im Untergrund. Zumindest in den Sommermonaten. Löcher, Spalten und Ritzen verbergen sich im Flussbett, durch sie läuft das Wasser ab und fließt unterirdisch weiter.

Diese geologische Besonderheit können Wandernde auf dem 13 Kilometer langen Wanderweg »DonauWelle Donauversinkung« aus nächster Nähe beobachten und zu bestimmten Zeitpunkten im Jahr sogar durch ein trockenes Flussbett gehen. Außerdem besuchen sie den Krater des erloschenen Vulkans Höwenegg (798 m). Insgesamt führen fünf dieser so genannten »DonauWellen-Premiumwege« an der jungen Donau entlang, aber auch auf die Hochflächen der Schwäbischen Alb. Sie wurden 2014 eröffnet, sind zwischen neun und 15 Kilometer lang und gelten, wie der Name schon erahnen lässt, als echte Sahneschnitten der Region.

Zu Schlössern, Ruinen und alten Städten

Verglichen damit dürfte der Donauberglandweg als mehrstöckige Schokoladentorte durchgehen. Von Gosheim zieht sich dieser rund 60 Kilometer lange Qualitätswanderweg in vier abwechslungsreichen Etappen zur Donau hin und endet beim Benediktinerkloster in Beuron. Gespickt ist er mit allem, was das Donaubergland zu bieten hat: Gipfel mit feinen Weitblicken und albtypische Wacholderheiden ebenso wie Schlösser, Ruinen und mittelalterliche Städte. Nicht zu vergessen die mäandernde Donau, eingerahmt von verwitterten Weißjurawänden und dicht bewaldeten Anhöhen. Sie ist nicht nur Anziehungspunkt für unzählige Wanderer, auch Kajak- und Kanufahrer erliegen schnell ihrem Charme.

Dabei sind Bootstouren auf dem »Fluss ohne Wasser« aus Naturschutzgründen nur im verträglichen Umfang und ausschließlich auf ausgewiesenen Abschnitten erlaubt. Und dennoch oder vielleicht auch gerade deshalb zählt eine Paddeltour durch den »Schwäbischen Grand Canyon« zu den schönsten Erlebnissen im Donaubergland. Eine völlig andere Perspektive bietet dagegen die »Region der 10 Tausender«. Dieser südwestlichste Teil der Schwäbischen Alb rund um Gosheim, Deilingen, Wehingen und Denkingen vereint auf nur 20 Quadratkilometern gleich zehn Albberge über 1000 Meter, darunter auch den Lemberg in der Nähe von Rottweil, die mit 1015 Metern höchste Erhebung der Schwäbischen Alb.

Auf dessen Haupt heißt ein 33 Meter hoher Aussichtsturm Wanderer willkommen. Zugegeben, der Aufstieg ist nichts für schwache Nerven, da schon leichter Wind die Stahlkonstruktion zum Schwanken bringt. Wer sich dennoch hochtraut, wird an Schönwettertagen mit einer Traumaussicht gebührend entlohnt – dann reicht der Blick bis zum Stuttgarter Fernsehturm im Norden, dem Schwarzwald im Westen, ja sogar bis zu den Alpen im Süden.

Donauwellen: Der »Klippeneck-Steig« am westlichen Albtrauf oder die »Donaufelsen-Tour« im Durchbruchstal der Oberen Donau sind nur zwei der fünf so genannten »DonauWellen«, die als Premiumwanderwege reichlich naturbelassene Pfade und Sehenswürdigkeiten versprechen. Als Rundtouren angelegt, führen sie zum Teil entlang der jungen Donau, zum Teil aber auch auf die aussichtsreichen Hochflächen der Schwäbischen Alb und sind nie länger als 15 Kilometer.

Donauberglandweg: Vom Deutschen Wanderverband als »Qualitätsweg Wanderbares Deutschland« ausgezeichnet, führt der rund 60 Kilometer lange Donauberglandweg in vier Etappen vom Lemberg über die Schwäbische Alb bis ins Donautal nach Beuron. Schlösser, Burgruinen und Höhlen zieren die Strecke ebenso wie albtypische Wacholderheiden und malerische Fachwerkstädtchen. Der Weg hält rund 3200 Höhenmeter an Auf- und Abstiegen bereit.

Mehr Infos: donaubergland.de

Weitere Impressionen:

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