Urwaldsteig: Von Nieder-Werbe nach Hermfurth

Mehr Abwechslung geht kaum: Knorreichen begleiten den Wanderer an den Südhängen wie der Mühlecke. Später genießt man die Aussicht von Schloss Waldeck und folgt verschlungenen Pfaden unter hohen Bäumen.

Nordhessen, Deutschland Deutschland

Länge 14,81 Kilometer
Dauer 04:47 Std.
Höhenunterschied 537 Meter
Höhenmeter absteigend 571 Meter
Tiefster Punkt 209 m ü. M.
Höchster Punkt 382 m ü. M.
GPS-Daten · KML-Daten
Karte als PDF-Download

Anspruch


Die Route führt größtenteils auf urigen Pfaden, meist in sanftem Auf und Ab, über dem Seeufer dahin. Einige steilere Anstiege: Waldeck, Aussichtspunkt Kanzel.


Anfahrt


Von Waldeck am Ufer entlang nach Nieder-Werbe. Oder per Sammeltaxi, Zeiten unter nvv.de; Fahrt mind. 30 Min. vorher anmelden: Tel. 0 56 31/5 06 20 88.


Ausgangspunkt


Am See in Nieder-Werbe


Einkehr


In Waldeck gibt es viele Möglichkeiten. Direkt am Urwaldsteig liegt zum Beispiel das Ringhotel Roggenland, roggenland.de


Beste Zeit


Von Frühjahr bis Herbst. Im Sommer spenden Bäume Schatten. Am schönsten ist der Herbst, wenn das Laub bunt leuchtet. Im Winter werden die Wege nicht geräumt!


Karte


Edersee, Rad- und Wanderkarte, KKV, 1:25 000, 4,50 Euro


Infos


urwaldsteig-edersee.de


outdoor-Tipp


Wer länger unter Knorreichen wandern will, legt eine Extrarunde auf der Mühlecke-Route ein. Sie folgt ab Nieder-Werbe dem Urwaldsteig, zweigt aber hinter der Mühlecke zur sagenumwobenen Hengstwiese ab (»blauer Punkt«) und geht durch urigen Wald zurück nach Nieder-Werbe (7,5 km).


Route


Aus der Nieder-Werber Bucht steigt der Weg steil durch Wald an. Nach einer Schutzhütte geht es flach und parallel zum Edersee- Ufer weiter. Dann taucht man unter die gnomenhaften Buchen und Eichen der Mühlecke ab. Heide und Flechten bedecken freie Stellen. Mehr oder weniger parallel zum Seeufer führt der Steig auf der Höhe weiter und taucht dann zum Bärentalbach hinab. Ein Stück am Bach entlang, über eine Holzbrücke auf die andere Seite und steil in Serpentinen wieder hinaufwandern. Dann durch Wald langsam hinab in die Wald ecker Bucht und zur Talstation der Seilbahn. Man überquert die Landstraße und steigt den Schlossberg von Waldeck hinauf zur Bergstation. Wer will, besichtigt das Schloss und genießt die Aussicht über den See. Gegenüber dem Hotel Roggenland führt der Weg weiter, vereinigt sich mit Kellerwald- und Habichtswaldsteig und bringt Wanderer zum Waldecker Marktplatz und aus Waldeck hinaus. Nach dem Ort windet sich der urige Pfad in stetem Auf und Ab am Ziegenberg entlang und berührt die Aussichtspunkte Hexenkopf, Hermannshöhe und Kanzel. Ohne große Anstiege geht es weiter und bald nach rechts Richtung Hemfurth und Sperrmauer. Man umrundet halb den Uhrenkopf und kommt zur Aussicht »Auf den Klippen«. Sie bietet den besten Blick auf die Staumauer. Dann führt der mit blauem Punkt markierte Weg nach Hemfurth. Rückfahrt per Schiff von der Staumauer nach Waldeck (personenschiffahrtedersee. de) oder per Sammeltaxi nach Nieder-Werbe (Tel. 0 56 31/ 5 06 20 88).



22.02.2015
Autor: Kerstin Rotard
© outdoor
Ausgabe 11/2014