Durch die Schwedenlöcher hinauf zur Bastei

Der Klassiker unter den Touren im Elbsandsteingebirge: mit dem Raddampfer über die Elbe, bevor es durch die kühlen, moosbewachsenen Schluchten der Schwedenlöcher zur Basteibrücke geht.

Sächsische Schweiz & Oberlausitz, Deutschland Deutschland

Foto: Bernd Jonkmanns
Länge 4,79 Kilometer
Dauer 01:41 Std.
Schwierigkeitsgrad leicht
Höhenunterschied 207 Meter
Höhenmeter absteigend 182 Meter
Tiefster Punkt 133 m ü. M.
Höchster Punkt 320 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


​Leichte Tour, die sich mit einer Radtour an der Elbe kombinieren lässt.

Anfahrt


​Mit dem Auto von Dresden über die B 172 nach Pirna. Mit dem Sachsenticket können bis zu fünf Personen für 29 Euro innerhalb Sachsens mit der Bahn bis Dresden und von dort mit der S1 bis Pirna fahren.

Ausgangspunkt


​Pirna

Einkehr


​Café Bohemia, das kleinste Café der Stadt Pirna, Schmiedestr. 12, Mi–So 13–19 Uhr, Fr & Sa länger. Gasthäuser im Kurort Rathen. Übernachtungen bucht man am besten über den Tourismusverband Sächsische Schweiz, Bahnhofstr. 21, 01796 Pirna, Tel. 03501/470130

Beste Zeit


​April bis Oktober. Am besten wochentags. Am Wochenende kann die Bastei sehr überlaufen sein.

Karte


Geo Map Wander- und Freizeitkarte Nationalpark Sächsische Schweiz/Böhmische Schweiz/Elbsandsteingebirge Maßstab 1:30.000, 5 Euro

Buchtipp
Sächsische Schweiz/Elbsandstein­gebirge – Wanderführer: 49 Touren mit Höhenprofilen, Bernhard Pollmann, Kompass 2009, 12,95 Euro


Infos


​Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V., Bahnhofstr. 21, 01796 Pirna, Tel. 03501/470130. Haus des Gastes, Füllhölzelweg 1, 01824 Kurort Rathen, Tel. 035024/70422, gaesteamt.rathen@t-online.de, www.kurort-rathen.de

outdoor-Tipp


​Für Kinder und andere Menschen mit einem Faible für Modelleisenbahnen lohnt ein Besuch der "Eisenbahnwelten" in der Ortschaft Rathen.

Route


Diese Tour startet in Pirna mit einer Fahrt auf einem der historischen Raddampfer der Sächsischen Dampfschifffahrt. Die Fahrt bis Kurort Rathen dauert etwas mehr als eine Stunde. Dort angekommen, geht es gleich von der Anlegestelle durch das Grünbachtal zum kleinen, künstlich gestauten Amselsee mit seinen grünen Ruderbooten.

Über dem Amselsee thront der Kletterfelsen Lokomotive. Links vor dem See befindet sich die Felsenbühne, ein Naturtheater, das vor imposanter Felskulisse unter anderem Stücke nach Karl May spielt. Am Stausee vorbei geht es am Grünbach entlang durch den Wald. Unbedingt den kleinen Abstecher zum Wasserfall machen, bevor es hoch zu den Schwedenlöchern geht (blaue Markierung).

Der Weg über Treppen und Eisenleitern durch die Felsen der Schwedenlöcher ist schattig und kühl, Stufen wie Felsen sind oftmals feucht und rutschig. Ihren Namen verdanken die Schwedenlöcher der Tatsache, dass die Bewohner sich während des 30-jährigen Krieges hier vor den Schweden versteckten. Nach dem Aufstieg sieht man von der Wehlgrundaussicht die Bastei, die Felsenburg Neurathen und die Kletterfelsen des Massivs.

Ab dort ist es nicht mehr weit bis zur Bastei. Von der Aussichtsplattform sieht man fast 200 Meter hinab auf die Elbe, kann der Seilfähre beim Übersetzen zusehen und hört das Tuten der Raddampfer. Über die Basteibrücke, die sich zwischen den Felsen spannt, geht es zu den Überresten der Felsenburg Neurathen. Auf einem Rundgang durch das Freilichtmuseum können die Überreste der eins­tigen Burganlage besichtigt werden. Breite Stufen führen durch den Wald wieder hinunter in den Kurort Rathen.



30.07.2014
Autor: Rebecca Salentin
© outdoor
Ausgabe 11/2011