Wandern in der Pfalz: Zur Burgruine Gräfenstein

Diese Tour ist ein Muss für jeden Natur- und Burgenfreund: weiter Panoramablick von einer der schönsten Burg­ruinen des Pfälzerwalds sowie Einblicke in die größte Kernzone des Biosphärenreservats Pfälzerwald. Hier kann man erahnen, wie ein richtiger Urwald wieder entsteht.

Pfalz, Deutschland Deutschland

Foto: Gerhard Eisenschink
Länge 12,38 Kilometer
Dauer 03:35 Std.
Schwierigkeitsgrad medium
Höhenunterschied 280 Meter
Höhenmeter absteigend 278 Meter
Tiefster Punkt 227 m ü. M.
Höchster Punkt 423 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download
Anspruch
Mittelschwere Wanderung durchs Mittelgebirge Pfälzerwald. Moderate Steigungen.

Ausgangs- und Endpunkt
Merzalben, Parkplatz »Schäferei« am Aufstieg zur Burgruine Gräfenstein.

Übernachtung
Nicht nur für Radfahrer zu empfehlen: Bikeparkhostel (Forsthaus), Höhstr. 2, 66978 Merzalben, Tel. 06395/7519, www.bikeparkhostel.de

Einkehr
Gräfenstein-Hütte des Pfälzerwald-Vereins (an Sonn- und Feiertagen), Tel. 06397/1668 oder 7845, www.pwv-merzalben.de. Die Hütte ist vom Wanderweg »grünes Kreuz« über den Abzweig mit der blau-weißen Markierung zu erreichen (ca. 500 m).

Karten
Kompass-Karte Wandern/Rad Nr. 766: Naturpark Pfälzerwald, 1 : 50000, 6,95 Euro, oder Landesvermessungsamt Rheinland-Pfalz, topografische Karte Waldfischbach-Burgalben, Rodalben, 1 : 25000, 5,90 Euro.

Buchtipp
Pfälzerwald und Deutsche Weinstraße, Barbara Christine und Jörg-Thomas Titz, Bergverlag Rother 2009, 144 Seiten, 9,90 Euro.

Info
Tourist-Information Gräfensteiner Land, Tel. 06331/234180,
www.rodalben.de/touristik

outdoor-Tipp
Wer das Entstehen von Waldwildnis in der Kernzone des Biosphärenreservats Pfälzerwald unter kompetenter Leitung erleben möchte, nimmt am besten an den geführten Touren (»Exkursion ins Quellgebiet der Wieslauter« etc.) des Forstamts Hinterweidenthal teil.

Info und Buchung unter Tel. 06396/9109600, www.wald-rlp.de Auch das Haus der Nachhaltigkeit (Johanniskreuz 1a, 67705 Trippstadt) bietet Exkursionen in das Quellgebiet der Wieslauter an. Veranstaltungs­kalender unter www.hdn-pfalz.de,
Tel. 06306/9210130.

Auf der Burgruine Gräfenstein findet jedes Jahr ein historisches Spektakel mit Gauklern und Mittelaltermarkt statt. Infos erteilt die Tourist-Info Gräfensteiner Land.

Ein Veranstaltungskalender für alle rheinland-pfälzischen Burgen steht unter unter www.burgen.rlp.de

Route
Vom Parkplatz »Schäferei« geht es auf dem Wanderweg mit der Markierung grünes Kreuz hinauf zu der auf 447 m gelegenen Burgruine Gräfenstein (auch Richtung: »Merzalber Schloss«). Die Burg entstand vermutlich im frühen 12. Jahrhundert und ist eine der am besten erhaltenen Ruinen aus der Stauferzeit. Vom Bergfried, der über einen Treppenaufgang im Inneren (unbeleuchtet; unbedingt Taschenlampe mitbringen!) bestiegen werden kann, hat man einen weiten Panoramablick auf die Waldlandschaft ringsum. In Richtung Südwesten geht es dem grünen Kreuz folgend wieder vom Schlossberg hinab zu einer Wegkreuzung, hier dem gelben W zum Roten­stein (Schutzhütte) folgen. Von der 423 Meter hohen Felskanzel hat man bei guter Sicht ebenfalls einen schönen Ausblick über den Pfälzerwald.


In Serpentinen geht es dann hinunter zum Fuß des Felsens. Der Wanderweg verläuft nun in südlicher Richtung, bis er kurz vor Hinterweidenthal in das Wieslautertal einmündet. An dieser Stelle gibt es einen Info-Pavillon, wo man sich zum Beispiel über die ursprünglich hier beheimateten Buchenwälder informieren kann. Die Markierung roter Querbalken führt nun durch das Wieslautertal. Am ehemaligen Triftbach entlang erreicht man in der Nähe des Wieslauterhofs die Quelle der Wieslauter. Weiter dem roten Querbalken folgend, trifft man unterhalb der Burgruine Gräfenstein auf die Markierung blau-weißer Balken, der man nach rechts zum Ausgangspunkt (Parkplatz Schäferei) folgt.

Wer möchte, unternimmt – dem blau-weißen Balken nach links folgend – noch einen Abstecher zur bewirtschafteten Gräfenstein-Hütte .
03.11.2009
Autor: Sylvia Lischer
© outdoor
Ausgabe 12, 10/2009, 2009